Chris Pardieno sitzt beim Frühstück und genießt seinen Kaffee. Dazu
eine kleine Pfeife stopfen und die Welt ist in Ordnung. Beim Blick
in die Morgenzeitung fällt ihm gleich der Artikel über die
abgebrannte Mühle auf. Nach kurzen Ermittlungen hat die Polizei
diese nun eingestellt. Müller Mugnaio hat sich an die Presse
gewandt, da er sich hier Hinweise und Hilfe erhofft. Er ist bei dem
Brand gerade noch so mit dem Leben davon gekommen, hat aber alles
verloren. Die Polizei meint, Mugnaio soll selbst fahrlässig den
Brand verursacht haben und so weigert sich nun die Versicherung,
Mugnaio den Schaden zu ersetzen.
Pardienos Entschluss stand fest, sich diese Geschichte mal genauer
anzuschauen. So setzt er sich in seinen alten 500er und sucht
Mugnaio auf.
Mugnaio ist bei seinem Vetter untergekommen. Schnell war er damit
einverstanden, dass Pardieno ein paar Nachforschungen durchführt.
Über ein Honorar sollte später bei evtl. neuen Erkenntnissen
gesprochen werden.
Pardieno musste nun erst einmal Einblick in die Akten bekommen. Da
die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt hat, liegen die
Akten nun im Archiv. Dort hat Pardieno schon vor Jahren mit seinem
schon fast unverschämten Charme enge Kontakte zu den Damen
geknüpft. Die beiden Damen dort im schon etwas fortgeschrittenen
Alter freuen sich immer wieder über ein paar kleine
Aufmerksamkeiten und Schmeicheleien.
Mit den Akten verkriecht sich Pardieno in einer Ecke und liest
folgendes:
Die alte Wassermühle ist bis auf die Grundmauern
abgebrannt.
Gegen 00.30 Uhr wird Mugnaio durch seinen Hund geweckt. Das Dach
aus Rohr steht zu diesem Zeitpunkt schon zur Hälfte auf der
Stallseite in Flammen.
Die Brandausbruchstelle liegt vermutlich im Stall in einer Ecke, wo
ein alter Gasheizstrahler stand.
Dieser war wohl für den Brand verantworlich.
Mugnaio hat Pardieno versichert, dass er den Heizstrahler nicht in
Betrieb hatte. Wenn dieser den Brand verursacht hat, dann muss
jemand ihn angestellt haben.
Laut Akte waren die einzigen Zeugen die beiden Geschwister Fratello
und Sorella, die den Brand bemerkten. Ihre Eltern riefen dann bei
der Feuerwehr an. Der Anruf ging um 00.32 Uhr ein.
Als Pardieno die Akten wieder zurücklegen wollte, fiel sie ihm
herunter und die Zettel lagen alle durcheinander. Er fand nicht
alle Seitenzahlen zusammen und musste die Akte unsortiert zurück
geben. Manche Seiten hatten gar keine Beschriftung. Da nützte ihm
auch sein Charme nichts mehr und die Damen waren schon etwas sauer.
Sie nahmen Pardieno die Zettelwirtschaft aus der Hand. Nun musste
er sich für das nächste Mal etwas einfallen lassen.
Der momentan einzige Ansatzpunkt waren die beiden Geschwister
Fratello und Sorella. Pardieno passte sie nach der Schule ab. Auf
die Frage, warum sie in der Brandnacht das Feuer überhaupt
bemerkten, antworteten sie, dass ein Streit ihrer Eltern sie
weckte. Die Uhr zeigte 00.10 Uhr, war sich Fratello ganz sicher.
Noch während ihr Vater mit der Feuerwehr sprach, ertönte die
Sirene.
Pardieno musste hier weiter nachhaken. Mit angesprochenem Charme
kam er mit den Eltern der Geschwister ins Gespräch. Nicht unbedingt
bereitwillig gaben beide dann zu, dass es an besagtem Abend zu
einem Streit kam, weil Pepe erst so spät und angetrunken nach Hause
kam. Eigentlich war er mit anderen Männern auf der Jagd und sie
kehrten dann noch im Wirtshaus ein. Der Streit bezog sich auch auf
Pepes Gewehr, welches er meinte, im Wirtshaus vergessen zu haben.
Nächsten Morgen stand es aber auf der Veranda, wo er noch vor
Betreten des Hauses ein wenig übergenickt hatte.
Pepe meinte noch, dass es im Wirtshaus spät wurde. Außer ihm waren
noch der Bürgermeister, der Müller, der Schmied und die beiden
Fischer im Wirtshaus. Sie waren alle ganz schön angetrunken und der
Wirt meinte, dass es bald 12 sei.
Stutzig, dass der Müller auch im Wirtshaus gewesen sein soll,
befragte Pardieno auch noch den Wirt, den Bürgermeister, den
Schmied und die Fischer. Alle bestätigten die Aussage von Pepe und
niemand will auf dem Heimweg etwas vom Brand mitbekommen
haben.
Pardieno befragte noch einmal Mugnaio, der ihm bestätigte, dass er
wirklich mit den anderen im Wirtshaus war. Dass der Wirt ihnen
sagte, dass es bald 12 sei, war ihm entfallen, aber jetzt erinnert
er sich wieder daran. Ihm fiel ein, dass er noch sagte, dass es nun
höchste Zeit für das Bett sei. Er ging dann allein nach Hause, da
die anderen in die Gegenrichtung mussten.
Der Wirt konnte sich auch erinnern, dass er gegen 12 die Gäste bat,
langsam zum Schluss zu kommen.
Nach weiteren Gästen befragt, meinte der Wirt, dass an besagtem
Abend noch zwei Pärchen hier zu Abend gegessen hätten und dann kurz
vor 12 Uhr gegangen waren. Er kennt die Leute aber nicht weiter.
Die Männer vom Dorf waren gerade heraus, da kam ein Mann der
unbekannten Gäste noch einmal wieder. Er hatte seine Zigaretten auf
dem Tisch liegen lassen. Der Wirt ist dann in die Küche gegangen.
Als er dort alles fertig hatte, zeigte die Uhr im Wirtshaus eins.
Da hörte der Wirt noch draußen ein Geräusch, als würde jemand einen
Ast durchtreten.
Pardieno erhielt einen Anruf von Mugnaio, der meinte, dass sich auf
den Zeitungsartikel ein Zeuge gemeldet hätte. Der Zeuge war ein
Handelsvertreter, der an besagtem Tag im Wirthaus mit Freunden aß.
Er meinte, auf der Heimfahrt einen Landstreicher gesehen zu haben,
der in den Weg Richtung Wassermühle ging. Dieser hatte einen
Schäferhut und einen Schäferstock.
Mugnaio wusste sofort, wer das war. Seit Jahren hat er einem
Einsiedler am Rand seines Grundstückes erlaubt, eine kleine Hütte
aufzustellen und dort zu leben. Ab und zu hilft er ihm ein wenig
und Mugnaio lässt ihm dafür etwas zukommen. Die Menschen im Dorf
mögen den Einsiedler nicht, obwohl er eigentlich ein netter Kerl
ist, aber eben ein wenig verrückt.
Nach den Freunden befragt, gab der Handelsvertreter an, dass es
sich um seine Frau, den Polizisten Campario und dessen Frau
handelte. Campario? Hatte Pardieno diesen Namen nicht auch in den
Ermittlungsakten gelesen? Ja, das war doch der Assistent von
Inspektor Fonelli. Pardieno kennt Fonelli ja schon viele Jahre. Sie
respektieren sich, gehen aber doch lieber ihre eigenen Wege. Es gab
in der Vergangenheit aber schon den einen oder anderen Fall, an dem
sie gemeinsam ermittelt haben. Fonelli bestand nur darauf, dass
Pardienos Mitwirkung nicht offiziell wurde. Er ist ein wenig eitel,
aber dafür ein sehr guter Detektiv. Er hat sogar mal entgegen der
Empfehlung seines Vorgesetzten gegen den Immobilienhai Proprietario
ermittelt. Der war auch mal an der Mühle interessiert, wie Mugnaio
ihm erzählte. Mugnaio wollte aber nicht verkaufen.
Fonelli ist dafür bekannt, sehr das Über-und Unterordnungverhältnis
mit seinen Mitarbeitern zu pflegen. Fonelli schreibt auch niemals
etwas selbst für die Akten. Er sagt dazu, dass solche profanen
Dinge seiner Konzentration schaden.
Der Handelsvertreter meinte noch, dass sie nach dem Besuch im
Wirtshaus alle gemeinsam in die 30 km entfernte Stadt gefahren
sind, wo sie sich dann verabschiedeten.
