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Ein dicker Kerl! / A thick guy!

A cache by Wasserfreunde Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 08/28/2010
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size: not chosen (not chosen)

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Geocache Description:

Bewertungen zur D-Wertung sind ausdrücklich erwünscht! Reviews for D-rating are very welcome!

Wenn man sich die Landschaft des Münsterlandes einmal näher anschaut, wird einem schnell klar das hier etwas fehlt.

Richtig - es gibt kein Gebirge!

Und wenn man sich jetzt noch mal ein klein wenig intensiver umschaut, dann fehlen hier auch größere Vorkommen an festem Gestein. Das war vor gar nicht so langer Zeit anders, da gab es nämlich eine Menge von Findlingen in ganz Westfalen. Aber was sind Findlinge? Hierbei handelt es sich um „Erratische Blöcke“ bzw. „Großgeschiebe“. Mit einfachen Worten handelt es sich um große Steine aus dem Skandinavischen Raum. Diese sind mit der vorletzten Eiszeit mitgekommen, diese Periode nennt man auch die Saale-Eiszeit, und das spielte sich vor ungefähr 240.000-125.000 Jahren ab. Damals überdeckten riesige Eismassen Nordeuropa. Diese waren bis zu 300 Meter hoch. Die Eismassen waren nicht plötzlich da, nein Sie schoben sich von Jahr zu Jahr in Richtung Süden. Ihre südlichste Ausdehnung ging wohl bis zur folgenden Line: Düsseldorf-Dortmund-Paderborn. Das Münsterland war dabei unter einer 300 Meter dicken Eisschicht förmlich begraben. Da diese Eismassen eine unvorstellbare Kraft hatten, wurden lose Gesteine förmlich mitgerissen. Und so erklärt sich auch, wieso man hier Gesteine aus Skandinavien findet. Aber es wurden auch heimische Gesteine mit fort gerissen, wie zum Beispiel aus dem Teutoburger Wald oder gar den Baumbergen.
Im wissenschaftlichen Weltbild des 18. Jahrhunderts, das die Erdgeschichte seit der Schöpfung als weitgehend statisch betrachtete, waren Gesteinsblöcke, die in Gebieten zu finden waren, aus denen sie geologisch offensichtlich nicht stammen konnten, ein Problem. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts beschäftigten sich Geologen intensiv mit der Frage, durch welche Kräfte die Findlinge über so weite Strecken transportiert werden konnten, z. B. von Skandinavien in die Norddeutsche Tiefebene und aus den Alpen ins Alpenvorland. Sagenhafte Erklärungen, wie Riesen, die die Steine durch die Luft geschleudert hätten, wurden im Zeitalter der Aufklärung nicht mehr akzeptiert. Stattdessen wurden vulkanische Vorgänge in Betracht gezogen, die Toteislöcher wurden als Krater gedeutet. 1787 wurde zwar schon Gletschertätigkeiten als Ursache vermutet. Aber die Vorstellung von einer Vergletscherung weiter Teile Europas widersprach dem damaligen Weltbild. Daher wurde der Begriff Erratischer Block geprägt, da der Steinblock scheinbar umhergeirrt (lat. errare = umherirren, umherstreifen) war.
Der Begriff Eiszeit war noch nicht geprägt. Eher konnte man sich vorstellen, dass die riesigen Gesteinsbrocken bei der Sintflut oder anderen Überschwemmungskatastrophen auf Eisschollen aus dem Norden an ihre heutigen Fundorte in Norddeutschland getragen worden seien. Die Findlinge im Alpenvorland könnten ebenfalls durch große Wassermassen von den Alpengipfeln bis weit ins Vorland gelangt sein, so vermutete man.
Erst 1875 gelang es einem schwedischen Geologen Otto Torell, die Herkunft der Steine zu erklären. Dieser erkannte in der Nähe von Berlin an Findlingen die dort lagen Gletscherschrammen. Damit wurde ein jahrtausendaltes Rätsel gelöst.
Der größte bekannte Findling ist der „Große Stein“ von Tonnenheide nahe Rahden. Mit seinen Ausmaßen darf man diesen getrost einen großen Brocken nennen. Sein Gewicht beträgt 271 Tonnen mit einem Volumen von 102 m³. Als die Eiszeit dann Ihrem Ende entgegen ging und die riesigen Eismassen schmolzen, blieben die Steine hier in der Region.

