Ein kleines Vorwort:
Da es in der letzten Zeit des öfter zu Beschwerden über die
D/T-Wertung gekommen ist möchte ich hier einmal auf das ClayJar System.
verweisen, dass jedem der ein Listing eröffnet als
Hilfestellung zur Cachebewertung angeboten wird.
Alle meine D/T-Wertungen lehnen an dem Bewertungsschema an.
Für alle die es nicht so mit dem Englischen haben können sich
auf der „neuen“ Seite der deutschen Reviewer “
gc-reviewer.de“ “ unter ->Hilfe,Tipps und Tricks->
Schwierigkeit-/Geländewwertung dieses System auch auf Deutsch
ansehen und nutzen. 
Aber nun zum Listing.
Die Listing Koordinaten sind natürlich nicht die
Finalkoordinaten. sie sind die rechnerische Mitte von
Mystery-Village. 
Der Cache selber liegt in einem bereits bekannten Wald
(Hunderunde) in Rorup. Er liegt unmittelbar an einem nicht so oft
genutzten Seitenarm (Waldweg) der Hunderunde und ist sogar
dornenfrei.
Nach dem die ersten beiden Teile einen sehr kleinen Überblick
gegeben haben, wo mit sich die Energieberatung befasst, werde ich,
auf Anfrage (bitte), in diesem Teil einen weiteren kleinen Einblick
geben.
Hier möchte ich zeigen, wie man Wärmeverluste rechnerisch (zur
Abwechslung mal eine Aufgabe von mir, wo man rechnen darf
)erfassen kann.
Hierbei werde ich auf die Ökologische Seite (Wahl von
Dämmstoffen, Recycling Fähigkeit, PEI (Primär Energie Index),
Co²… nicht eingehen, weil das Listing sich sonst ein wenig
in die Länge ziehen würde…
Wenn der Wunsch geäußert wird, kann ich auf solche Themen in
Tradi-Listings eingehen. Ich habe gerade ein paar (etwa 100)
Filmdosen bekommen. Könnte aber ein wenig dauern bis zur
Erscheinung. Wie gesagt, auf Wunsche (eventuell direkt Wunsch z.B.
Baustoffe, Dämmung, Leitungsverluste, Taupunktberechnung, Auslegung
von Solar-Thermischen Anlagen/PV-Anlagen…) anfragen und ich
schaue mal was ich da machen kann. 
Was bei einem Neubau noch einfach ist kann sich bei einem
Bestandsgebäude (sind alle Gebäude vor 1979 bzw. alle Gebäude vor
der ersten Wärmeschutzverordnung) schon etwas Schwieriger. Bei
einem Neubau kennt man den Konstruktionsaufbau der Bauteile und
kann auf viele Tabellen oder Herstellerangaben zurück greifen um
genaue Zahlen für die Berechnung zu kommen. Oder man greift auf
Normwerte zurück.
Im Gebäudebestand kann sich das etwas schwieriger gestalten, da
sich im Laufe der Jahrhunderte und Jahrzehnten auch die
Konstruktionen und die Baustoffe geändert haben…
Einen groben Überblick, wie viel Wärme bei den einzelnen Bauteilen
verloren geht, kann man in der Gebäude Typologie (z.B. der IWU)
bekommen. Dort sind typische Konstruktionen und durchschnittliche
Wärmeverlust, Flächengrößen,…, hinterlegt. Was aber bei
einer Energieberatung eigentlich nur eine Richtung zeigen sollte
und kann.
Besser und richtig für die Bewertung ist auf jeden Fall eine
objektbezogene Aufnahme. So kann man aufgrund von Raum-, Außen- und
Bauteiloberflächentemperaturen recht schnell den U-Wert (früher
einmal k-Wert) ermitteln, mit den man die Wärmeverluste ermitteln
kann.
Auf Grund dieser Berechnungen und Aufnahme, kann man dann
entscheiden, was und wie man das Gebäude energetisch aufwerten
kann.
