Hier in Dahlheim-Rödgen befindet sich der
letzte vollständig erhaltene Westwallbunker des Kreises Heinsberg.
Er befindet sich auf einem Firmengelände und ist auch als ein
firmenzugehöriges Gebäude getarnt. Direkt an ihm angebaut wurde das
Pförtnerhaus. Die Aufbauten auf dem Bunker wurden erst nach dem
Krieg errichtet. Der Kampfraum mit Schießscharte ist von aussen mit
Efeu bewachsen und nur durch genaues hin sehen zu erkennen (neben
der später angebrachten Leiter).Links vom Kampfraum wurde ein
Metalltank errichtet. Der Bunker wird nicht von dem Unternehmen
(z.B. als Lagerraum) genutzt, sondern er steht leer.
Die Anlage ist, was die Einbauteile ( Türen
und Panzerplatten) betrifft noch vollständig erhalten; die
Inneneinrichtung ist jedoch ausgebaut. Der Bunker hatte die
Aufgabe, die vom Bahnhof Dahlheim durch das Tal des
Helpensteinerbaches nach Rödgen führende Strasse zu sichern. Ende
Februar 1945 kam auch das Ende für die Westbefestigungen in diesem
Abschnitt. Als Verteidigungsanlagen waren sie durch das
amerikanische Vorgehen weiter östlich über Wegberg in Richtung
Venlo wertlos geworden.
Die hier eingesetzten deutschen Einheiten
hatten sich vor der drohenden Umfassung durch die Amerikaner in
östliche Richtung abgesetzt. Es handelt sich hierbei um
einen Doppelgruppenunterstand mit
angehängten Kampfraum (Regelbau 11).
Ob der Bunker nach dem Krieg schlicht
vergessen, oder wegen der Nähe zu den Firmengebäuden nicht
gesprengt wurde ist unbekannt.
Der Bunker ist leider (oder auch besser so)
nicht öffentlich zugänglich. Im September 2010 hatten wir die
Gelegenheit, diesen Bunker mit Vertretern der Unteren
Denkmalbehörde der Stadt Wegberg zu besichtigen, und waren
überrascht vom guten Zustand der Anlage. Dabei entstanden auch die
beigefügten Bilder.
Der Bunker befindet sich: N 51° 08.813 E 6°
11.040
Zum Bergen des Caches muss das Firmengelände
nicht betreten werden.