Ganz so groß ist der an den obigen Koordinaten stehende Findling nicht. Macht dort ein Foto von Euch und dem Stein.

Dieser Granit wurde vor etwa 250.000 - 200.000 Jahren als Rollsteingeschiebe der Gletschermassen in der Saaleeiszeit aus Skandinavien - vermutet wird das Värmland - etwa 1.200 km in die Gegend der heutigen Stadt Dülmen geschoben. Viel Erfolg!


Um den Cache als gefunden zu loggen, sendet eine Mail mit den Antworten auf die folgenden Fragen:
1. Welchen Namen hat der Stein (ein Wort)?
2. Welchen Umfang hat der Stein an seiner dicksten Stelle in Dezimeter - die Stelle vor dem Komma reicht!
3. Welche Höhe hat der Stein (vom Pflaster bis zum Top) in Meter - die Stelle vor dem Komma reicht!
Sendet das Mail an name-dezimeter-höhe@freenet.de. Beispiel: hademarsch-88-4@freenet.de. Nach Erhalt der Bestätigung dürft Ihr dann loggen. Ladet dabei das Foto, das Euch mit dem GPS bei N 51.48.553 E 007.17.253 zeigt, hoch.


Gletschergrafik Münsterland


Hinweis zur Grafik:
Der saalezeitliche Gletscher hinterließ nach seinem ersten und zweiten Vorstoß und anschließendem teilweisen Abschmelzen im Westen und Osten der Westfälischen Bucht mächtige Toteisfelder (sich nicht mehr bewegende Gletscher). Das östliche Toteisfeld umfasste das Gebiet südlich des Teutoburger Waldes bis an die Linie Rheine–Greven–Glandorf–Dissen. Im eisfreien Raum zwischen beiden Toteisfeldern flossen Schmelzwässer nach Süden zum Lippetal ab. Der dritte saalezeitliche Eisvorstoß erfolgte durch den eisfreien Korridor zwischen den Toteismassen. Die Ausweitung Eises zum Toteisfeld hin verengte den Raum des Schmelzwasserlaufs und führte in zunehmendem Maße zu einer Kanalisation der Wasserabfuhr nach Süden. Die Folge: Eine starke Zunahme der Stromgeschwindigkeit; ein bis zu 40 m tiefes Einschneiden der Rinne. Bei einer Breite von bis zu einem Kilometer haben sich in diesem verhältnismäßig schmalen Streifen mächtige Kies- und Sandschichten abgelagert. Gestützt wird die Entstehungshypothese auf unterschiedliche Leitgeschiebe die westlich und östlich des Münsterländer Kiessandzug (MKZ) gefunden wurden. Demnach war der Gletscher auch weiter im Westen durch ein Toteisfeld begrenzt und dort entstand entsprechend die Twente-Achterhoek-Rinne (TAR).



If you look at the landscape of the Münsterland closer, will quickly realize that something is missing.

Correctly - there are no mountains!

