Geschichte des
Lost Places
(Auszug aus
http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Köllmann)
Köllmann-Werke AG
Am 18. Juli 1904 gründete Gustav Köllmann in
Leipzig die Mechanische Werkstatt G. Köllmann GmbH und produzierte
ab 1905 vorwiegend Präzisionszahnräder. Die Firma, die am 8. Juli
1907 den neuen Namen Zahnräderfabrik Köllmann GmbH erhielt,
spezialisierte sich später auf die Herstellung von Kegelrädern für
Hinterachsen und Wechselgetriebe für die Automobilindustrie und war
damit die erste Spezialfabrik in Deutschland auf diesem Gebiet. Am
21. August 1912 wandelte Köllmann das Unternehmen mit Wirkung ab 1.
Januar 1912 in eine Familien-Gesellschaft, die Zahnräderfabrik
Köllmann-AG um. Diese Gesellschaft firmierte ab 19. Februar 1928
unter dem Namen Köllmann-Werke AG. Um die Verzahnungswerkzeuge, die
Köllmann für die Zahnradfertigung benötigte, selbst herstellen zu
können, gründete er 1919 in Leipzig die Köllmann Werkzeugfabrik
GmbH. Im Ersten Weltkrieg wurde für die Automobil-, Flugzeug- und
Luftschiffindustrie produziert. Die Köllmann-Werke lieferten seit
1927 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Getriebe-Gesellschaft mbH
Berlin die ersten synchronisierten Triebwagengetriebe für die
Deutsche Reichsbahn und andere europäische Eisenbahngesellschaften.
1931 übernahm Gustav Köllmann schließlich die Köllmann Maschinenbau
GmbH, die Maschinen- und Zahnräderfabrik seines Bruders in
Langenberg, und baute dort Langfräsmaschinen. 1935 gründete er in
der Oststraße 5 in Liebertwolkwitz bei Leipzig (heute Ostende 5 im
Leipziger Ortsteil Liebertwolkwitz) das Zweigwerk Köllmann-Getriebe
bau GmbH. 1941 übernahm Köllmann die Deutsche Getriebe-Gesellschaft
in Berlin. Köllmann wohnte zu dieser Zeit in einer Villa in der
Gohliser Friedensstraße 6. Im Zweiten Weltkrieg wurden in den
Werken, die zu 35 % dem Thyssen-Konzern gehörten und die über
500 Zwangsarbeiter beschäftigten, Getriebe für Rüstungszwecke
(Panzer, U-Boote, Flugzeuge) gefertigt.
Die Köllmann-Werke nach dem Zweiten
Weltkrieg
Das Leipziger Hauptwerk und die Werkzeugfabrik in der Torgauer
Straße 74 und 80 wurden nach Kriegsende, so wie viele andere
Rüstungsbetriebe, durch die sowjetische Besatzungsmacht demontiert.
Außerdem wurden die noch verbliebenen Teile des Leipziger Werks am
3. März 1948 verstaatlicht und der VVB Maschinenbau unterstellt.
Das Werk in Liebertwolkwitz firmierte ab 1. Juli 1946 als SAG für
Maschinenbau Köllmann-Getriebebau GmbH. Beide Betriebsteile wurden
schließlich 1958 mit der Maschinenfabrik G. E. Reinhardt
Buchdruck-Metallutensilien in der Connewitzer Waisenhausstraße 19
(heute Arno-Nitzsche-Straße) zum VEB
Fahrzeuggetriebewerke »Joliot Curie« Leipzig
zusammengeführt, der ab 1978 dem VEB IFA-Kombinat Nutzfahrzeuge
Ludwigsfelde unterstellt war. Nach der politischen Wende ging 1990
aus dem Connewitzer Werk das Zahnradwerk Leipzig hervor, das 1991
in die Liebertwolkwitzer Betriebsstätte verlegt und 1993 als
Zahnradwerke Leipzig GmbH reprivatisiert wurde. Allerdings erfolgte
1998 nach Liqiditätsproblemen die Gesamtvollstreckung. Nach
Gewährung von Krediten durch die Deutsche Ausgleichsbank konnte
dann schließlich 1999 die Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH
gegründet werden. In das von Otto Droge 1938 umgebaute
Fabrikgebäude in der Torgauer Straße zog nach umfassender Sanierung
das Stadtarchiv Leipzig ein. Den westdeutschen Betriebssitz
verlegte man 1949 nach Langenberg und 1951 nach Düsseldorf-Heerdt,
wohin auch die Produktion verlagert wurde. 1955 erfolgte die
Übernahme durch die Maschinenfabrik Ernst Thielenhaus, wo man 1964
die Getriebeproduktion und den Kompressoren-/Maschinenbau in einem
neuen Werk in Wuppertal vereinigte. Mit Neuorganisation der
Thielenhaus-Gruppe wurde 2002 die Zahnradwerk Köllmann GmbH als
Koellmann Airtec und Koellmann Gear in die Thielenhaus Technologies
GmbH eingegliedert.
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Zum Cache:
Wir schreiben das Jahr
1944. Der 2. Weltkrieg ist im vollen
Gange. Wohin man blickt Ruinen, Armut und zerstörte
Existenzen.
Viele Familien trauern um ihre, an der Front gefallenen
Väter,
Großväter und Söhne. Viele Fabriken werden auf die
Rüstungsindustrie umgestellt, um den Angriff und die Defensive
zu
stärken. Doch es fehlen die Arbeiter. Schließlich sind die
Deutschen Männer an der Front und kämpfen oder sind bereits
gefallen. Es gibt nur eine Lösung für die Regierung:
Zwangsarbeit!
Und so werden Arbeiter aus fremden Ländern unter
unmenschlichen
Bedingungen gezwungen, in den Fabriken zu arbeiten.
Nun zu Ihrer Aufgabe: Sie gehören einer kleineren Gruppierung
an,
die auch zu Kriegszeiten „neuartige“ Ansichten
vertritt
und diese umsetzt: Wunsch nach Frieden, Toleranz,
Gleichberechtigung und fairen Arbeitsbedingungen. Ihre Gruppe
besteht aus wenigen Mitarbeitern, agiert verdeckt. Hinweise
bekommen Sie von Informanten. Wie auch in diesem Fall: Der Mann auf
der
anderen Seite der Leitung sagte mit dumpfer, akzentreicher
Stimme: "Mischen Sie sich unter die Arbeiter um herauszufinden, wie
viele Zwangsarbeiter derzeitig im Werk beschäftigt
werden.

Was Sie brauchen:
UV-Lampe
Taschenlampe
Alte Kleidung (wird 100 %ig dreckig)
Stift und Notizblock
Weitere Hinweise:
Bitte geht mindestens zu zweit. Achtet
verstärkt auf Muggels.
Auch wenn dies ein Lost Place ist, sind sie dennoch häufig
anzutreffen.
Bitte nehmt folgenden Hinweis ernst: