Einige Tipps vorab:
Am besten bewanderst du das Bogendreieck zu Fuß. Man könnte im
Bogendreieck parken, das sollte aber nur eine Notlösung für Leute
sein, die nicht so gut zu Fuß sind, alle anderen können hier parken
N 50° 42.571 / O 012° 22.702. Im Bogendreieck kannst du dich auf
den normalen Wegen frei bewegen. Du wirst einige Gärten und Häuser
finden. Auch wenn die Häuser alt und verlassen erscheinen, solltest
du sie nicht betreten, da sie zum Teil doch noch bewohnt sind. Auch
die zum Teil offenen Gärten sollten nicht betreten werden. Bitte
denke auch daran, wenn du mit Kindern unterwegs bist, das du dich
in der Nähe von Gleisanlagen befindest, welche nicht betreten
werden dürfen. (die Züge fahren hier z.T. bis zu 100 km/h) Auch die
Bahnübergänge sollten schnell überschritten werden. Der Cache
selbst liegt auf neutralem Boden und ist leicht zugänglich.
[STIFT NICHT VERGESSEN]
Zur Geschichte:
Das Bogendreieck bei Werdau ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt
in welchem die Bahnstrecke Dresden–Werdau in die Bahnstrecke
Leipzig–Hof einmünden. Hier gibt es keinen Bahnhof oder
Haltepunkt, dadurch ist ein direktes Um- und Aussteigen an diesem
Ort nicht möglich. Mit der Fertigstellung der Sächsisch-Bayrischen
Staatseisenbahn von Leipzig aus bis Werdau am 6. September 1845
wurde gleichzeitig auch der 8,10 km lange Abzweig nach Zwickau mit
in Betrieb genommen. Mit der weiteren Inbetriebnahme der Trasse in
Richtung Reichenbach am 31. Mai 1846 ging das spätere Bogendreieck
als einfacher Abzweig in Betrieb. Für den Anschluss der
projektierten Hauptstrecke von Dresden aus waren ursprünglich drei
verschiedene Anschlusspunkte an die 1855 eröffnete
Sächsisch-Bayrische Staatsbahn in Erwägung gezogen worden. Für den
Kohleverkehr aus dem Lugau-Oelsnitzer Becken wurden vor allem die
Bahnhöfe Werdau oder Gößnitz als Anschlusspunkte für wichtig
erachtet. Werdau war ideal gelegen, um Züge nach Süden Richtung Hof
zu leiten, Gößnitz erschien jedoch günstig für den Weg nach
Leipzig. Als dritte Variante wurde seinerzeit noch Crimmitschau als
Anschlusspunkt untersucht. Letztlich entschied man sich für eine
Trassenführung nach Zwickau sowie einer in Schönbörnchen bei
Glauchau abzweigenden Verbindungsbahn nach Gößnitz. Am 25. Juni
1855 begann der Bau der Verbindungsbahn nach Gößnitz, am 15.
November 1855 auch der Bau der Haupttrasse in Richtung Zwickau. Am
15. November 1858 wurden die beiden neuen Strecken eröffnet. Schon
vorher war am 1. Januar 1856 der zweigleisige Verbindungsbogen
Zwickau–Neumark an der vormaligen Abzweigstelle Werdau in
Betrieb gegangen, welche nun als Bogendreieck Werdau bezeichnet
wurde. Über zehn Jahre später, am 1. März 1869, konnte die
durchgehende Verbindung von Dresden mit dem Lückenschluss zwischen
Freiberg und Flöha vollendet werden. Seitdem besitzt das
Bogendreieck Werdau seine überregionale Bedeutung als Nahtstelle im
Eisenbahnverkehr.
Wer noch mehr Lust auf Eisenbahngeschicht hat, der sollte auch
gleich noch beim "Alter Ringlokschuppen Werdau" - GC2W4V8 vorbei
schauen.