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Die schusseligen Schmuggler - Eine NachtWanderung Multi-Cache

This cache has been archived.

DieNiederRheiner: Anscheinend fehlen hier inzwischen doch mehr Reflektoren als wir bisher wussten.
Ausserdem ist die 9.Station wohl komplett gemuggelt worden.

Nach dem Motto: lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende wird unser Gemeinschaftswerk heute geschlossen.

Die Zusammenarbeit hat uns beiden sehr viel Spass gemacht, die meisten von Euch haben das sicherlich unterwegs gemerkt.
Allerdings ist gerade so ein langer Cache mit teilweise sehr aufwändigen Stationen natürlich auch extrem wartungsintensiv. Wir haben so manches Stündchen hier im Wald verbracht.

Auch auf dem Hintergrund der zunehmenden Diskussionen mit Jägern und Förstern (hier sei nochmal ausdrücklich auf das Event GC3DGJM hingewiesen) haben wir uns dagegen entschieden, diesen Cache wieder zu reparieren.

Danke nochmals an alle, die sich (teils sogar mehrmals) auf den langen Weg gemacht haben!

Gerd (FünfFreunde) & Achim (awema)

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Hidden : 11/22/2010
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:

Trotz zweier defekter Stationen möchten wir den Cache gerne 'offen' lassen, darum hier und in den hints die wichtigsten Infos: Station 3 sitzt fest und sollte auch nicht mit Gewalt bearbeitet werden. Der verschlüsselte Hinweis lautet hier: A - 0 - Y Die Elektronik im Final hat wohl durch die Feuchtigkeit ihren Geist aufgegeben. Ihr findet am 'Plöpp' in der Nähe des Tores das entscheidende Tool. Bitte wieder zurücklegen!

Die schusseligen Schmuggler
Auf alten Pfaden - Kaffeeschmuggel am Niederrhein

Ich war mit Fritz auf der Suche nach Zigaretten und Schokolade. Das ist im Jahr 1948 nicht wirklich eine einfache Sache, da bleibt Dir nur der Schwarzmarkt. Was zum  Tauschen hatten wir: ein Stück Speck, für das ich bei Bauer Meeders in Kalkar den Schweinestall hatte ausmisten müssen und einen Karton mit Nägeln. Die waren zwar durch das Feuer in dem Haus, in dem wir sie gesammelt hatten sehr weich, doch es müsste reichen für zwei Zigaretten und eine halbe Tafel Schokolade. Damit wollte Fritz, mein Freund, Eindruck bei seiner neuen Freundin Erna schinden. Da wären Strümpfe zwar besser gewesen, die sind aber unbezahlbar. Also muss sie sich weiter eine Naht aufs Bein malen. Hauptsache die Polizei oder die Tommys erwischen uns nicht; aber mit dem Fahrrad hatten wir aber bislang keine Probleme gehabt, denen immer wieder zu entkommen.



Kaffee

Die Kaffeepflanze hat ihren Ursprung in Ostafrika im heutigen Staatsgebiet von Äthiopien. Pilger, Händler und Reisende verbreiteten das belebende Getränk über die Ursprungsregion hinaus. Im 17. Jahrhundert eröffneten die ersten Kaffeehäuser in Europa. Das Hauptanbaugebiet liegt nicht mehr auf dem afrikanischen Ursprungskontinent, sondern in Südamerika, Brasilien.

Kaffe wird bis in Höhen von 2000 Metern angebaut, doch ist er recht empfindlich. Wind, Trockenheit und Nässe können bei den Pflanzen schwere Schäden anrichten. Sie werden aus Samen herangezogen werden bis zu 40 Jahre alt und tragen nach 4 Jahren zum ersten Mal Früchte die 9 - 11 Monate am Strauch reifen, so dass ie Ernte das ganze Jahr über stattfindet.

Die Kaffeekirschen, so genannt, weil der Kaffee botanisch gesehen eine Steinfrucht ist, haben ein säuerliches Fruchtfleisch, das den Kern umgibt. Das Fruchtfleisch wird von dem harten Kern getrennt und die Bohnen werden dann in der Sonne getrocknet. Nach einigen Wochen werden die Schalen dann maschinell gebrochen und der Rohkaffee an die Röstereien in der ganzen Welt geliefert.

