Geschichte
Anna Schmitz von Bößler ist die bekannteste brühler Frau, die Opfer der Hexenverfolgungen wurde.
Anna wurde 1569 im niederländischen Bößler geboren und arbeitete als Kuhmagd auf dem Hof ihres älteren Bruders in der Nähe von Antwerpen. Durch einen Deichbruch ging ihr die komplette anvertraute Kuhherde verloren. Weil sie wusste, dass der Bruder ihr die Schuld an dem Unglück geben würde, fürchtete sie seinen Zorn, nahm ihre wenigen Habseligkeiten und floh. Es verschlug sie nach Brühl, wo sie sich als Dienstmagd in den Dienst eines Bauern stellte. Dieser schätzte ihre Tüchtigkeit und behielt sie bei sich.
Doch als sie gerade anfing, neuen Mut zu schöpfen und die Vorfälle in ihrer Heimat zu vergessen, wurde sie am 29. November 1604 von Gerichtsdienern abgeholt und eines "scheußlichen Verbrechens" beschuldigt, das sie mit Hilfe des Teufels begangen haben soll. Unter Folter gestand sie im hochnotpeinlichen Verhör, nach Stunden der Qualen unfähig weitere Schmerzen zu ertragen, schließlich Taten, die sie nicht begangen hatte.
Als Folge Ihres "Geständnisses" wurde sie zum Tode verurteilt und am 1.Dezember 1604 als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Weil im Glauben der Menschen von damals nichts von einer Hexe übrig bleiben durfte, bekam Anna kein Grab. Ihre Asche wurde einfach an der Hinrichtungsstätte in Godorf unter einem Galgen verscharrt.
An Annas Schicksal wird an vereinzelten Stellen in Brühl erinnert. So gibt es hier zum Beispiel eine Anna-Schmitz Straße. Aber es gibt auch Orte in dieser Stadt, die täglich von vielen hundert Menschen in ihrer alltäglichen Betriebsamkeit besucht, jedoch nicht beachtet werden. Dabei erzählen diese Orte Geschichten - natürlich auch die von Anna.
Nun waren die Hexenverfolgungen ein dunkles Kapitel im europäischen Mittelalter. Man schätzt, dass ihr 40000 Menschen zum Opfer gefallen sind. Doch war sie nicht das letzte menschenverachtende Kapitel in der Geschichte. Knapp 340 Jahre nach Anna's Tod führten falsche Urteile, fragwürdige Ideologien und Fanatismus wieder zu Menschenverfolgungen und Taten, die denen, die Anna angetan worden sind, in Sachen Grausamkeit in nichts nachstehen. Auch daran soll dieser Cache erinnern.
Um den Cache zu heben, müssen drei Wegpunkte aufgesucht und diese Aufgabe (open file) gelöst werden. Wir raten Euch, das Rätsel so weit zu Hause zu lösen, dass der Outdoor-Teil an einem Stück erledigt werden kann. Dies habt Ihr dann erreicht, wenn Euch nur noch die Werte für X,Y und Z (bzw. A-C) fehlen, um die Berechnungen durchzuführen.
Achtung: Rollstuhlfahrer benötigen am Final Hilfe!
Auf den Einsatz des Geocheckers wird hier bewusst verzichtet.
Achtung:
Der Link startet den Download einer Datei (pdf) mit weiteren Details, die zum Finden des Geocaches benötigt werden. Als der Cachebesitzer versichere ich, dass diese Datei ungefährlich ist. Die Datei und ihr Inhalt sind nicht von Groundspeak oder einem Geocache Reviewer auf schädlichen Inhalt überprüft worden und die Datei wird auf eigene Gefahr heruntergeladen.
Die ganze Geschichte von Anna könnt Ihr hier nachlesen.