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der Rachen des Koppenteufels (Koppenbrüllerhöhle) EarthCache

This cache has been archived.

GeoawareDE8: Hallo,

leider wurde der Cache nicht wieder aktiviert und auch kein konkretes Aktivierungsdatum genannt. Deshalb erfolgt heute die endgültige Archivierung dieses Caches.

Caches, die auf Grund mangelnder Wartung vom Geocaching HQ oder einem Reviewer archiviert wurden, können nicht mehr aus dem Archiv geholt werden.

Wenn Du an dieser Stelle wieder einen Cache platzieren möchtest, kannst Du gern ein neues Listing einreichen. Bitte achte darauf, dass es den aktuellen Richtlinien entspricht.

Mit freundlichem Gruß

GeoawareDE8

Hier findest Du Informationen zur Archivierung von Caches und zu den aktuellen Richtlinien für ECs:

Archivierung eines Caches
Wartung eines Caches
Richtlinien EarthCaches
Tipps der deutschen Reviewer

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Hidden : 9/9/2010
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Die obigen Koordinaten führen auf die Brücke vor den Eingang der Höhle.
(Bildquelle: wikipedia)


Grundsätzlich befinden sich in allen Höhlen weltweit, die in Karst- und Kalkgesteinsregionen liegen, Tropfsteine. Diese Höhlen werden als Tropfsteinhöhlen bezeichnet. Die Koppenbrüllerhöhle, die jüngste der drei Dachsteinhöhlen, ist eine aktive "Tropfstein- und Wasserhöhle" und liegt idyllisch und ruhig im Koppental.

Die Höhle
Der große Dachsteinforscher Dr. Friedrich Simony betrieb wissenschaftliche Studien in der Koppenbrüllerhöhle, wobei er durch seine Korrespondenz mit den großen Geologen seiner Zeit, zur Entwicklung der modernen Geologie beitrug. Durch den Fund des ersten Blinden Höhlenkäfers (Arctaphaenops angulipennis Meixner) wurde die Koppenbrüllerhöhle zur „Typlokalität".

Im Jahr 1988 wurde diese Höhle eine 3944 m Gesamtganglänge von 3944m und 107 m Gesamthöhenunterschied im Gestein angegeben. Da die Lage ideal für eine riesige Höhle ist und man sich fragt „wo bzw. wie geht es weiter?“, ist das vermutlich nur ein vorläufiger Wert.

Der Höhleneingang ist eine Karstquelle, der nur zeitweise – besonders nach schweren Niederschlägen und zur Schneeschmelze – Wassermassen entströmen. Im Inneren der Höhle dagegen fließen die Höhlenbäche ständig. Der Name dieser Höhle stammt einerseits von dem Berg, in dem die Höhle liegt (Hoher Koppen 1790m) und anderseits von dem Brüllen des Wassers in den Tiefen der Höhle, das der Höhlenbach verursacht, wenn er im Frühling nach der Schneeschmelze oder nach einem Hochwasser die Höhle wieder verlässt.


„Ein Dröhnen ist um uns, ein wildes Brüllen, ein Aufheulen der im Berge zusammengepressten und Ausgang suchenden Luft, ein zorniges Rütteln und Fauchen des Berggeistes, das der Höhle den Namen Koppenbrüller eintrug!"

(Friedrich Morton: Biologe, Höhlenforscher und Reiseschriftsteller, Bildquelle: hallstatt.net)



Die Entstehung
Starke Verschiebungen der Kontinentalplatten führten dazu, dass sich eine Kalkschicht aus Meeresablagerungen an der Stelle des heutigen Dachsteins auffaltete. Fugen und Brüche an der Oberfläche bildeten nach der Faltung und Aufwölbung der Meeresablagerungen zu einem Gebirge, am Ende der Kreidezeit und im Alttertiär, die Grundlage für die Entstehung von Höhlen. Durch sie drang kohlensäurehaltiges Wasser ein und löste im Bergesinneren Höhlen aus dem Kalk, die sich im Laufe der Zeit zu riesigen Systemen entwickelten. Millimeterfeine Schichtfugen und Gesteinsklüfte werden im Laufe der Zeit zu Höhlen und Schächten ausgewaschen. Der mitgeführte Schlamm und Schutt vergrößert die Hohlräume weiter. Trifft das kühle Nass auf wasserundurchlässige Gesteinsschichten, wird es wieder ans Tageslicht gedrückt.

Tropfstein und Speläothem
In der Unterwelt findet der Karstvorgang auch oft umgekehrt statt, indem das Wasser den gelösten Kalk in Form von Sinter, Bergmilch oder Tropfsteinen ausscheidet. Während das kohlensäurehaltige Wasser durch den Karst fließt, löst es den Kalkstein bis zur Kalksättigung in sich auf. Wenn es dann auf einen Hohlraum trifft, fließt das Sickerwasser an der Decke entlang, verliert an Fließgeschwindigkeit und bildet auf Grund der Oberflächenspannung Tropfen. Dabei gibt es CO2 ab, was zur Ausfällung von kristallinem CaCO3 führt. Dieser Sinter-Kalk bildet den von der Decke herabhängenden Tropfstein, den Stalaktiten. Der auf den Boden auftreffende Tropfen enthält noch etwas Kalk. Beim Aufprall des Tropfens wird nochmals CO2 freigesetzt und Kalk fällt aus. Entsprechend wächst ein weiterer Tropfstein vom Boden in die Höhe und bildet einen Stalagmiten. Stalagmiten und Stalaktiten können auch als Säule zusammenwachsen und durch verschiedene im Wasser gelöste Mineralien Tropfsteine unterschiedliche Färbungen aufweisen.



