Salzach Regulierung Traditional Cache
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 (small)
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Salzach Regulierung
Schon seit dem Mittelalter wurden kleine Teile der Salzach im Stadtgebiet von Salzburg, Laufen und Hallein mit Weidenfaschinen und Holzverbauen befestigt. Erste Versuche einer Salzachregulierung in Form eines durchgehenden Trapezprofiles begannen durch Steinsätze gesichert 1923 im Pinzgau. Durch die Regulierungen wurde Baugrund und Kulturland gewonnen, es ging aber auch wertvoller vitaler Auwald und die reiche Struktur des Flusses mit Schotterinseln und zahllosen Seitenarmen als Raum für Tier und Mensch verloren. Nach dem zwischen Bayern und Österreich geschlossenen ersten Vertrag in München im April 1816 erfolgte eine genaue Vermessung der alten Grenzlinien. Im Dezember 1820 in Salzburg wurde darauf die neue Staatsgrenze einvernehmlich festgelegt.
Die Brucker Schwelle wurde 1852 gesprengt und damit eine Tieferlegung der Salzach erreicht. Damit konnten im Pinzgau schrittweise flussnahes Ackerland gewonnen werden und moorige sowie anmoorige Wiesen trockengelegt werden.
In der Stadt wurden ebenfalls 1852 die ersten schweren Blocksteine der Stadtmauern nächst dem Klausentor abgetragen und zur Salzachregulierung verwendet. Die einst weitläufigen Bastione der Neustadt und der weitaus größte Teil der Befestigungen der Altstadtseite wurden ebenso wie etwa das Linzertor als Rohmaterial für die Salzachregulierung verwendet. Der Maler und Gemeinderat Josef Mayburger setzte eine etwas formschönere schwingende Verbauung innerhalb des Stadtgebiets durch. Schwarz wollte auch das Material der Müllner Schanze für die Salzachregulierung verwenden, was aber Mayburger verhindern konnte. Die Regulierungsarbeiten wurden 1862 zwischen Stadtbrücke und Eisenbahnbrücke fertiggestellt, jene zwischen Stadtbrücke und Karolinenbrücke dann bis 1873.
Zuerst war die Salzach unterhalb der Stadt Salzburg mit einer Ausbaubreite von 80 Wiener Klaftern (152 m) vorgesehen. Die anfangs sehr erwünschte Selbsteintiefung der Salzach unterblieb aber weitgehend. Daher wurde in einem weiteren Schritt die Gesamtbreite der Salzach auf 60 Klafter (114 m) verringert. Erst die erhebliche Entnahme von Geschiebe führte nach 1900 zur maßgeblichen Eintiefung. Bis heute grub sich die Salzach immer tiefer in ihr Bett ein. Seit Jahrzehnten ist diese Eintiefung bereits zum Problem geworden. Sie hat mittlerweile ein Ausmaß erreicht, bei dem die besonders erosionsanfälligen Feinsand- und Seetonschichten nur noch ungenügend oder gar nicht mehr überdeckt sind. Bereits ein mittelgroßes Hochwasserereignis kann zu unbeherrschbaren Folgen und plötzlichen weiteren Eintiefungen um mehrere Meter führen (Sohlendurchbruch). Erhebliche Schäden an Bauwerken und Umland wären die Folge. Es besteht daher Handlungsbedarf. Eine bayerisch-österreichische Arbeitsgruppe hat Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und führt derzeit erste Maßnahmen des Projektes „Sanierung untere Salzach“ durch. Vorgesehen sind unter anderem eine Aufweitung des Flussbetts und der Einbau von aufgelösten Sohlrampen sowie von sogenannten offenen Deckwerken. Hauptziel der Maßnahmen ist, eine weitere Eintiefung zu verhindern sowie die Flusssohle in einem eigendynamischen Prozess wieder anzuheben und diesen Zustand in ein dynamisches Gleichgewicht zu bringen. Dies bewirkt, dass kleinräumig wertvoller vitaler Auwald entstehen kann. Diese unabdingbar erforderlichen Arbeiten zur Sanierung der Salzach auf einer Länge von 60 km sind mit einem Kostenaufwand von rund 300 Mill. Euro verbunden.
2009 wurde als erstem Abschnitt mit der schrittweisen Verbreiterung der unteren Salzach unterhalb von Weitwörth, verbunden mit einer Anhebung der mittleren Salzachsohle begonnen. 2010 wird die Verbreiterung des Flusses in Richtung Oberndorf weitergeführt.
Quelle: Wikipedia
Additional Hints
(Decrypt)
Ncfbyhg Ubpujnffrefvpure
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