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deskriptiv Mystery Cache

This cache has been archived.

frostengel: Hier ist jetzt Schluss. Heute bin ich endlich dazu gekommen, nach der Abend noch einen schönen Ausflug in den Oberwald zu machen und die Dose abzuholen. Ach, der Oberwald ist einfach herrlich, schade, dass ich nicht mehr wie früher direkt daneben wohne. :)

Hier gab es am Ende leider häufig Probleme und Unsicherheiten mit der Wegführung, obwohl der Text erst vor knapp einem Jahr frisch gewartet wurde.

In Anbetracht der Tatsache, dass der Cache nun doch schon einige Jahre auf dem Buckel hat, habe ich mich entschlossen, ihn zu archivieren. Überlegt habe ich mir das schon länger, der letzte Log hat dann den Ausschlag gegeben, diese Entscheidung durchzuziehen. Wenn man es bei einem Outdoor-Mystery (ohne Rätsel daheim) nicht einmal schafft, zu bemerken, dass man den Cache nicht zu Hause gelöst hat, dann sagt das vieles aus. Dass ich heute eine Dose vorgefunden habe, die nicht richtig verschlossen war - eine Lock&Lock-Dose ist dann zu, wenn es viermal klick gemacht hat - passt leider ins Bild.

Nehmt euch Zeit für die Caches, macht sie richtig, behandelt die Dosen pfleglich, schreibt individuelle Logs... So viel verlangen wir Owner doch gar nicht.

Danke an alle, die genau so cachen und das bei diesem Cache auch getan haben.

Herzliche Grüße
Jochen

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Hidden : 9/7/2010
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Prolog: Nach 'Größer, kleiner oder was?' und 'Hardtwald in Bildern' folgt nun der dritte Cache, der euch ohne GPS durch Karlsruher Wälder führt. Ihr kommt mit etwas Intuition komplett ohne aus, am Finale ist es aber ganz hilfreich. Ich hätte den Cache auch 'Oberwald in Worten' nennen können, aber dann wäre allen aufgefallen, dass die Idee ja gar nicht so neu ist.

Wer mich (oder meine Caches und/oder Logs) ein wenig kennt, weiß, dass ich
ziemlich gerne schreibe,
ziemlich gerne viel schreibe,
ziemlich gerne viel Blödsinn schreibe
und überhaupt manchmal ziemlich wirr im Kopf bin. Perfekte Grundlage für diesen Cache.

Ich erzähle euch gleich eine kleine Geschichte. Sie handelt von mir, wie ich ganz allein durch den Oberwald in Karlsruhe streife. Vielleicht gewinne ich damit ja einen Literaturpreis. Vielleicht aber auch nicht. :-(

Aber warum sollte euch das nun interessieren? Soviel sei verraten: Als ich zu Hause losgegangen bin, befand sich ein Döschen in meinem Rucksack. Als ich etwa 2 Stunden später wieder zu Hause angekommen bin, war es weg. Ob ich also einfach nur ein Loch im Rucksack hatte oder dieses Döschen vielleicht irgendwo in den Wald geworfen habe, das erfahrt ihr in dieser kleinen Geschichte. Vielleicht findet ihr das Döschen ja auch, wenn ihr auf meinen Spuren wandelt?

Ich bin die Runde heute zu Fuß gelaufen. Größtenteils kann sie auch mit dem Fahrrad gemacht werden, allerdings sind nicht alle 'Wege' wirklich gute Wege. Gibt es da nicht dieses alte Sprichwort? 'Wer sein Fahrrad hegt, der trägt.'? Zu Fuß entdeckt man sicher auch die beschriebenen Details einfacher.

Vom Cache geht es dann noch einmal ein kleines Stück zurück zum Ausgangspunkt, aber Tierfreunden wird auf dem Rückweg wohl nicht langweilig werden.

Nun lasset die Geschichte beginnen.




Es ist einer dieser Dienstage. Ich hasse Dienstage. Warum eigentlich? Ich entschließe mich, Dienstage doch zu mögen, und diesen speziellen Dienstag dazu zu benutzen, eine weitere Dose in den Wald zu pumpen. Nach etwas Bastelarbeit schaue ich hinaus. Es regnet kaum. Na immerhin. Nachdem ich eine Hose gefunden habe, kann es auch schon losgehen.

