Hundertfünfunddreißig Jahre sind vergangen, seit 1875 die ersten
Teilstrecken der „Muldenthalbahn“ Glauchau-Wurzen,
einer der landschaftlich schönsten sächsischen Eisenbahnlinien, in
Betrieb genommen wurden.
Die unter den damaligen technologischen Bedingungen und
Möglichkeiten den größtenteils schwierigen
topographisch-geologischen und hydrologischen Verhältnissen
meisterhaft angepaßte gebirgsbahnähnliche Linie führt durch das
tief eingeschnittene Tal der Zwickauer Mulde, deren oft schroffe
felsige Waldhänge und Felsschluchten der über Klippen und Blöcke
schäumenden Zuflüsse eine ungewöhnlich romantische Landschaft
bilden. Man glaubt sich in eine Gebirgslandschaft versetzt, obwohl
sich hier außer dem breitgelagerten Rochlitzer Berg keine Berge
befinden. Auch der Streckenabschnitt Großbothen – Grimma
– Wurzen an dem sich erweiternden Tal der vereinigten Mulde,
die bis Sermuth von 80 km Erzgebirgshang 58 Zuflüsse zwischen
Zwickauer Mulde und Bobritzsch mit 5.531 km2 Niederschlagsgebiet
aufnimmt, forderte wegen häufiger folgenschwerer Hochwasser an
vielen Stellen der Trasse aufwendige Baumaßnahmen.
Gerade eines dieser Hochwasser, das wohl gewaltigste seit
bestehen der „Muldenthalbahn“, dass
„Jarhunderthochwasser von 2002“ sollte das endgültige
Aus dieser Strecke besiegeln.
Bereits vor dieser Flut war der Regelbetrieb ab Großbothen, dem
einstigen Verwaltungssitz der privaten
„Muldenthalbahn“, in Richtung Glauchau wegen
Sanierungsarbeiten auf Schienenersatzverkehr umgestellt. Der
Streckenabschnitt nach Grimma existierte schon seit dem Kriegsende
nicht mehr. Obwohl nicht unmittelbar betroffen, nutzte die Bahn das
Naturereignis den Streckenausbau nicht weiterzuführen. Was folgte,
war die Umwidmung zur Nebenbahn, dann die Streichung aus dem
Kursplan und inzwischen ist auch der Rückbau bei der Netzagentur
beantragt.
Die einst stolzen Bahnbauten verfielen nunmehr zusehends,
technische Einrichtungen sind zerstört und die Gleisanlagen werden
von der Natur zurückerobert.
Was bleibt sind Erinnerungen und hier und da ein Relikt
einstiger Eisenbahnbetriebsamkeit.

Bitte nutzt auf dem Weg zum Cache den angegeben Parkplatz. Der
Feldweg zum Cache ist ohnehin für Fahrzeuge gesperrt und führt zu
einem Privatgrundstück vor dem man nicht parken und wenden
kann.
Lauft die wenigen hundert Meter bis zum scheinbaren Ende des
Weges. Dort seht ihr am Rand einige lustige Weggefährten und
linkerhand den Abzweig hinauf zum alten Bahndamm. Dann ist es nur
noch ein kurzes Stück zum Cache. Beachtet bitte die
„Bergwertung“.
Wer zusätzlich einen kleinen Kick braucht kann auch alternativ
für die Anreise die Unterführung bei: 51° 10.886'N / 12° 46.478'E
nehmen wie es „Marco von der Parthe“ gewählt hat. Dann
ist aber auch schon der Anmarsch mindestens Terrain 3,5 und ihr
solltet eine Lampe mitbringen. Dafür ist er aber etwas kürzer und
führt durch einen Eisenbahn-Kunstbau. Parken könnt ihr dafür bei:
51° 10.889'N / 12° 46.766'E
Außerdem liegen jetzt noch, als kleiner Bonus, die Koordinaten
des nicht weit entfernten Verstecks von Markotonis Cache
„Sero Muldi Bonus“
GC2BYAJ in der Dose. Aber nehmt das Listing ernst!
Viel Spaß, wünscht der Onkel Detlef