Kaffee erhält sein Aroma und die bekannten Noten erst durch den Röstprozess der Bohnen. Ätherische Öle, Aromen und Säuren werden bei den unterschiedlichsten Temperaturen im Bereich zwischen 150 und 250 °C zum Leben erweckt. Die Auswahl der Bohnen verschiedenster Sorten und Herkunftsbereiche und die richtige Auswahl der Röststufen, machen den Kaffee und die Qualität des Kaffees aus und liegen in der Hand des erfahrenen Kaffeerösters.

Kaffeeschmuggel

Die nach dem Kriege in der britischen Zone und der jungen Bundesrepublik erhobenen Kaffeesteuern, sorgten in den Jahren 1945 - 1953 zu einem sehr ausgeprägten Kaffeeschmuggel. Der Schmuggel der im Raum Aachen seine Hochburg hatte fand aber auch, wenn auch im kleineren Rahmen weiter nördlich am Niederrhein statt. Während dieser Zeit kamen mehr als 30 Schmuggeler und zwei Zöllner ums Leben. Am 24. August 1953 wurde die Kaffeesteuer gesenkt und dem Schmuggel somit die Basis entzogen.

Nach Schätzungen, war ein Drittel des konsumierten Kaffees in Deutschland - Schmuggelware . Mit dem Schmuggel konnte man in einigen Nächten mehr verdienen als mit einer normalen Arbeit in einem Monat. Am Niederrhein fiel der Schmuggel viel geringer aus und erreichte bei weitem nicht die Professionalität aus dem Raum Aachen.

Aber vielleicht war einfach bislang die hier dargestellte Geschichte nicht bekannt.



Daten zum Cache

-
Rundweg von ca. 13 km Länge
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weiße Einzelreflektoren zur Wegführung
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zwei weiße Reflektoren zeigen Stationen an, die dann im Umkreis von 5m zu finden sind
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drei weiße Reflektoren an Abbiegungen
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wie immer gilt: nur GUCKEN, nichts AUSSEINANDERNEHMEN !!!

Ausrüstungsliste

- UV-Licht
- Laserpointer
- Magnet
- Taschenlampe
- Spitzzange
- Morsealphabet
- Pocket-Dekoder
- Schreibutensilien
- gutes Schuhwerk
- evtl. Wegzehrung

Heute war hier einiges los. Der Typ da an der Ecke mit dem zerfurchten Gesicht und dem weit heruntergezogenen Hut, der sah irgendwie unangenehm aus. Wenn man aber etwas haben wollte, konnte man darauf keine Rücksicht nehmen,schräge Geschäfte, schräge Typen. Also fragte Fritz, diesen Mann, ob er uns bei unserem Anliegen helfen könnte. „ Wat habt ihr Tuppesse denn zu bieten“ schnarrte er. Vorsicht, der war nicht von hier dachte ich und trat Fritz an den Fuß, unser Zeichen wenn es gefährlich wurde. Aber Fritz machte weiter und zeigte dem Mann unsere „Ware“. „Dat is ja nit vill“, sagte er und schob sich aus einem Zigarettenetui eine amerikanische Zigarette in den leicht zuckenden Mundwinkel. Mein Gott, eine richtige Zigarette, nicht so eine aus Stummeln und Zeugs aus dem Garten zusammengeklaubte Kippe, nein eine perfekte Zigarette mit weißem Zigarettenpapier.