Langsam schlendere ich durch die Straßen der Südstadt, vorbei an Leuten, die mich nicht beachten und ihres Weges hetzen. So ist sie, die Gesellschaft von heute. Keine Zeit, keine Ruhe. Ich atme tief durch und genieße das Leben.

Wenig später erreiche ich den Tivoliplatz und nehme die ersten Koordinaten. Wer meinen Wegen folgen will, sollte in dieser Gegend seine Tour beginnen.

Ich blicke mich um. Überall Verkehr. Ich nehme den Weg unter der Eisenbahn hindurch und biege direkt anschließend nach links ab. Hier könnte man eigentlich ganz gut ein Auto abstellen. Da ich keines dabei habe, bringt mir das aber herzlich wenig.

Während ich die leichte Steigung bewältige, schießen mir diverse Gedanken durch den Kopf. Was ist eigentlich ein Umschlagbahnhof? Hat das etwas mit der Post zu tun? Das sollte ich zu Hause mal im Internet nachschauen, das frage ich mich doch jedes Mal, wenn ich hier vorbeigehe. Und warum ist die Banane eigentlich gelb? Dann erreiche ich bald eine Brücke. So viel Graffiti. Dass die blöden Leute immer alles vollschmieren müssen... Aber die Eisenbahnschienen unten sehen wenigstens ganz hübsch aus. Schritt um Schritt. Nach Durlach will ich heute nicht. Ui, der Turm da rechts hinten ist ja hübsch anzugucken. Aber der viele Verkehr...

Wenig später betrete ich ein Landschaftsschutzgebiet und erreiche eine kleine Quelle mit Trinkwasser, an der ich mich erfrische. Trink jetzt bloß nicht zu viel, denke ich, sonst wird diese Geschichte zu lang, weil du jeden zweiten Baum markieren musst. Grinsend - und wissend, dass diesen schlechten Witz niemand lustig finden wird - nehme ich den Weg, der mir am besten gefällt. Wer mich kennt, weiß, dass es der Trampelpfad nach Osten ist, vorbei an einer Bank.

Der Pfad scheint endlos, schweigend laufe ich ihn entlang. Während das Rauschen der Straße noch gut zu hören ist, höre ich auch Vögel singen. Da der Regen aufgehört hat und die Luft herrlich nach Wald nach Regen riecht, fühle ich mich wohl. Wäre das nicht die Idee für einen Raumerfrischer oder ein Parfum? 'Waldduft nach Regen' von Calvin Klein. Naja, vielleicht auch nicht...

Der Pfad endet an einem besseren Weg, der nach links oder rechts führt. Ich orientiere mich kurz und gehe in die Richtung, die von der Straße wegführt. Das ist jetzt eindeutig angebracht und... oh... da geht ja schon wieder ein Pfad hinein. Den nehme ich.

Als ich wenig später wieder auf einen großen Weg treffe, entscheide ich mich, dass weniger Weg doch auch mal ganz schön wäre. Ein prüfender Blick nach unten zeigt mir, dass ich Schuhe anhabe. Eine gute Voraussetzung und so nehme ich den schmalen Pfad, der direkt hinter dem Geländer zu meiner rechten anfängt. Ob das bei 'Größer, kleiner oder was?' als Weg durchgehen würde? Seit ich diesen blöden Cache gelegt habe, denke ich regelmäßig über 'halboffizielle Wege' und solche, die es nicht sind, nach. Hihi, oder wie war das bei der GeoKur? 'Da ist ein Weg.', wie schön ich sie damit ärgern konnte. Laut Topo-Karte ist hier auch kein Weg, aber immerhin sieht es in der Realität fast so aus.

Ich gehe an einem länglichen Steinblock vorbei. 'Burbach'? Ich stapfe weiter auf dem immerhin nicht schlechter werdenden Pfad. Noch ein Steinblock. Noch mal 'Burbach'. Wie langweilig. Dann wird der Weg doch noch schlechter. Hmpf. Gut, dass ich lange Hosen anhabe. Wobei Brennesseln ja gut für die Durchblutung sind. Weiter, weiter, da vorne kommt ein richtiger Weg, schießt es mir durch den Kopf. Ach, hier bin ich. Soll ich...? Nö, also da lang. und weiter geht es auf richtigen Wegen.

An dieser Stelle war früher eine schöne Lichtung mit Tischen und Bänken, die zur Rast eingeladen haben. Später wurden dann erst die Bänke und Tische entfernt, inzwischen auch die schöne Lichtung bepflanzt. Dafür lädt jetzt eine Bank zum Sitzen ein. Ich merke, dass ich ein wenig Hunger habe. Wieso habe ich Dumpfnase denn nix dabei? Und was ist eigentlich eine Dumpfnase? Das ist eine berechtigte Frage. Ich weiß es nicht. Das interessiert hier auch keinen. Aber ich glaube, eine Geschichte, die nicht das Wort 'Dumpfnase' enthält, kann keinen Literaturpreis gewinnen. Das weiß ich aber auch nicht sicher. Vielleicht muss ich mal Marcel Reich-Rani... wie immer man den schreibt... fragen.(1)

Weiter geht es. An der nächsten Kreuzung gehe ich geradeaus, da mir vom vielen Abbiegen sonst schwindelig wird. Doch bald darauf stehe ich schon wieder an einer Weggabelung. Vor mir befindet sich ein kleines Gewässer. Ich wähle den kleinen Pfad schräg hinab, um hier einmal tief durchzuatmen und den schönen Ausblick auf das Wasser zu genießen. Zurück auf dem großen Weg biege ich links ab. Ob sich hier wohl jemand verlaufen wird? Ist doch nicht mein Problem. Hihi, was bin ich wieder fies heute. Ein schöner Tag.

Ist der dicke Baum da am rechten Wegesrand eigentlich ein Mammutbaum? Das erinnert mich an einen Cache, den ich vor einiger Zeit mal nicht gefunden habe. Der war aber auch weg. Naja, irgendwann such ich den vielleicht nochmal. Jetzt sollte ich mich lieber mal auf den Weg konzentrieren. Den roten Pfeil, den es hier früher gab, gibt es ja gar nicht mehr. Also vertraue ich dem kleinen weißen Pfeil. Rote Pfeile wissen, wo es langgeht. Weiße hoffentlich auch.

An dieser Stelle muss ich die Geschichte kurz unterbrechen. Wisst ihr eigentlich, wie langweilig so ein Wald ist? Links Bäume, rechts Bäume, hinten Bäume, vorne... na, gemerkt? Und dann immer diese Wege, Gabelungen, Kreuzungen... Könnte man alles platt machen und vielleicht eine Autobahn hinbauen. Oder einen Tennisplatz. Ich bin verwirrt. Ich mag Bäume. Und Wege. Und in unserer Geschichte wird auch gleich wieder eine Wegkreuzung vorkommen. Na, habt ihr euch schon verlaufen? Schaut mal nach links und rechts. Wenn ihr keine Bäume mehr seht, dann seid ihr falsch.

Und schon wieder eine Wegkreuzung.(2) Auch hier hat sich einiges geändert. Früher gab es ein Distrikt-Schild mit der Nummer 18, das den Weg vorgegeben hat. Skat habe ich auch schon lange nicht mehr gespielt. Geocachen kostet einfach zu viel Zeit. Ich könnte die Jungs aber trotzdem mal wieder für eine Runde Doppelkopf einladen, schießt es mir durch den Kopf. Ohne 18 ist das doof hier. Ich entscheide mich stattdessen, den Doppel-Buchstaben zu folgen.

Während ich durch den Wald gelaufen bin, haben auch andere Menschen gemerkt, dass das Wetter inzwischen eindeutig besser geworden ist. Jogger, Hundemuggels, Elfen.... Elfen? Manchmal bin ich etwas wirr im Kopf, man möge mir verzeihen... Leider sieht man die große Elfe, die hier früher gewohnt hat, inzwischen gar nicht mehr und auch die kleine Elfe am Schild gibt es nicht mehr. Wenn ihr aber eine kleine Elfe neben der 18 findet - ah, hier gibt es also doch noch eine 18 - dann könnte das ein deutliches Zeichen für euch sein, dass ihr immer noch auf meinen Spuren wandelt.

