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Bergener Hofgeschichten: Auf'm Poutenperch Multi-Cache

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tabula.rasa: Leider wurde auf die Reviewer-Notiz bislang nicht geantwortet. Daher archiviere ich das Listing, damit es nicht mehr auf den Suchlisten auftaucht bzw. neue Caches blockiert. Falls du den Cache innerhalb der nächsten drei Monate reparieren oder ersetzen möchtest, schreibe mir bitte per E-Mail. Sofern der Cache wieder verfügbar ist und den aktuellen Guidelines entspricht, hole ich ihn gerne wieder aus dem Archiv.

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Hidden : 10/26/2010
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Die "Bergener Hofgeschichten" sollen dem Besucher historisch bedeutsame Häuser und Bauernhöfe und deren Geschichte in den verschiedenen Ortsteilen der "Gemarkung Bergen" zeigen.

Insgesamt gibt es in Bergen derzeit 75 solcher Anwesen in 14 Ortsteilen, die größtenteils durch entsprechende Informationstafeln an der Fassade des jeweiligen Hauses gekennzeichnet sind.


Wenn ein einheimischer Heimkehrer aus dem zweiten Weltkrieg auf den Dampfboden stieg und von dieser Höhe aus mit Dankbarkeit und Liebe seine Heimat beschaute, wo jetzt Friede war und Hoffnung für die Zukunft keimte, dann sah er seinen Geburtsort Bergen zwischen Schellenberg, Bahnberg und Ramberg hingebreitet und konnte sich Gedanken machen über die Strukturen der Besiedlung vor langer Zeit.

Ein halbes Jahrhundert später, wo im Bergener Tal die grünen Inseln immer kleiner werden und durch die Bautätigkeit die Siedlungen immer mehr mit dem Ortskern zusammenwachsen, hilft auch nicht die Phantasie zu erahnen, wie es vor 500 Jahren bei uns ausgeschaut hat.

Die verstreuten Häusergruppen um den Ortskern herum hoben sich vor 50 Jahren noch sehr deutlich voneinander ab. Große Bauernhäuser mit einigen Nebengebäuden, Wiesen und Obstanger um die Siedlungen herum prägten dieses schöne Bild.

Im Norden beginnend, konnte man Enthal und Schlipfing, den Bahnhof und Bernhaupten sehen, auch die große Autobahnbrücke mit Reichhausen, davor Sonnleiten, Hasling, Öd, Eßbaum und Adelholzen. In der Ebene erkannte man Steinbrücken, Stocka und markant das Dorf mit der Kirche und dem Schulhaus. Dann Hausen, beim Scheuerl, Mitterfeld und Mühlwinkel, westlich beim Aubauern, Grieß, Anger, Weißachen, beim Denken, beim Petermoar, die Schellenberger Häuser und darüber glänzend den Spiegel des Chiemsees.

Die Freude an der Heimat nimmt zu, wenn wir uns bewußt und mit Herz um die Pflege dieser Anwesen kümmern. Es kann für Familien wertvoll sein, den Spuren der Groß- und Urgroßeltern zu folgen und so etwas über die eigene Abstammung erfahren. Doch es kommt auch Dankbarkeit und Freude über unsere Altvorderen für das auf, was sie geleistet, riskiert und geschaffen haben: Häuser, Straßen und Wege, Kirchen und Kapellen. Unschätzbar ist, wie unsere Bauern durch die Pflege der Wiesen und Wälder laufend dieses wertvolle Kulturgut erhalten und sichern.


Bergener Hofgeschichten: Die Pattenberger Bauern

Es kann sein, dass der Pattenberg zu den ersten Siedlungsplätzen unserer Vorfahren gehört, weil es im Tal noch viele sumpfige Moorwiesen gab. Kein Wunder, denn Geologen erklären uns, dass früher der Chiemsee bis zum Alzinger Berg reichte und dass Schellenberg, Osterbuchberg und Westerbuchberg Chiemseeinseln bildeten.

Erstmals urkundlich erwähnt wird der "Poutenperch" in einem Urbar des Grundherrn im Jahr 1240. Seit 1435 sind sechs Bauern auf dem Pattenberg urkundlich bekannt. Herbert Schweiger, Götschl-Bauer in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weiß es noch, dass es auf dem nahen Gleichenberg auch sechs "Pattenberger Kaser" (Almen) gegeben hat. Ausserdem kannte er ein Verserl zu den " Pattenbergern"

Da Zenz is a Lumpatürl,
da Daiser (Sigl) mag gern s'Bier.
Da Steff (Häusl) is gar vui z'gnau,
an Schmauß is mit der Bix ned z'trau.
Da Getschei red si leicht,
an Schredei is ois gleich,
de Baierin had Haar auf'm Zahn,
so passt der ganze Pattenberg zsamm.

Vier dieser sechs Höfe wollen wir Euch mit diesem Cache vorstellen.


HINWEIS: Die Informationstafeln an den Fassaden der Häuser sind alle frei zugänglich. Wenn du von Muggeln darauf angesprochen wirst, dann sag ihnen einfach, dass du auf den Spuren der "Bergener Hofgeschichten" unterwegs bist!