aus der jüngsten Geschichte der Höhle
Der einheimischen Bevölkerung waren einzelne Höhleneingänge und Höhlen im Gebiet des Dachsteinmassivs sicher seit jeher bekannt. Die Koppenbrüllerhöhle diente zur Zeit der Kaiserin Maria Theresia als Versteck für den Deserteur Franz Engl. Seine Freundin, die Hofer Sef, hat ihn mit Essen versorgt. Als sie in der Höhle tödlich erkrankte, holte Franz den Pfarrer von Hallstatt zum Versehgang. Sef starb in der Höhle und Franz wurde auf Bitte des Pfarrers begnadigt.In den folgenden Jahrzehnten wurde die Höhle regelmäßig besucht. Größere Beachtung fand seit dem 18. Jahrhundert die Koppenbrüllerhöhle. In einem Reiseführer des 19. Jahrhunderts wurde die Koppenbrüllerhöhle als „berühmte Schauhöhle“ bezeichnet.


Um diesen Erdcache zu loggen muss man sich zum Höhleneingang begeben. Der Besuch der Schauhöhle ist nicht erforderlich, dadurch kann der Cache das ganze Jahr über angegangen werden. Vom Gasthaus „Koppenrast“ führt ein bequemer Wanderweg entlang der Traun in etwa 15 Minuten zum Höhleneingang. Fotos vom Weg zum Höhleneingang sind willkommen, aber nicht Logbedingung.

Aufgabe 1 (outdoor ):

Stage 1:

Gegenüber den Parkkoordinaten (47° 33.891 / 013° 43.309) beginnt der Koppental Wanderweg auf dem man bequem nach ca. 15 Minuten den Höhleneingang erreicht. Am Beginn des Weges trifft man u.a. auf ein Schild, auf dem über den Höhlenforscher Josef Kling berichtet wird, dass dieser 1910 nach einem heftigen Gewitter fast ertrunken wäre.

X - Wie viele bange Stunden dauerte es, bis er vom „Rachen des Koppenteufels“ freigelassen wurde?


Stage 2:

Der Weg spaltet sich kurz vor dem Höhleneingang. Rechts, der Felswand entlang, führt der "alte, aufgelassene Weg“, der nur noch auf eigene Gefahr begangen werden kann, zu einer präparierten Stelle mit einer kleinen Infotafel. Im Dachsteinkalk ist hier das Leitfossil, die sog. "Kuhtrittmuschel" (Megalodonten) mit prachtvollen Exemplaren zu (Sollte der Weg zur präparierten Stelle unzugänglich sein, kann für die Antwort ein Foto der Tafel über unser Profil angefordert werden.)


Y - Was für ein Meer war es, in dem die Magalodonten lebten? (zwei Wörter ohne Leerstelle)

Stage 3:

Am Höhlenineingang befindet sich neben einer Holzhütte für die Höhlenführer und einem echten Baumstamm, der zwischen Höhlendecke und -grund eingeklemmt ist, eine Art Marterl mit einem gemalten Bild. Es erinnert an den "Höhlendeserteur" Franz Engl, der sich 1776 dorthin geflüchtet hatte. Am Zaun neben dem Marterl ist ein Schild angebracht, dass die Höhle als Naturdenkmal ausweist.



Z - Bilde die Quersumme der Kat. Nr. (fünfstellig ohne Sonderzeichen), die neben der Naturdenkmalnummer 610 steht?

Aufgabe 2:

a) Wie hieß das Urmeer, in dem die o.g. Megalodonten lebten?
b) Vor wie vielen Millionen Jahren erstreckte es sich dort, wo sich heute der Dachstein erhebt?
c) Wie werden zu einer Säule zusammengewachsene Stalagmiten und Stalaktiten genannt?

Schreibe die Antworten in den Textteil der Lösungsmail.

Aufgabe 3

Zeichne den Käfer "Arctaphaenops angulipennis Meixner", so wie du ihn dir vorstellst. Füge die Zeichnung deinem Internetlog bei.


Bilde nun mit den an der Höhle gefundenen Antworten wie folgt eine Email-Adresse:

XYZ@gmx.at


Sende uns deine Lösungen bitte unbedingt mit deinem Geocaching-Namen im Betreff und deinen Antworten im Textteil ausschließlich an die gebildete Mailadresse. Bei mehreren Teams müssen alle Namen im Betreff aufscheinen. Wenn die Mailadresse richtig gebildet ist, kommt nach wenigen Minuten eine automatische Antwort in Form einer Abwesenheitsmitteilung (ggf. auch den Spamordner daraufhin überprüfen!). Sollte etwas bei den Antworten nicht passen, melden wir uns mit der Bitte um Nachbesserung. Logeinträge ohne Maileingang oder mit fehlender Zeichnung, sowie Logeinträge, die wir keiner Antwortmail zuordnen können werden nicht akzeptiert und dürfen gemäß der Richtlinien durch uns gelöscht werden.

Additional Hints (No hints available.)