Der Fresekenhof ist ein ehemaliges ursprünglich aus dem 14.
Jahrhundert stammendes und im 17. Jahrhundert neu errichtetes
ehemaliges Burgmannenhaus in Neheim
Fresekenhof
in Neheim
Das Gebäude stammt ursprünglich aus den 1360er Jahren. Vor dem
Hintergrund kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen der
Grafschaft Arnsberg und der Grafschaft Mark wurden zu dieser Zeit
die Befestigungsanlagen der Neheimer Burg verstärkt. Dazu wurde
unter anderem auch der Fresekenhof auf der Stadtmauer errichtet.
Zusammen mit dem nördlich gelegenen Schüngelschen Burghaus sicherte
das Gebäude das nach Westen gerichtete Stadttor. Auch am heutigen
Gebäude machen etwa Stadtmauerreste noch den ehemaligen
Wehrcharakter deutlich.
Nach dem Übergang der Grafschaft Arnsberg an das Kölner Erzbistum
vergab der Landesherr Friedrich III. am 28. August 1377 das Haus
zusammen mit Landbesitz an den Burgmann Wilhelm Freyseken. Dieser
stammte aus dem Rittergeschlecht von Nihem. Später wurde die
Familie Freseken genannt.
Bis ins 16. Jahrhundert blieb das Gebäude in Familienbesitz. Neuer
Besitzer wurde Hauptmann Israel, einer der Mitbegründer der
Schützenbruderschaft St. Johann Baptist von 1607. Im Jahr 1633
wurde der Fresekenhof von schwedisch-hessischen Truppen
zerstört.
Nächster Besitzer wurde Ferdinand Lothar von Bönnighausen, Obrist
in kurkölner Diensten und illegitimer Sohn von Feldmarschall Lothar
Dietrich von Bönnighausen Der neue Besitzer ließ das Gebäude 1688
auf den Grundmauern und unter Verwendung des erhaltenen Gewölbes
des Vorgängerbaus neu errichten. In den nächsten drei Generationen
blieb der Besitz in der Familie Bönnighausen.
Im Jahr 1699 ging es in den Besitz des Kammerherren und Hofrates
Friedrich von Wrede-Lohe über. Den folgten 1718 Generalmajor Stephan Christian von Folleville. Nach dessen Tod bewohnte den
Fresekenhof seine Witwe ehe sie 1749
ermordet wurde. Clemens Lothar von Fürstenberg zu Herdringen erwarb
das Gebäude 1766. Damit verbunden waren 208 Morgen Land und das
Jagdrecht. Nach 1807 diente das Haus als Witwensitz. Außerdem wurde
es zwischen 1802 und 1892 als Gerichtssitz vermietet. Im Jahr 1820
wurde das Wohnhaus im klassizistischen Stil umgestaltet. Nach dem
das Gericht ausgezogen war, wurde der Fresekenhof bis 1918 Sitz einer staatlichen
Oberförsterei. Nach dem zweiten Weltkrieg beherbergte es bis 1955
Flüchtlingsfamilie, später ein privates Museum und
Lagerräume.
Bemühungen des Freiherren von Fürstenberg um eine Neunutzung etwa
als Hotel oder Museum zerschlugen sich mit dem Bau der
Bundesautobahn 46 direkt hinter dem Fresekenhof. Im Jahr 1980
beschloss der Rat der Stadt Arnsberg den Ankauf des Gebäudes und
die Einrichtung eines Bürgerhauses.
Heute nutzt die Stadt Arnsberg das Kaminzimmer im Gebäude für
kleinere Empfänge und als Trauzimmer für standesamtliche
Eheschließungen. Weitere Nutzer sind die örtliche
Schützenbruderschaft, der Jägerverein und der Heimatbund
Neheim-Hüsten. Außerdem befindet sich dort einige ständige
Ausstellung über Franz Stock
Auf dem Hof des Burghaus Freseken findet das Vogelschießen zum
Schützenfest statt.
Quelle:Wikipedia