Er blies Fritz den Rauch ins Gesicht, der darauf hin wieder mit seinem nervösen Stottern anfing. „Wwwwwwo, sind ssssie denn her, von hier ssssind sie ja nicht?“ „Usse der Nähe von Aachen, mehr musse nicht wissen. Wat ihr da habt, könnt ihr vergessen. Euer Speck iss ranzig, die Nägel weich, was wollt ihr denn dafür?“  Fritz wurde mutig: “Strümpfe!!“. „Wolle?“ „Nee, Seide!“ Der Fremde verzog das Gesicht und fing an zu lachen. „Vielleicht versuchst du Tuppes et mal als Alleinunterhalter.“Er drehte sich zu einem anderen Mann um. Schnell nahm ich die Verhandlungen an mich. „Na du bist ja ein Realist, nich so wie dein Fründ“, sagte er und war mit dem Handel einverstanden. „Wozu brauchst Du denn Strümpfe ? Haste ne Fründin, oder für Mutti ?“ witzelte der Fremde. „Ffffreundin“ drückte Fritz heraus. „ Ich will mal nicht so sein. Ich kann euch helfen, wenn ihr mir bei einer Sache behilflich seid.“  „Uuuum was geht es denn?“ fragte Fritz, der sich scheinbar wieder gefangen hatte. „ Das kann ich euch jetzt hier nicht sagen, aber wenn ihr mich mal besucht, ich wohn auf der Gruft.“ Ja genau so sah der aus dachte ich. „Zur Untermiete.“, ergänzte er. Er schob uns einen Zettel mit der Adresse zu. Gerade noch rechtzeitig denn die Polizei kam auf einem Lastwagen um die Ecke; da war Verschwinden angesagt. Wir flitzten auf den Fahrrädern davon, der Mann floh zu Fuß.

Drei Tage später schauten wir bei dem Typ vorbei, der wohl angab Albert Maas zu heißen, aber irgendwie nahm ich ihm das nicht ab. Er wohnte zur Untermiete bei der Witwe Martha Winkels. „Och gemütlich haben sie es hier. Na, hier reicht es irgendwie nach Kaffee“, sagte Fritz und stellte sich ans Fenster.„Gute Nase junger Mann, und genau um den geht es.“„Kaffee, Bohnenkaffe, also aus Kaffeebohnen, so richtigen Kaffee?“ fragte ich völlig aus der Fassung.„Nun beruhig dich mal, in Aachen haben wir das ja auch hin bekommen. Da musste ich nur weg, dat wurd mir zu hies.“"Das glaube ich wohl." sagte Fritz, der bislang ruhig an der Bank am Fenster stand. In der Hand hatte er eine Zeitung, die dort gelegen hatte. Er las aus der Zeitung vor.

10 April 1948
20 Pfennige
Aachener Tagesblatt

unabhängiges Organ der britischen Zone
Großer Schlag gegen den Kaffeeschmuggel

Aachen, Deutschland – Eupen, Belgien

Die Kaffeefront

Der Polizei und den britischen Behörden sind in der Nähe von Aachen in der letzten Nacht Kaffeeschmuggler ins Netz gegangen. Die Schmuggler haben mit einem Fahrzeug aus amerikanischen Militärbeständen am Grenzübergang Aachen Bildchen aus Belgien kommend die vom Zoll errichten Grenzsperren durchbrochen. Dabei wurde einer der Beamten schwer verletzt.

Nach einem Schusswechsel ergaben sich die Schmuggler. Lediglich der vermutliche Kopf der Bande, flüchtete auf einem Motorrad und entkam der nacheilenden Polizei im Raum Moers. Von da verliert sich die Spur des Flüchtenden der vermutlich weiter nach Norden entkam. Die Polizei warnt, der Mann ist offensichtlich gefährlich, bewaffnet und macht ohne Skrupel von der Schusswaffe Gebrauch.
Die alarmierten Kräfte aus Polizei und britischem Militär nahmen die Verfolgung auf. In einem Waldstück wollten die Schmuggel in einen dort wartenden LKW umsteigen. Bei dem durchbrechenden Fahrzeug handelte es sich um einen Truppentransporter amerikanischer Bauart, der in einer belgischen Kaserne gestohlen wurde. Die Beschreibung des Mannes ist eher dürftig, ca. 170 cm, 35 Jahre und besonderes Kennzeichen: zuckender Mundwinkel. Die Behörden bitten die Bevölkerung um Mithilfe, Hinweise nimmt die mit den Ermittlungen beauftragte Kripo Duisburg, Kommissar Croft, entgegen. Im Fahrzeug der festgenommenen Männer wurde 1 Tonne Kaffee sichergestellt.

