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Letzte (Un)Ruhestätte Multi-Cache

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Rabauken: Hier ist erstmal Schluß

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Hidden : 9/25/2010
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Warum die Hansalinie um Clüversborstel einen kleinen Bogen macht

Alo Freiherr von Hammersteins Grab sorgte 1934 für Probleme beim Autobahnbau

 


Das hätte sich Alo Freiherr von Hammerstein-Loxten nun wirklich nicht träumen lassen. Damals, in den 20er Jahren. Als er auf seinem eigenen Grund und Boden ein idyllisches Plätzchen als letzte Ruhestätte wählte. In seinem geliebten Wald wollte der Baron begraben sein, lediglich das Rauschen der Blätter sollte den Clüversborsteler  Gutsherrn in die Ewigkeit begleiten. Niemals wäre er auch nur auf den Gedanken gekommen, dass heute 40-Tonner seine sterblichen Überreste im Sekundentakt erschüttern.

Zwischen der Grabstätte und der Autobahnlinie A1 passen heute noch einige Fichten, mehr nicht und es werden immer weniger. Dort, wo einst Stille und Abgeschiedenheit genossen werden konnten, ziehen nun Blechlawinen mit lautem Getöse vorbei. Alo Freiherr von Hammerstein-Loxten ist wahrlich nicht zu beneiden.


Glücklicherweise meinte es wenigstens das Leben gut mit dem honorigen Herrn, der auf die Sonnenseite des Lebens geboren wurde. Am xx.xx .xxxx kam der Baron als Alexander Wilhelm Karl Martin von Hammerstein-Loxten in Göttingen zur Welt. Später studierte er an der Forstakademie in Münden. Am 21. November 1891 heiratete er schließlich die sechs Jahre ältere, bürgerliche, überaus wohlhabende Caroline Constanze, geboren am  xx.xx.xxxx in Böcking aus Abentheuer über Birkenfeld-Nahe. Sie stammt aus sehr wohlhabendem Hause, besaß sie doch einen großen holzverarbeitenden Betrieb, in dem Telegrafenpfähle und Parkettfußböden hergestellt wurden. Außerdem war sie Hauptaktionärin der Hamburg-Wiener Gummiwerke (später Phönix Werke), besaß ein Eisenwerk in Dillingen und große Ländereien in Argentinien (500.000 Morgen).


Beide erbten das Gutshaus in Clüversborstel, das im Besitz der Familie von Hassel, der Familie seiner Mutter, war. 1918 zog das Paar nach einigen Umbauarbeiten ein und lebte fortan ein harmonisches und zufriedenes Leben. Vier Hausangestellte, sogar ein Chauffeur und ein weiterer Gehilfe gehörten zum Haushalt. Das Personal, das vom kinderlosen Gutsherrenpaar ausgesprochen bevorzugt behandelt und zu Weihnachten stets üppig beschenkt wurde, mochte seine Herrschaften sehr.


Umso größer die Trauer, als der Baron, xx-jährig, schließlich am xx.xxtag des Jahres xxxx nach kurzem Leiden starb. Jedoch nicht, ohne zuvor mit seiner Frau über das Anwesen spaziert zu sein, um sich eine geeignete Grabstelle zu suchen. Sie hatten ein besonders lauschiges Plätzchen unter rauschenden Baumwipfeln gewählt, doch der Ort war sehr lehmhaltig und deshalb ungeeignet für Bestattungen. Genauso ungeeignet entpuppte sich der alternative Ort, allerdings erst vier Jahre später. Der Bau der Reichsautobahn Bremen-Hamburg stand an und mit den Plänen der Trassenführung in der Hand, erschien die Bauleitung bei Caroline von Hammerstein-Loxten.


Die Herren baten die Baronin, ihren Mann umzubetten, denn die Autobahn sollte exakt über das Grab führen. Die Baronin verwehrte sich jedoch entschieden gegen diese in ihren Augen abstruse Idee, und mit ihrem Eigensinn setzte sie schließlich durch, dass die Autobahn verlegt wurde. Nicht umsonst macht die Hansalinie hinter der Anschlussstelle Stuckenborstel in Richtung Bockel einen großen nord-westlichen Bogen.


Doch kaum hatten die Arbeiten begonnen, bereute die Baronin auch schon ihren Starrsinn. Sie sagte dass sie einen großen Fehler gemacht habe. Sie mochte gar nicht mehr an das Grab ihres Mannes gehen, weil ihr dort immer zu viele Arbeiter und zuviel Lärm waren. Nichtsdestotrotz pilgerte Caroline weiterhin jeden Tag in Richtung Autobahn - dorthin, wo schließlich auch sie der Erde übergeben wurde. Am xx. xx. xxxx war sie, xx-jährig, an einem wunderschönen Spätsommertag während einer Bootspartie in der Wieste ertrunken.
Drei Tage später wurde sie neben ihrem Ehemann in direkter Nähe zur Autobahn beigesetzt. Heute erinnern ein  Kreuz und zwei Grabplatten an das Ehepaar.


Parken könnt ihr da:    N53°07.951 E9°13.741

In der Nähe der Parkkoordinate befindet sich das Gutshaus der Hammersteins. Das Gelände des Gutshauses muss nicht betreten werden und bitte nachts nicht in die Fenster leuchten. An der Südfassade befinden sich einige bleiverglaste Fenster.        

A = Anzahl Bleiglasfenster

B = Hausnummer 

C = Anzahl der Scheiben der 6erFenster

D = Anzahl der Scheiben der 9erFenster

E = große Straße nahe der Grabstelle

Die Grabstelle findet Ihr bei:

N53°07. B*D-C E9°13.E-D+B

 

An der Grabstelle ist nichts versteckt. Von hier aus gepeilt findet man den Final in:

Lebensjahre Baron - Geburtstag Baronin - Geburtsmonat Baronin = XX°

Lebensjahre Baronin - Geburtstag Baron - Sterbetag Baron = YY Meter

Additional Hints (Decrypt)

Süe qvr Orerpuahat oraögvtg zna nyyr Haorxnaagra(N ovf R), nhpu jraa rf refg avpug fb nhffvrug.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)