Zum Cache:
Dieser Tradi soll Euch die alte Villa der ehemalige
Riquet-Schokoladenfabrik in Markkleeberg zeigen.
Das denkmalgeschützte Gebäude wurde 2008 komplett restauriert und
so vor dem Abriss bewahrt. In der Einheit mit dem modernen Anbau
nutzt eine Dentaltechnikfirma die Räumlichkeiten heute, um mit
CNC-Fräsmaschinen Zahnersatz herzustellen.
Parken könnt ihr auf dem Lidl-Parkplatz. Das Gebäude selbst ist
VIDEOÜBERWACHT also ist der Cache natürlich NICHT direkt an der
Villa versteckt. Haltet Euch dort bitte auch nicht auf! Wenn ihr
den Bezugspunkt (im Listing wurde ein wenig gespoilert) und somit
das Versteck gefunden habt, habt ihr einen schönen Blick auf die
ehemalige Schokoladenfabrik.
Gleich nebenan ist eine Muggel-Transportstation, da ist aber nie
viel los ;-)
Zur Geschichte:
Neben der Spezialität "Thee Riquet" handelte Riquet & Co.
mit Kakaos und Schokoladen. Der steigende Bedarf veranlasste die
Firmenleitung zur Eigenproduktion von Schokolade. Dementsprechend
baute das Unternehmen 1895 in Gautzsch einen neuen Fabrikkomplex.
Das neue Etablissement liegt direkt an der Bahnstrecke
Gaschwitz-Plagwitz und der belebten Koburger Straße, welche in den
vergangenen Jahrhunderten eine wichtige Handelsbedeutung hatte. Das
vorhandene sandige Terrain war besonders geeignet, um tiefe und
trockene Keller von vorzüglicher Beschaffenheit anzulegen, welche
zur Kühlung der Schokolade notwendig waren. Das
Administrationsgebäude enthält die hellen und trockenen Lager- und
Packräume für Tee. Hier ist kein Verlust von Aroma zu
befürchten.
Elektrisches Licht, Dampfheizung, Telefon und elektrische Aufzüge
sind schon vorhanden. Vom Administrationsgebäude im Hintergrund zur
Villa, die die Schokoladenfabrikation beherbergt, führen
unterirdische Tunnel. Die räumliche Trennung hat den Zweck, die
Produkte vor bei der Fabrikation entstehenden Gerüchen zu
schützen.
Die Zahl der Beschäftigten betrug 1896 noch 95, stieg innerhalb von
10 Jahren auf 240, verdoppelte sich bis 1913 auf 401, erhöhte sich
nach dem Krieg bis 1921 auf 700 und ging während der Inflationszeit
bis 1924 auf 614 zurück. Nach Durchsetzung eines Volksentscheides
von 1946 wurde der Betrieb entschädigungslos enteignet und gehörte
ab 1947 zum „Verband Sächsischer Konsumgenossenschaft“.
Die Produktion von Schokolade wurde eingestellt und der Betrieb
spezialisierte sich auf die Herstellung von Bonbons. Das
Produktionsprogramm beschränkte sich schließlich fast nur noch auf
Bonbons mit Eukalyptus und Pfefferminz als kennzeichnende
Geschmacksrichtung. Der Betrieb trug daher die Bezeichnung
"Konsum-Bonbonspezialbetrieb KONSÜ"