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Diabas und Roteisenstein EarthCache

Hidden : 10/6/2010
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Parken kann man bei N 50°28.231 E 008° 23.481 bei den Tennisplätzen bzw. dem Sportplatz.
Ab hier sind es ca. 200 Meter zur Aussichtsplattform des Steinbruchs. Rollifahrer sollten sich eine Begleitung mitbringen, da es teilweise etwas steil ist.

Bitte haltet euch an die Hinweise auf den Schildern am Eingang des Steinbruchgeländes. Das ist ein aktiver Steinbruch in dem Diabas abgebaut wird. Kinder sollten beaufsichtigt werden.


Blick vom Steinbruch zum Großen Feldberg (881,5 mNN), der höchsten Erhebung im Taunus und im gesamten Rheinischen Schiefergebirge
siehe unten

Der Begriff Diabas kommt aus dem Griechischen (diabaino) und bedeutet so viel wie hindurchgehen.
Diabas ist ein magmatisches Ergussgestein (Vulkanit) und gehört der Basaltgruppe an. Sogenannter Paläobasalt. Die Silbe Paläo- kommt aus dem Begriff Paläozoikum (Erdaltertum).
Im Gegensatz zum Basalt sind die mineralischen Zusammensetzungen beim Diabas verändert. Die Bestandteile Augit und Olivin (Basalt) sind durch Chlorit und Serpentin (Diabas) ersetzt und verleihen dem Stein eine graugrüne Farbe. Daher wird Diabas auch als Grünstein bezeichnet.

Die Entstehung der Diabasvorkommen hier in diesem Steinbruch bzw. die Enstehung des gesamten Lahn-Dill-Gebietes und Umgebung begann vor ca. 400 Mio. Jahren. Das war in der sogenannten Devonzeit.
Dieses Gebiet lag damals am Südrand eines Urkontinentes (Old-Red-Kontinent) am Meeresgrund eines Flachmeeres. Allerdings befand sich das Gebiet etwas südlich vom Äquator. Somit herrschten dort tropische Bedingungen.
siehe unten

Durch Dehnungsprozesse in der Erdkruste (Kontinentalverschiebung) entstanden auf dem Meeresgrund beckenförmige Eintiefungen, u.a. das Lahn- und das Dillbecken. Die ebenfalls entstandenen Risse reichten bis in den Erdmantel aus denen dann magmatische Gesteinschmelzen bis zum Meeresboden aufstiegen. Vielfach reichten diese untermeerischen Vulkane bis über die Meeresoberfläche hinaus.
Durch das tropische Klima entstanden rund um diese Vulkaninseln bzw. an den Untiefen unterseeischer Vulkane riesige Korallenriffe, die heute als versteinerte Riffkörper erhalten sind.
Die Kalkvorkommen in der Gegend (devonischer Massenkalk) und der Lahnmarmor (z.B. Marmorbruch Unica) sind ebenfalls bei diesem Prozess entstanden.

Durch Verwitterungsvorgänge unter der Meeresoberfläche entstanden Auswaschungen und Hohlräume im Diabasgestein. Diese Hohlräume bzw. lockeren Sedimentschichten wurden von sauerstoff- und eisenhaltigem Meerwasser durchspült und durch pysikalisch-chemische Umwandlungen nach und nach mit dem entstandenen Roteisenstein gefüllt (Fe2O3).
Später, lange nachdem diese Prozesse abgeschlossen waren, in der Oberkarbonzeit (vor 322 bis 290 Mio. Jahren) begann die sogenannte variszische Gebirgsbildung.
Dabei wurden ursprünglich flach abgelagerte Gesteinseinheiten gefaltet, umgelagert, zerbrochen und geschiefert.
siehe unten

Das Rheinische Schiefergebirge, zu dem auch der Taunus und der Westerwald gehören, entstanden durch diese gigantischen Kräfte der Kontinentalverschiebung. (Variszische Gebirgsbildung)

In der Folgezeit wurde das entstandene Gebirge über dem Meeresspiegel allmählich abgetragen und stark eingeebnet.
Im späten Erdmittelalter bis zur frühen Erdneuzeit unterlag die Landoberfläche sehr starken Verwitterungsvorgängen unter tropisch feuchtem Klima.
In der Tertiärzeit wurde diese Verwitterungsrinde durch tektonische Hebungsbewegungen fast vollständig abgetragen.
So entstand im Grunde das heutige Landschaftsbild.

Die Roteisenerzlager wurden in der Gegend bis vor wenigen Jahren bzw. Jahrzehnten in vielen Eisenerzgruben abgebaut. Wegen mangelnder Rentabilität wurde der Abbau eingestellt.

Der hier abgebaute Diabas wird überwiegend zu Sand, Splitt, Schotter, Rauhschlag, Bruchsteinen usw. und auch zur Asphaltbeimischung genutzt.

An der nördlichen Wand des Steinbruches kann man die Roteisensteinbereiche recht gut erkennen.

Um diesen Earthcache zu loggen, müssen folgende Fragen beantwortet werden:

1: Welche Zeitspanne gibt die Schautafel vor Ort für das Devon an?
2: Das Diabasgestein wird im Steinbruchgebiet zerkleinert. Welche Brecheranlagen werden in den 3 Zerkleinerungsstufen eingesetzt?
3: Der Begriff des genannten Old-Red-Kontinents ist eher veraltet. Welche Bezeichnung(en) gibt es noch? Internetrecherche!
4: Direkt vor der Schautafel „Die Entstehungsgeschichte des hier gewonnenen Diabasgesteins“ liegt ein Gesteinsbrocken.
Um welchen Stein handelt es sich?
Mit allen bereits gelesenen Informationen in der Cachebeschreibung und auf den Schautafeln, dürfte die Antwort nicht schwer fallen!

Wir freuen uns über Bilder, die ihr vor Ort macht.
siehe unten
Dies ist allerdings optional und keine Logbedingung.

Ihr könnt direkt loggen, sollte etwas nicht stimmen melden wir uns bei dir/euch.

Additional Hints (Decrypt)

Fpunhg rhpu qvr Fpunhgnsrya na. Süe Sentr qerv uvysg rvar orxnaagr Fhpuznfpuvar omj. rvar orxnaagr Bayvar-Ramlxybcäqvr.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)