Für alle Berechnungen gilt:
Ist das Ergebnis kleiner als 100, ist den Koordinaten eine führende Null voranzustellen! (z.B. 34 = 034)


Stage 1: "beim Götschl"

N 47° 47.614
E 012° 33.903

Dem Götschl-Anwesen wurde am 3. Mai 1779 vom Landesfürsten Carl Theodor, Herzog in Ober- und Niederbayern, das Erbrecht verliehen. Josef Götschl und seine Erben hatten ab diesem Zeitpunkt das Anwesen nicht nur in gut- und gleichartigem Zustand zu erhalten, sondern durften ohne "ausdrückliche grundherrliche Einwilligung" das Anwesen nicht teilen, verkaufen, vertauschen, versetzen oder anderweitig veräußern. Im Gegenzug dazu wurde der Familie versichert, dass sie von künftigen Steuererhöhungen befreit bleiben werden.

1. Wann wurde das Anwesen erstmalig erwähnt? Die Quersumme der Jahreszahl ist A
2. Wann wurde aus dem Götschl-Anwesen ein Gasthaus? Die Antwort ist B
3. Wann wurde die Brauerei gegründet, die das Gasthaus belieferte? Die Antwort ist C
4. Wann ging das Anwesen in den Besitz der Familie Schweiger über? Die Antwort ist D
5. Wann wurde die Tafel auf dem Bild gemalt? Die erste Zahl ist E, die letzte Zahl ist F


Stage 2: "beim Schredl"

N 47° 47.(B-C)+(E*F)+F
E 012° 33.(D/E)-(A-E)

Vom "Schredlgut" ist nicht allzu viel bekannt. Als erster Besitzer wird ein Christoph Schretter erwähnt, von dem vermutlich der Name "Schredei" herstammen wird. Das Gut ist seit über 120 Jahren im Besitz der Familie Mörtl und wurde nach einem Brand Ende des 17. Jahrhunderts neu aufgebaut.

1. Wann wurde das Anwesen erstmalig erwähnt? Die Antwort ist G
2. Wann wurde das Gebäude nach dem Brand neu errichtet? Die Quersumme der Jahreszahl ist H
3. Wann ging das Anwesen in den Besitz der Familie Mörtl über? Die Antwort ist I
4. Welche Hausnummer trägt das Gebäude auf dem Schild? Die Antwort ist J


Stage 3: "beim Bauern"

N 47° 47.(I-G)*E+(J*A)+A
E 12° 33.(I/E)+H-A

Im Jahre 1909 erwerben die Götschl-Leute Josef und Katharina Schweiger das "Bauerngut'l" für ihre Tochter Maria als Elterngut. Unter dem Firstbaum über der Tenne befindet sich am Stützbalken über dem Stiel die Inschrift 1676 W-H, ebenso ist auf der Stützpfette unter dem Firstbaum des Hauses auch heute noch die Jahreszahl 1676 vorhanden. Das Bauerngut ist bereits seit 1435 amtlich bekannt und es ist durchaus möglich, dass es sich um eines der ältesten Häuser in Bergen handelt, denn das Gebäude befindet sich bis zur Tenne im Originalzustand, allerdings fachmännisch erhalten durch den Besitzer Michael Schlosser (+2002).

1. Wann wurde das Anwesen erstmalig erwähnt? Die einzelnen Zahlen miteinander multipliziert ergeben K
2. Wann wurde die Tafel auf dem Bild gemalt? Die letzte Zahl ist L


Stage 4: "beim Sigl"

N 47° 47.(B-C)-(L*L)
E 012° 33.(J*K)+(A*F)

Das Gut "beim Sigl" ist eines der ältesten Häuser Bergens. Es ist ebenso wie das "Bauerngut" seit 1435 amtlich bekannt, auch wenn die erstmalige Erwähnung erst gut 100 Jahre später stattfindet. Seit 1910 befindet sich der Hof in Besitz der Familie Vachenauer. Der Siglhof zählt auch heute noch zu den Vollerwerbsbetrieben in Bergen.

Wann wurde das Anwesen erstmalig erwähnt? Die beiden mittleren Zahlen sind M die beiden letzten Zahlen sind N


Stage 5: "beim Cache"

In einer Zeit, in der in Bayern jedes Jahr 4000 Bauern aufgeben und das Höfesterben in der bayerischen Landwirtschaft ungebremst weitergeht, liegt es klar auf der Hand, dass die Bearbeitung einer lebendigen Hofgeschichte auch in Bergen immer schwieriger wird. Dies ist der Grund, warum wir Euch den Weg zum Cache über die verschiedenen Bauernhöfe und Häuser weisen und so das wertvolle Gut unserer Vorfahren erhalten wollen.

Ihr findet den Cache der "Pattenberger Bauern" bei folgenden Koordinaten:

N 47° (J+N).(L*N)+(J*M)-(N+F)
E 012° (N-F).(J*K)-(M+J-E)

Folge dem Weg und du findest eine Bank, auf der du in Ruhe und ungestört den Cache öffnen und loggen kannst!


Der Ausgangspunkt dieses Caches eignet sich zudem für drei weitere Caches in der Nähe:

GC1EYQQ: Engelstein (by G-Duda)
GC22GGR: Der kleine Engelstein (by parafux)
GC1J4EN: Weißachental (Lost Place) (by G-Duda)

Nehmt Eure Kinder mit, denn nicht weit vom Parkplatz findet Ihr ein Wildgehege, in dem das ganze Jahr über Rehe und Hirsche zum "Anfassen" nah sind!


Additional Hints (No hints available.)