English Version
Ötscher-caves
The Ötscher-cave-system is a vast cave-system in the Eastern
Alps. The cave labyrinth consists of slant fissures (tunnel across
the mountain), collapses and halls. Four of the largest halls in
Lower Austria are among the Ötscherhöhlen, including the
"Melk"-hall with 110 x 70 x 45 meters. The measured course length
is about 26 km, with a height difference of 600 m. The four
entrances are all in the area of the "Rauher Kamm". In 1994, the
connection between the two caves was discovered. The cave system
runs through the entire eastern half of the Ötscher.
"Geldloch" and "Taubenloch" have been known for centuries, first
written mentions are found 1592. Even at that time about 800 m were
explored in the Geldloch. Initial sketches are from 1746. Beginning
from the 20th Century deep shafts in the Geldloch were explored.
1974 began the research in the Geldloch giving rise to today's
measurement standard. 1993 was the last research trip inside the
Geldloch, reaching a length of over 10 km.
In the Taubenloch in 1980 a chimney was climbed, which uncovered
the Melker-hall. The next period of research began in 1990 with a
climb of a wall. When connecting to the Geldloch the Taubenloch
stretched a size of 13 km.
Karst and Karst-caves
The Ötscherhöhlen are a typical karst phenomenon. Karst is the
weathering of carbonate rocks, such as limestonr. Here the rock is
dissolved by acidic water. The results are the various forms of
Karst:
- caves
- sinkholes
- limestone pavements
Much of weathering is below the surface. The water flows in
fractures and other joints, which will be expanded over time.
According to the arrangement of fractures and crevices created such
a network of cave passages. At junctions the solution intensity is
higher and it's forming larger cave chambers.
The enlargement of cave passages is usually at the level of the
karst water level (= ground water in karst area). The spatial
variations of water level are due to a complex system of
communicating tubes. In the area of the karst water level cave
formation occures.
In karst caves sedimention can be found too. The most impressive
sedimention in the caves are the stalactites. CO2 leaks from the
water with dissolved limestone in it. The resulting excess calcium
is deposited on the cave wall and forms stalactites. This process
repeats itself, this creates stalactite (on ceiling). On the floor
of the cave stalagmites arise. Stalagnates are the combination of
both.
Questions
As it's prohibited by law to enter the caves, it's only
possible to guess the depth of the cave-entrance-hall and measure
the dimension of the entrance itself.
- What is special about the climate in the cave? Describe the
estimated temperature and humidity as well as any other phenomenon
according the cave-climate.
- Which karst feature(s) will occur, through slight water
intrusion into the cave?
- Take a photo of the "Geldloch" or the "Taubenloch" as shown in
the examples! It would be nice if you would be on the photo as
well.
- What's the width of the entrance of the "Taubenloch"? (Stage
2)
- Estimate the depth of the cave-entrance-hall of the "Geldloch"?
(Stage 1)
Send the answeres to the questions to
me, but don't wait for the permission to log. If you send wrong
answeres you will be contacted by me.
Deutsche Version
Ötscherhöhlen
Das Ötscherhöhlensystem ist ein riesiges Höhlensystem in den
Ostalpen. Das Höhlenlabyrinth besteht aus schrägen Klüften (quer
durch den Berg ziehenden Tunnel), Verstürzen und Hallen. Vier der
größten Höhlenräume Niederösterreichs gehören zu den Ötscherhöhlen,
darunter der Melker Dom mit 110 x 70 x 45 Metern. Die vermessene
Ganglänge beträgt über 26 km, der Höhenunterschied über 600 m. Die
vier Eingänge liegen alle im Bereich des Rauhen Kamm. 1994 wurde
der Zusammenhang der beiden Riesenhöhlen Geldloch und Taubenloch
zum eigentlichen Ötscherhöhlensystem entdeckt. Das Höhlensystem
durchzieht die gesamte Osthälfte des Ötschers.
