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flachgedrückte Cephalopoden EarthCache

Hidden : 11/5/2010
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:

Willkommen an der Hirschberger Schiefergrube Madfeld 2 (Marsfeld 2)! Ihr habt ab dem Parkplatz bis hierhin nur wenige hundert Meter Fußmarsch zurückzulegen.

An dieser Stelle wurde um 1856 und in den Jahren 1946 bis 1948 Schiefer abgebaut.

Bei dem hier aufgeschlossenen im Allgemeinen als Schiefer bezeichneten Gestein, handelt es sich im engeren Sinn um Tonschiefer, der in der geologischen Zeit des höheren Unterkarbons (Karbon = Steinkohlenzeit, 355-290 Mio. Jahre vor unserer Zeit) gebildet wurde. In dieser Zeit war das Hirschberger Gebiet vom Meer überflutet. Der Meeresraum gehörte dem Kulm - Becken an. Daher werden diese Tonschiefer auch als Kulm Tonschiefer bezeichnet. Die Kulm Tonschiefer setzen sich aus tief- bis blauschwarzen, dunkel- bis blaugrauen, häufig fein gebänderten, teils milden, teils festen und splitterlich brechenden, auch kieseligen, engständigen geschieferten Alaunschiefern und Tonsteinen zusammen. Ein meist vorhandener Gehalt an diffus verteiltem Schwefelkies ruft ockergelbe Anlauffarben hervor. Zum Teil sind in die Tonschiefer nur wenige Zentimeter dicke Bänder von Kieselschiefern eingelagert.

An Fossilien enthalten die Kulm Tonschiefer mitunter flachgedrückte Cephalopoden (Kopffüßler, Verwandte der heutigen Tintenfische). Zum Teil massenhaft kommt die kleine Muschel Posidonia becheri Bronn vor. Des Weiteren findet sich unbestimmbares Pflanzenhäcksel.
In der asturischen Phase der variscischen Gebirgsbildung (vor 300 Mio. Jahren) wurden die Schichten gefaltet. Dabei entstanden in nordwestlicher Richtung verstellte Falten (Sättel und Mulden) und Verwerfungen. Die nähere Umgebung von Hirschberg liegt im Bereich des Warsteiner Sattels, dessen Achse südwest - nordost gerichtet ist. Bei dem Faltungsvorgang wurden die Steine geschiefert und zerklüftet. Die Schieferungsflächen streichen (= Schnittlinie Schieferungsfläche mit der Horizontalen) im Mittel ost - west. Das Einfallen ist generell nach Süden bis Südost gerichtet.

Zur Bildung von Tonschiefern:

Die Bildung von Tonschiefern ist das Ergebnis der Ablagerung (Sedimentation) von feinstem, auf dem Festland verwittertem Lockermaterial (Korngröße kleiner 0,002 mm), das durch Flüsse in Meeresräume verfrachtet wurde. Bei der Ablagerung der feinen Feststoffe fand eine Umbildung vom Locker- zum Festgestein statt. Diesen Vorgang bezeichnet man als Diagenese. Die entscheidenden Faktoren der Diagenese sind Druck, Temperatur, die Wirkungen chemischer Lösungen und Abscheidungen. Entscheidend bei der Diagenese ist die Kompaktion, d.h. durch die zunehmende Auflast erfolgt eine Zusammenpressung, Verdichtung, Entwässerung und Entsalzung des noch lockeren Sedimentes. So entsteht aus dem Ton ein Tongestein.

Die Ablagerung des tonigen Materials geht in Abhängigkeit von der Anlieferung, mit Unterbrechungen vor sich. Dabei entsteht bedingt durch kleinste Unterschiede im Material und Korngröße sowie diagenetische Vorgänge eine senkrechte Gliederung des Tongesteins: die Schichtung. Die Schichtung kann auf verschiedene Ursachen wie Veränderungen des Klimas, der Strömung u.a. zurückgeführt werden.
Findet eine innere Verformung des Gesteins infolge gebirgsbildender Vorgänge, z.B. Faltung (Tektonik) statt, ergibt sich eine Überprägung: Die Schieferung. Sie Schieferung zeigt sich in einem von der Schichtung unabhängigen parallelen Flächengefüge: der Schieferungsflächen, die meist durch Mineralneubildungen z.B. Glimmer gekennzeichnet sind.
Sehr gleichmäßig geschieferte reine Tonsteine werden auch als Dachschiefer bezeichnet und abgebaut. Hierbei verläuft die Schieferung parallel zu den Achsflächen der Falten.

Für die Logerlaubnis bitte ich um Beantwortung folgender Frage über mein Profil:
Der Stollen führt fast 80 Meter weit in den Schiefersteinberg und mündet in einen Abbau-Hohlraum, in dem der Schieferstein gebrochen wurde. Wie groß ist die Fläche des Abbau-Hohlraumes?
Es wäre schön, wenn ihr ein Foto von euch oder eurem GPS am Grubeneingang machen würdet, und dieses an euren Log-Eintrag anhängt.

Euer Dobby

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