Figgen-Kreuz
Der Zweite
Weltkrieg hinterließ schreckliche Spuren der Zerstörung. 50 bis 55
Millionen Menschen verloren zwischen 1939 und 1945 weltweit ihr
Leben. Mehr als 24 Millionen Soldaten kehrten aus dem Krieg nicht
mehr heim, darunter 3,2 Millionen deutsche Soldaten. Sie opferten
ihr Leben für das Vaterland.
Ihre Angehörigen
durchlebten Jahre voller Angst. Sie beteten und hofften, dass sie
ihre Männer, Söhne und Brüder unversehrt wiedersehen. Auch
Bernhardine Hesse aus Welschen Ennest, die nach dem frühen Tod
ihres Mannes acht Kinder allein großziehen musste, betete und
hoffte. Von ihren sechs Söhnen mussten gleich fünf in den Krieg.
Nur Sohn Paul wurde als Landwirt nicht eingezogen. Als der Krieg
endlich zu Ende war, kehrten alle fünf Söhne heil zur Mutter,
Bruder Paul und den Schwestern Maria und Elisabeth auf den
Bauernhof nach Welschen Ennest zurück. Die Freude in der Familie
war sehr groß, doch noch größer war die Dankbarkeit. Dieses
Dankbarkeitsgefühl brachte Paul Hesse ein Jahr später dazu, am
südlichen Ortsrand auf der großen Apfelwiese des früheren
Bauernhofes ein Gedenkkreuz zu bauen.
Für Bernhardine
Hesse hatte dieses Kreuz, das wegen des Hausnamens
„Figgen-Kreuz“ genannt wurde, eine große Bedeutung. Sie
konnte es von ihrem Fensterplatz aus sehen und dankte Gott jeden
Tag, dass er ihre Söhne beschützt hat.
Links und rechts
vom restaurierten Kreuz, das mit einem Blumenbeet geschmückt ist,
stehen zwei Ruhebänke. Sie laden ein, den herrlichen Ausblick auf
die Ortschaft Welschen Ennest zu genießen. Eine Gedenktafel gibt
Aufschluss über den Ursprung des Kreuzes.
Quelle: SWA