Hildegard (55):
"Das Waldschwimmbad kenne ich nur aus Erzählungen meines
Großvaters, der hier in seiner Jugend viele Stunden verbracht haben
will. Das Bad wurde von den Nazis für die Arbeiter der
nahegelegenen ehemaligen Munitionsfabrik angelegt. Mit braunen
Fliesen, die von der Sonne erwärmt wurden und so das Wasser
angenehm temperierten. Schon vor langer Zeit aber hat sich die
Natur den Ort zurückerobert, die Fliesen sind nun zerbrochen und
unter dem Waldboden verborgen. Mein Opa ist schon vor vielen Jahren
von uns gegangen."
Ulf (40):
"Es gab hier kein Bad und schon gar keine Fliesen in braun! Da
war lediglich ein See. Und dieser wurde nicht von den Deutschen im
dritten Reich, sondern erst sehr viel später von den Amis angelegt.
Da war die alte Munitionsanstalt bereits Geschichte und es
gab’ die US-Kaserne. Mit den Soldaten haben wir nach
Feierabend hin und wieder Basketball gespielt, waren feine Kerle.
Anfang der neunziger haben sie dann alles mit LKW da hinten
rausgeschafft, auch die Sprengköpfe. Schwimmen waren wir seit dem
dort nicht mehr."
Thomas-Klaus (43):
"Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, ob es ein
gefliestes Bad war oder nur ein Schwimmteich gewesen ist. Aber
früher, als ich noch ein Kind war, haben wir dort Frösche gefangen,
mit einem Toastbrotköder. Später hat man wohl im Zuge des Baus des
Hundeheims die Stelle mit einem Bagger zugeschüttet, wie auch den
Tunnel nach Babenhausen."
Axel (31):
"Bei uns zu Hause hieß die Gegend schon immer Muna. Ich war als
Kind oft mit meinen Eltern dort zum Spazierengehen. „Da
verstecken sich die Amis drin“, haben sie zu mir gesagt. Ich
hab’ dann oft minutenlang den dahinterliegenden Wald
beobachtet, aber nie einen gesehen. Ich war sechs Jahre alt und man
hätte es mir sicherlich auch richtig erklären können. Es gibt wohl
irgendwo einen Bahnhof im Sperrgebiet, aber von einem Pool weiß ich
nichts."
Was auch immer dort einstmals gewesen sein mag, heute sind
nur noch spärliche Überreste zu erahnen.
Die Stelle (P3), wo das Waldschwimmbad vermutet wird, ist im Laufe
der Zeit von einem sehr dichten Gestrüpp überwuchert
worden.
Der Cache selbst befindet sich unweit dieses Ortes am Rande
einiger Steinbrocken, die eventuell Teile des Fundamentes gewesen
sein könnten.
Was der Steinhaufen aber tatsächlich mit dem See zu tun hat, weiß
nur der Himmel. Ob die vollgewucherte Fläche wirklich Zeugnis über
den Teich abgibt, ebenso. Seine genaue Lage ist nicht mehr
nachzuvollziehen.
Bitte beachten:
- Bitte geht sorgsam mit der Natur um.
- Nehmt deshalb bitte nur den kurzen Weg vom Parkplatz (P0)
über den Feldweg vorbei am Sendemast bei (P1) um zum
Cache bei (P2) zu gelangen.
- Versucht nicht, Euch von Norden, Osten oder Süden durch den Wald
zu schlagen!
- Leichte Koordinatenungenauigkeiten sind vegetationsbedingt
einzuplanen.
- Behandelt den Cache und seine Tarnung bitte behutsam, damit
möglichst viele ihre Freude daran haben können.
- Verkneift Euch das Spoilern.
Viel Erfolg!