Geldloch und Taubenloch sind seit Jahrhunderten bekannt, erste
urkundliche Erwähnungen finden sich 1592. Bereits damals wurden
zirka 800 m im Geldloch erkundet. Erste Skizzen stammen aus dem
Jahre 1746. Anfang des 20. Jhdt. wurden erstmals tiefe Schächte im
Geldloch erkundet. 1974 begannen im Geldloch die Forschungen, die
den heutigen Vermessungsstandard begründen. 1993 fand die bis dato
letzte Forschungsfahrt in das Geldloch statt, bei einem
Ganglängenstand von knapp über 10 km.
Im Taubenloch wurde erst 1980 ein Schlot erklettert, welcher den
Melker Dom freilegte. Die nächste Forschungsperiode setzte 1990 mit
der Erkletterung einer Wandstufe ein. Bis zur Verbindung mit dem
Geldloch dehnte sich die Größe des Taubenloch auf 13 km aus.
Karst und Karsthöhlen
Die Ötscherhöhlen sind eine typische Karsterscheinung. Karst ist
das Ergebnis der Lösungsverwitterung von Karbonatgesteinen wie
Kalk. Dabei wird das Gestein durch saures Wasser gelöst. Das
Resultat sind die verschiedenen Erscheinungsformen von Karst:
Ein Großteil der Verwitterung erfolgt unter der Erdoberfläche.
Das Wasser fließt in Klüften und sonstigen Fugen, welche mit der
Zeit erweitert werden. Entsprechend der Anordnung der Klüfte und
Spalten entsteht so ein Netz von Höhlengängen. An Kreuzungsstellen
ist die Lösungsintensität stärker und es bilden sich größere
Höhlenkammern.
Die Erweiterung zu Höhlengängen erfolgt normalerweise auf dem
Niveau des Karstwasserspiegels (=Grundwasserspiegel in
Karstgebiet). Die räumlichen Variationen des Wasserstandes bestehen
aufgrund eines komplexen Systems kommunizierender Röhren. Im
Bereich des Karstwasserspiegels findet Höhlenbildung statt.
In Karsthöhlen findet darüber hinaus auch Ablagerung statt. Die
eindrucksvollsten Ablagerungen in den Höhlen sind die Tropfsteine.
Das im Gestein nach unten sickernde und mit gelöstem Kalk
gesättigte Wasser gibt CO2 an die Höhlenluft ab. Der dadurch
überschüssige Kalk setzt sich an der Höhlenwand ab und bildet
Tropfsteine. Wiederholt sich dieser Vorgang, erzeugt dieser
Stalaktit (an der Decke). Von Ende dieses Stalaktiten tropft das
Wasser auf den Höhlenboden wo ein Stalagmit entsteht. Stalagnaten
entstehen durch das Zusammenwachsen beider.
Fragen
Da es verboten ist die Höhlen zu betreten, ist es nur
möglich Fragen zum Höhleneingang oder Schätzungen der sichtbaren
Höhlendimension abzufragen.
- Was fällt dir punkto Höhlenklima auf, wenn du vor der Höhle
stehst? Beschreibe die Temperatur, die Feuchtigkeit sowie andere
klimatische Eigenschaften der Höhle.
- Welche(s) Karst-Phänomen(e) würde durch leichten Wassereinbruch
entstehen?
- Mach ein Foto auf welchem das Geldloch oder das Taubenloch zu
sehen ist! Optional würde ich mich freuen, wenn ihr darauf zu
finden seid.
- Wie breit ist zirka der Eingang des Taubenlochs? (Stage 2)
- Schätze die Tiefe des Höhleneinganges des "Geldloch"? (Stage
1)
Sendet die Antworten auf die Fragen an
mich. Auf die Logerlaubnis braucht ihr nicht zu warten. Bei
falschen Antworten gibt es eine Rückmeldung von meiner
Seite.