Lemgo wuchs erst ab der Wende zum 20. Jahrhundert über seinen ehemals von Mauer, Wall und Gräben umgebenen Stadtkern hinaus. Zu den ersten Gebäuden an der Hamelner Straße gehörten das von Karl Junker (1850-1912) 1889 begonnene Künstlerhaus und die 1900 aus Ziegelsteinen errichtete Brauerei Hermann Bauer etwas weiter östlich, wobei der zugehörige Eis- und Felsenkeller und ein Fassschuppen dort bereits 1856 vorhanden waren.
Von den Mitarbeitern des Junkerhauses, heute ein überaus sehenswertes Museum (s.o. links), wird der eigenbrötlerische Künstler auch manchmal liebevoll "Kalle" genannt. Von ihm wird berichtet, dass er einmal ein Zimmer in seinem Hause an einen Mitarbeiter der Brauerei vermietet haben soll, vielleicht den Brauer Fritz Horlacher (1869-1914) aus Esslingen. Und so finden sich Kalle und Keller hier in einem Cache zusammen.
Viele interesante Informationen über das Junkerhaus liefern die offizielle und eine private Homepage. Während dieses Multis lässt sich dort übrigens auch der Tradi JunkerCash (GC1W1ER) loggen. Über das Bierbrauen in Lemgo hat der Arbeitskreis Stadtgeschichte im Verein Alt Lemgo in seiner Reihe "Gelbe Hefte" 2006 ein sehr lesenswertes Werk veröffentlicht. Der Titel (s.o. rechts) zeigt Hermann Bauers Brauhaus, das nur bis 1919 in Betrieb war. Danach wurde es sehr unterschiedlich genutzt: Nacheinander beherbergte der Bau zunächst eine Baumwollzwirnerei, Wohnungen und einen Getränkehandel mit Abfüllanlage für Dortmunder Kronenbier. Im Zweiten Weltkrieg befand sich im angrenzenden Felsenkeller die Ortskommandantur. Nach dem Krieg wurde das Brauhaus u.a. als Tankstelle und Handelshaus für diverse Automobilmarken sowie als Werkstatt und Lackiererei genutzt. Heute ist dort eine Werbeagentur untergebracht.
Doch nun viel Spaß mit diesem kleinen Multi und vergesst bei schöner Witterung nicht den Fußball und den Picknickkorb.
Happy Hunting wünscht
der XUmb
P.S. Ihr müsst an keiner Stelle über Hecken oder Zäune klettern. Weder das Junkerhaus noch die alte Brauerei müssen berührt werden. Alle Stationen befinden sich an von Menschenhand geschaffenen Objekten und sind rund um die Uhr über (manchmal etwas versteckte) Wege frei zugänglich. Allerdings macht die Dunkelheit das Finden eines der Hinweise quasi unmöglich; hier müsst Ihr nur in die Ferne schauen - was Ihr dort nicht seht, soll auch nicht gezählt werden. Das Final kleidet sich in ein natürliches Gewand.
P.P.S. (31.01.2011): Von den vor Kurzem an Station 1 angebrachten drei identischen Hinweisen ist wieder nur noch einer vorhanden. Bitte versteckt ihn daher genau so wie gefunden. Zu Station 5 gibt es jetzt für den Fall, dass sie wieder verschwindet, eine Ausweichstation: Um sie zu finden, geht bitte auf dem Weg geradeaus etwa 50 Meter weiter, bis Ihr zu einem alleinstehenden Baum links des Weges kommt. (gestrichen: 14.02.2014)
P.P.P.S. (16.04.2013): Die Finaldose wurde bei gleichen Koordinaten etwas nach Westen verlegt.