And if you look now again a small little more intensive look around, then you are missing here larger deposits of solid rock. That was otherwise not so long ago, there was a lot of all quite Westfalen namely. But what are boulders? This is "Erratic blocks" or "Large sediment". Simply put is large stones from the Scandinavian region. It came too with the penultimate ice age, this period is called the Saale ice age, and this played out around 240,000 125,000 years ago. At that time, huge masses of ice covered Northern Europe. These were up to 300 meters high. The ice sheets were there not suddenly, no pushed up from year to year South. Your southernmost stretch probably reached the following line: Düsseldorf-Dortmund-Paderborn. The Münsterland was formally buried under a 300 M thick layer of ice. Since these ice sheets had an unimaginable power, loose rocks were formally swept away. And this also explains why you will find rocks from Scandinavia. But there were also local rocks on smart with, as from the Teutoburg Forest or even the tree mountains.
In the scientific world view of the 18th century. Century the Earth's history since the creation as largely static considered, were Gesteinsblöcke which were to be found in areas of geologically obviously not could origin, a problem. From the mid-18th century. Century geologist intensely dealt with the issue by which powers the boulders over such long distances could be transported for example, from Scandinavia to the North German plain and from the Alps in the alpine foothills. Legendary scenarios how giant who had thrown stones through the air, were not accepted in the age of enlightenment. Instead drawn volcanic operations into account, the dead eislöcher were interpreted as crater. 1787 indeed glacier activities as the cause has been suggested. But the idea of a glaciation of parts Europe contradicted the former world view. Therefore coined the term of more erratic block because the Boulder seemingly umhergeirrt (lat. errare = wander, roam) was.
The term ice age was not marked. Rather, you could imagine the huge fragments of flood or other low-lying on ice floes from the North to their present locations in Northern Germany had been ported. The boulders in the alpine foothills could be reach also by large water masses of the Alpine peaks in the foreland, as you suggested.
Until 1875, a Swedish geologist Otto Torell managed to explain the origin of the stones. This recognized in near Berlin knew there were glacier scarring. Thus a thousand-year old mystery has been solved.
The largest known Boulder is the "big stone" of barrel Heath near Rahden. With its dimensions you may call confidently a big chunks this. Its weight is 271 tonnes with a volume of 102 m³. When the ice age went then your end and the huge masses of ice melted the stones stayed here in the region.

The Findling related to the above coordinates isn't quite as large. There is a photo of you and the stone.

This granite was approximately 250,000-200,000 years ago as rolling stone sediment of glacier mass in the Saale glaciation in Scandinavia - suspected the Värmland - moves 1.200 km in the area of today's city Dülmen. Good luck!


To log the cache found sends an email with the answers to the following questions:
1. What name has stone (just one word)?
2. How much does the stone at its thickest point in decimetres - where before the comma is sufficient!
3. What is the level extends the stone (from pavement to the top) in metres - where before the comma is sufficient!
Send a mail to „name-decimetres-high@freenet.de“. Example: „hademarsch-88-4@freenet.de“. You may then log after receiving the confirmation. Upload the photo which shows you with your GPS-device at N 51.48.553 E 007.17.253.

Glacier graphics


Note for the graph:
The Saale-time glaciers left after his first and second advance and subsequent partial melting in the West and east Westphalian Bay powerful dead-icefield (no longer moving glacier). The Eastern dead ice covered the area south of the Teutoburg Forest up to the line Rheine Greven - Glandorf - discos. The ice-free area between two dead-icefields flowed from melting waters southwards to the Lippe-valley. The third Saale time ice thrust was by the ice-free corridor between the dead ice masses. The extension of ice to the dead ice narrowed the space of the melt run and resulted in increasingly a sewer of water transfer to the South. The result: A proliferation of torrent speed; up to 40 m deep cutting the gutter. With a width of up to one kilometre powerful gravel and sand have deposited in this relatively narrow strip itself. The origin hypothesis is supported on different key sediment that West and East of the Münsterländer Pebble sand train (MKZ) were found. Therefore the glacier was also limited in the West by a dead ice and there arose the Twente-Achterhoek-Groove (TAR) accordingly.

Additional Hints (Decrypt)

Rvara Uvajrvf nhs qvr Yöfhat tvog rf orv A51°48.702;R 007°17.448 (Ovggr jvrqre tranhfb irefgnhra jvr ibetrshaqra!).
Nz 1.1.2011 jheqra qvr RneguPnpur-Thvqryvarf träaqreg. Qvrfr tvyg nhpu süe orfgruraqr RneguPnpurf.
Qvr Sbgbybtorqvathat vfg rvar servjvyyvtr Yrvfghat. Rf jäer wrqbpu fpuöa, jraa jrvgreuva Ovyqre rvatrfgryyg jreqra.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



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