Wie berechnet man nun die Wärmeverluste?
Für die Berechnung benötigt man
- Die Wärmeleitfähigkeit lambda (gesprochen klein Lambda)
eines Stoffes -er gibt an, wie viel Wärme durch 1m² eines 1m langen
Bauteils in einer Sekunde bei 1Kelvin (1 Grad) Temperatur
unterschied auf beiden Seiten hindurch wandert.
W/(m*K)
- Den Wärmedurchlasskoeffizient Lambda (gesprochen goss Lambda)-
da eine Schicht in der Regel dünner als ein Meter ist, gibt dieser
Wert an wie viel Wärme durch 1m² einer Dicke (d), in Metern,
hindurch wandert. Lambda = lambda/d (W/m²*K)
- Den Wärmedurchlasswiderstand R – er ist eigentlich der
Kehrwert des Wärmedurchlasskoeffizienten. Er gibt an, mit wie viel
Widerstrand der Stoff der Wärme entgegen setzt.
R= d/lambda (m²*K/W).
Bei mehrschichtigen Bauteilen werden die einzelnen Schichten
addiert. R= d1/lambda1+ d2/lambda2 +...
Hierbei ist anzumerken, dass bei zusammengesetzten Bauteilen wie
Dächern, Fachwerkbauten und Fenstern sich im Zuge der
Europäisierung die Berechnung geändert hat. Ich werde darauf,
zwecks Vereinfachungen, nicht eingehen. Sage nur so viel, dass
solche Bauteile früher über den Prozentualen Weg ermittelt wurden.
Heute fliesen in die Berechnung weitere Faktoren mit ein. Wenn man
diese hier mit einbaut würde es zu aufwendig und kompliziert. Man
kann aber so viel sagen, dass sich der U-Wert im Allgemeinen
verschlechtert hat.
- Den Wärmeübergangswiderstand Rs, ist der Widerstand den
die Luftschichten der Wärme bei ein und austreten durch den
Baustoff entgegensetzen. Die Wärmeübergangswiderstände für innen
sind mit Rsi und für außen Rse angegeben. Es sind
genormte Werte die sich nach der Wärmestromrichtung richten
(Aufwärts, Abwärts und Horizontal).
- Den Wärmedurchgangswiderstand RT setzt sich aus Rsi,
R und Rse zusammen. Hier kann man sagen, je größer der Wert
ist, desto besser die Wärmedämmung.
Das war die Zusammenfassung wie es funktioniert.
Nun folgt eine kleine vorzeige Rechnung.
Hierbei wollen wir den U-Wert einer Außenwand berechnen.
Zur Vereinfachung werde ich hier auf die Werte (W, K, W/m²…)
verzichten.
Die Wand setzt sich so zusammen.
| Material/ Stoff |
Rohdichte t/m³ |
Schichtdicke (cm) |
Wärmeleitfähigkeit W/(mk)
(lambda) |
| Innenputz |
|
1,5 |
0,7 |
Wärmedämmziegel in
Normalmörtel |
0,8 |
17,5 |
0,26 |
| Dämmung |
|
12 |
0,035 |
| Luftschicht |
|
1,5 |
0,17 (nach Tabelle) |
| Klinker |
1,8 |
11,5 |
0,68 |
|
Wärmeübergangswiederstände |
| Rsi (innen) |
0,13 |
| Rse (außen) |
0,04 |
RT =0,13+0,015/0,7+ 0,175/0,26+ 0,12/0,035 + 0,015/0,17 +
0,115/0,68+ 0,04
RT=0,13+0,021+0,673+3,428+0,088+0,169+0,04
RT=4,549
U=1/ RT
U=0,2198285
U=0,22
Der Wert wird immer mit 2 Stellen nach dem Komma angegeben und
wird immer verschlechtert, das heißt aufgerundet.
So, jetzt haben wir den U-Wert des Bauteils. Aber was sagt
er aus?