Langsam glaube ich, dass diese Geschichte lang genug geworden ist. In der Realität bedeutet das für mich, dass ich ein passendes Versteck für die Dose finden muss. Ich folge dem kleinen schwarzen Fahrrad. An dieser Stelle wird eh keiner mehr richtig auf meinen Pfaden gewandelt sein, flüstert eine Stimme in meinem Kopf. Mein Grinsen wird breiter, obwohl der Himmel ankündigt, dass es bald wieder regnen könnte. Wasser hat es hier aber eh genug.

Und schon wieder eine Weggabelung. Ein gelbgrüner Pfeil... könnte ich das nachher in meiner Geschichte 'senffarben' nennen? Ja, das wäre eine Möglichkeit. Ich folg dem Pfeil trotzdem nicht. Hihi, das wird sie noch mehr verwirren....

Bei drei Wegen freut sich nicht der dritte, nein, ich nehm die goldene Mitte. Während ich mir für diesen genialen Zweizeiler eine Melodie ausdenke und froh bin, dass mich keiner hören kann, bin ich schon weitergelaufen. Direkt nach D7016irgendwas erinnere ich mich daran, dass auf der rechten Seite früher mal ein Zaun war. Inzwischen sind nur noch einzelne Pfosten zu sehen. Kommt da nicht gleich der schlechte Weg? An dem war früher doch auch ein Zaun, schießt es mir durch den Kopf. Auch diesen Zaun gibt es nicht mehr, aber der Weg ist nach wie vor da. Den schlechten Weg könnte ich eigentlich nehmen, den kenne ich ja noch ganz gut vom Joggen... Das war nie eine gute Idee, hier entlangzulaufen. Den sollen die Cacher ruhig auch einmal nehmen! Also biege ich links ab. Der Weg ist gar nicht mehr so s*****e (3) zu laufen wie früher. Und jetzt pumpe ich irgendwo, wo es schön ist, die Dose hin. Oder wo es nicht schön ist. Ist mir eigentlich auch egal.

So gehe ich die letzten vielen Meter als Dosenbesitzer diesen Weg entlang. Links und rechts vom Weg finde ich tolle Verstecke, doch zieht es mich noch weiter. Nach einer gefühlten Ewigkeit finde ich einen dicken Baumstamm direkt am Weg. Mein GPS-Gerät verrät mir, dass D7016tralala jetzt fast genau 200 Meter weg ist. Das ist ja eigentlich ein ganz guter Hinweis für die Cacher, die diese Nummer gefunden haben. Und die anderen müssen halt ein bisschen mehr suchen....

Soll ich die Dose wirklich hinter den Baumstamm legen? Da sucht doch jeder sofort... Grinsend wechsele ich die Wegseite und entdecke ein anderes Objekt. Da passt die Dose auch gut hin. Und das war es dann eigentlich auch, denn dort lege ich die Dose einfach ab. Etwas tarnen.... fertig.

Da liegt nun also die Dose. Und hier stehen diese Zeilen. Und ich habe wieder ein paar Feinde mehr. Naja, eigentlich ist diese Cache-Suche ja ganz einfach. Aber eigentlich sagt das wegen des Wortes 'eigentlich' ja gar nichts aus. Auf jeden Fall ist diese Geschichte jetzt aus. Das erkennt ihr daran, dass ich 'Ende' drunter schreibe. Ist das nicht ein toller Service?(4)

Ende



Epilog (ungelogen!): Die Wegbeschreibung wurde am 25.04.2021 auf die aktuellen Begebenheiten angepasst. Die entscheidenden neuen Textstellen sind mit roter Schrift geschrieben. Der Cache ist damit hoffentlich wieder gut findbar.



(1) An dieser Stelle könnte man das Gefühl bekommen, der Autor wisse nicht sonderlich viel. Das könnte richtig sein. Genau weiß ich das nicht.
(2) Und, wer hat an dieser Stelle damit gerechnet?
(3) Zensiert. Es könnten Kinder anwesend sein.
(4) Nein.

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