Die
Nikolauskirche in Einsiedl - Inzell

Dieser Cache führt euch zu der sehr schön
gelegenen Nikolauskirche im Ortsteil Einsiedl in Inzell. Tagsüber
ist die Kirche zur Besichtigung geöffnet. Auch ist Einsiedl ein
beliebter Ausgangspunkt für einige Bergwanderungen in der Nähe.
Parken ist direkt an der Kirche kostenlos möglich.
Der Cache befindet sich bei den
Koordinaten:
N 47°46.059
E 012°46.844
Geschichte
Diese Kirche dürfen wir zu den ältesten
Gotteshäusern des Ortes zählen. So stammt das Langhaus mit der
ursprünglichen Form aus der Zeit um 1200. Es gibt eine Urkunde aus
dem Jahre 1212 in der es heißt: " Ich Eberhard II., Erzbischof von
Salzburg, gebe kund, dass ich die bei Inzell gelegene, von Luitpold
dem Einsiedler erbaute Kirche eingeweiht und mit einem eigenen,
jener Kirche nahen Gut in der Absicht geschenkt habe, damit aus
dessen Ertrag die Beleuchtung der gedachten Kirche zur Nachtzeit
bestritten werden könne ...". Der Einsiedler Luitpold tat in der
Nähe der Kirche Buße für ein Verbrechen, das er als Luitpold II.,
Graf von Plain, 1167 beging. In einem Kampf wurde nämlich von
seinen Soldaten Salzburg angezündet und fast ganz zerstört.
Deswegen heißt auch heute noch der Bauernhof neben der Kirche: "Zum
Einsiedler". Im Laufe des Jahrhunderte wurde die Kirche ständig
umgebaut und verändert: Der Chor wurde in der 2. Hälfte des 15.
Jahrhunderts errichtet. Im 17. Jahrhundert tauchen barocke
Stilelemente auf und 1866/67 wurden gotische Teile erneuert.
Besondere Aufmerksamkeit verdient auch das Glasgemälde, das in das
der Sakristeitüre gegenüberliegende nördliche Chorfenster
eingesetzt wurde. Als Thema wurde die Verkündigung an Maria und die
Geburt Jesu dargestellt. Zeitlich dürfte diese wertvolle Fenster um
1420/30 zu datieren sein.
Ausstattung
1936/38 wurde der Hochaltar aufgestellt. Im
Mittelpunkt steht der hl. Nikolaus eine Figur um 1700 geschaffen.
Zwei heilige Diakone gehören noch zu der Altargruppe: Links
Stephanus und rechts Laurentius. Die Vielfalt der Faltenbewegungen
und die Fülle der Haartracht deuten auf die gotische Zeit hin
(vermutlich Anfang des 16. Jahrhunderts). Der Gnadenstuhl und das
Rankenwerk im Altaraufsatz sind gute Schnitzwerke der modernen Zeit
(geschaffen 1940 vom Ruhpoldinger Schnitzer Hinterseer); aus der
gleichen Zeit stammen die Gemälde der Altarflügel (Maler
Gschwendner aus Karlstein/Reichenhall). Sie stellen dar, wie die
Menschen die Fürbitte und Hilfe des hl. Nikolaus erfahren haben:
Der Heilige als Kinderfreund, als Helfer bei einer Überschwemmung
der Roten Traun, die Erhörung der Fürbitte um gute Ernte.
Beeindruckend ist das Kreuz im Chorbogen als "Lebensbaum"
gestaltet. Diese Arbeit stammt vermutlich aus der 2. Hälfte des 14.
Jahrhunderts.