Pardieno suchte den Einsiedler auf und brauchte trotz seiner
Redegewandtheit einige Zeit, dem Einsiedler ein paar Worte zu
entlocken. Dann meinte der Einsiedler aber, dass Mugnaio der
einzige Mensch sei, der ihn nicht verachtet und
beschimpft.
Nachdem er in seiner Hütte angekommen war, hörte er nach einer
Weile Schüsse. Da er sich nicht um Uhrzeiten kümmert, kann er auch
nicht sagen, wann es war und wie lange er schon in seiner Hütte
verweilte. Es waren aber mindestens 3 Schüsse, ist er sich sicher.
Er lief zu Mugnaios Haus und sah eine dunkle Gestalt
davonschleichen.
Kurz darauf hörte er einen Knall im Stall und sah ein kleines
Feuer. Weil er Angst hatte, versteckte sich der Einsiedler und
beobachtete die Mühle. Dann sah er, dass das Feuer schon bis zum
Dach hochschlug und Mugnaio herauslief.
Da hielt es ihn nicht mehr im Versteck und er lief zu Mugnaio um
ihm seine Jacke zu geben, da er nur einen Schlafanzug trug. Bis zum
Eintreffen der Polizei und der Feuerwehr sah er keine anderen
Leute. Die Polizei sperrte dann alles ab, so dass niemand den
Tatort betreten konnte.
Das mit den Schüssen hat er dann auch der Polizei erzählt. Er sah
dann auch, wie diese am nächsten Tag das Grundstück und die nähere
Umgebung durchsucht hat. Irgendein Inspektor hat dann aber gesagt,
dass er wahrscheinlich Knallgeräusche des Feuers gehört hatte, denn
sie konnten keine ballistischen Spuren finden.
Pardieno fuhr noch mal zur Mühle und suchte nach irgendwelchen
Schussspuren oder Hülsen.
Nach einiger Zeit konnte er unterhalb des Baumes eine Patronenhülse
finden. Diese war in eine Wurzelspalte gerutscht und Pardieno hatte
wirklich Glück, sie dort zu finden. Diese Hülse könnte vom Kaliber
zu Pepes Gewehr passen. Pardieno bat Pepe also, seine Waffe zur
Verfügung zu stellen. Nach einem Blick unter das Mikroskop war sich
Pardieno sicher, dass diese Hülse aus Pepes Gewehr
stammte.
Pardieno schaute sich nun noch einmal den Tatort genau an. In
welche Richtung konnte man vom Baum aus schießen. Mhmm, eigentlich
nur in den Stall, wo Mugnaios Esel stand, der leider den Brand
nicht überlebte.
Pardieno musste noch einmal mit allen reden. Die Fischer, zwei
Brüder, sind mit Pepe nach Hause gegangen. Pepes Haus liegt auf
ihrem Weg. Vom Wirtshaus bis zu Pepes Haus, welches in der
Gegenrichtung zur Mühle liegt, haben sie ca. 25 Minuten gebraucht,
denn bis zu ihrem Haus brauchen sie immer so eine halbe Stunde.
Pepe erinnerte sich auch daran, dass er mit den beiden Fischern
nach Hause ging.
Der Bürgermeister hatte mit dem Schmied fast den gleichen Weg. Ihre
Häuser stehen ca. 2 km vom Wirtshaus entfernt. Beide meinten nun,
dass sie aber nicht mehr wissen, wann sie zu Hause waren. Als der
Bürgermeister den Anruf von der Polizei erhielt, dass die Mühle
brennt, schlief er bereits. Er ging dann zur Scheune und schaltete
die Sirene ein.
Das Ende der Geschichte könnt ihr im Final nachlesen. Sollte es
euch vor Ort aber nicht möglich sein, sende ich es auch gern per
Email zu.
Solltet ihr den Fall lösen und nur mit der Wortanordnung Probleme
haben, könnt ihr mir auch mailen. Wer den Täter erkennt und mir
mindestens zwei Argumente für die Täterschaft nennt, erhält die
Stichwörter.
Finde nun 5 große Wörter
- 4 Gegenstände, die vom Täter benutzt wurden und den Täter
selbst.
Diese 5 Wörter ordne nach der Reihenfolge an, wie sie im Text
erscheinen.
Du benötigst die ersten Buchstaben dieser Worte für N 54° _ _._ _
_
und die letzten Buchstaben für E 13° _ _._ _ _
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