Zunächst sagt er aus wie gut oder schlecht die
„Dämmwirkung“ des Bauteils ist. Je niedriger der U-Wert
desto besser ist die Wärmedämmung. Das heißt, ein U-Wert von 0,22
ist besser als ein U-Wert von 1,3 (Kommt z.B. bei
„mittelmäßigen“ (Standard-) Fenstern vor). Desweiteren
gibt er auch nur den momentanen (pro1sec bei 1K) Wärmefluss
an…
Aber wie viel Wärme geht jetzt im Jahr durch das
Bauteil?
Dazu wird in der ENEV mit einen Standard-Klima (30ig-Jähriges
Mittel) (daher können bei Energieausweisen für Neubauten auch
Schwankungen von +/-30% zum Errechneten Wert auftreten.)
gerechnet.
Der Energieberater rechnet mit Korrekturwerten (welche vom
Bundeswetteramt gestellt werden) bzw. mit Daten von Lokalen Wetter
Stationen. Ferner rechnet er mit einer Heizgrenze von 15°C (bei
Neubauten mit 12°) und einer Raumtemperatur von 20°C. (ENEV
10/19)
Also braucht man noch einen Wert um die jährlichen Wärmeverluste
zu berechnen. Diesen Wert nennt man Gradtagzahl(Gt). Dieser Wert
ist das Produkt der Zahl der Heiztage (alle Tage unter der
Heizgrenze) und dem Unterschied zwischen der mittleren
Innentemperatur und der mittleren Außentemperatur aller mittleren
Tagestemperaturen.
Hier in der Region (Wetterstation Münster/Osnabrück) sind es bei
Gt 15/20, 267 Heiztage und eine Gradtagzahl von 3456 (ages; Mittel
aus 17 Jahren). Dieser Wert wird mit einem Korrekturwert von 0,024
multipliziert um am Ende den Wärmeverlust in Kwh/a zu erhalten.
Wenn man also wissen will wie viel Energie im Jahr durch das
Bauteil verloren geht, rechnet man es wie folgt.
| U-Wert*Bauteilfläche* Gt*0,024 |
Wenn man bei dem Bauteil von oben annimmt, das es eine Fläche von
126m² hat. Kommt man auf dieses Ergebnis.
| 0,22*126*3456*0,024= 2299,2077 |
Das heißt pro Jahr gehen 2299,2077 Kwh Wärme verloren. Oder
anders, es werden rund 230l Heizöl bzw.230m³ Gas(die Norm sieht für
10kwh 1L Öl bzw. 1m³ Gas vor) benötigt um den Temperaturverlust
auszugleichen.
So, nach dieser mal wieder etwas längeren Einleitung kommt
jetzt eure Aufgabe.
| Material/ Stoff |
Rohdichte t/m³ |
Schichtdicke (cm) |
Wärmeleitfähigkeit W/(mk) (lambda) |
| Innenputz |
|
1,5 |
0,7 |
Wärmedämmziegel in
Normalmörtel |
0,8 |
17,5 |
0,26 |
| Dämmung |
|
4 |
0,04 |
| Wärmeübergangswiederstände |
| Rsi (innen) |
0,13 |
| Rse (außen) |
0,04 |
Wandfläche 126m²
Gradtagzahl 3456
Frage A: Welchen U-Wert hat die Wand?
(Hier bitte alle RT-Werte komplett in den Speicher des
Taschenrechners übernehmen und den U-Wert erst an der dritten
Stelle aufrunden (Beispiel: U=0,12345 wird zu 0,124)
Frage B: Wie viel Liter Heizöl werden benötigt um die
Verluste auszugleichen?
(Mit dem Ermittelten Wert (x,xxx) weiter rechnen und die Liter auf
eine volle Literzahl aufrunden)
Die Lösung erhaltet ihr dann so
Nord 51°53.A*1000+249
Ost 007°16.B-315
Deine Lösung für die Koordinaten dieses Rätsels kannst du auf
überprüfen.
Ich wünsche allen viel Spaß beim rechnen und
Happy Hunting