„Na mich laust der Affe, wenn das mal nicht sie sind,“ sagte ich.„Nun ja, Du kannst halt eine Menge Geld damit verdienen. Man darf sich nur nicht erwischen lassen, von den, nennen wir sie mal Muggeln.“"Ich für meinen Teil kann das nicht mehr machen. Ich bin, na sagen wir mal zu bekannt. Na seid ihr interessiert ?" Wir nickten stumm.„Also ihr müsst schon ein bisschen Ausrüstung mitnehmen. Einige Sachen werden Euch bekannt sein, andere sind aus britischen Militärbeständen und bislang geheim. Da sind auch experimentelle Sachen dabei. Aber ich hab da eine Anleitung für euch, da steht alles drin, was ihr im Rucksack haben müsst.

Geht nie allein, die Route ist nur bei Dunkelheit zu finden.“ „Warum?“,fragte Fritz.„Also, ich habe den Weg gekennzeichnet und diese Kennzeichnung siehst du halt nur Nachts." Wir setzten uns alle an den Tisch und beugten uns über eine Militärkarte. „Hier übernehmt ihr also den Kaffee und dann macht ihr euch auf den Weg durch …“.Die Tür zum Zimmer schwang auf. Eine Änderung ging durch den Mann unter dem Tisch hörte ich es klacken. Die Hauswirtin stand mit einem Tablett mit einer Kanne duftenden Bohnenkaffees vor uns. Ich blickte schnell seitlich unter den Tisch und erspähte eine Pistole in der Hand des Schmugglers.
„Ich dachte, ihre Gäste hätten gerne einen Kaffee." "Danke Frau Winkels, aber ich habe eine geschäftliche Unterredung mit den Herren.“ Er hatte die Waffe in seine Jackentasche gesteckt, war aufgestanden und schob eine grummelnde Hauswirtin aus dem Zimmer. Zu uns gewandt sagte er: „Die hat scheinbar ein Auge auf mich geworfen, ihr Mann ist im Krieg gefallen. Nun ja, ich denke mal, die mag mehr meinen Kaffee als mein zuckendes Gesicht.“ „Genau diesen Kaffee hätte sie ruhig da lassen können“, maulte Fritz.
„Kaffee und Geld habt ihr Burschen bald genug. Na, macht ihr mit ?“ Ich wollte noch nein sagen und Fritz von der Waffe erzählen, da schüttelte mein Freund schon die Hand des Mannes. „Aaaabgemacht.“"Wwwwir brauchen noch einen Nnnamen für uns, so wie Ppppiraten ooooder bei Kästner“, stotterte Fritz. „Wat? Parole Emil? Doch wohl eher die schusseligen Schmuggler.“ Der Mann lachte.Am Tag drauf, in einer mondlosen Nacht, waren wir auf dem Weg zum Startpunkt der Schmuggelroute, die Karte mit der Koordinate in der Tasche, der Ausrüstung von dem Zettel im Rucksack und dem mittlerweile wieder stotternden und schlotternden Fritz ging es jetzt los. "Denk immer daran: lass dich nicht erwischen!" spukte es mir im Kopf herum.

Additional Hints (Decrypt)

[Ihr sucht an JEDER Station nach einer Buchstaben-/Zahlenkombination, bestehend aus A/B,0/1,und X/Y!] . Fgngvba1: Qvr Jryg vfg rvar Fpurvor! Fgngvba 2: tvogf hagrejrtf Fgngvba3: abg ninvynoyr N - 0 - L Fgngvba4: oenhpug vue qbpu tne avpug! Fgngvba5: Znpug ubpu qvr Ghre ... Fgngvba6: tvogf hagrejrtf Fgngvba7: Ahzzre shras yrog! Fgngvba8: tvogf hagrejrtf Fgngvba9: tvogf hagrejrtf Fgngvba10: ovggr avpug snyyra ynffra Fgngvba11: Ynfrecbvagre nhs qrz Mjrvguöpufgra, 15 z abeqöfgyvpu iba qra Qbccryersyrxgbera Fgngvba12: Ovt Oebgure vf jngpuvat lbh! Ibeüoretruraq bssra-Qre 'Oruäygre' vfg qrsrxg! Fgngvba13: Jhemryorunaqyhat Svany: hagra Fpuyüffry mhz Svany vz 'Cyöcc' nz Gbe Qbjaybnq rvare Onfgrynayrvghat süe qra Cbpxrg-Qrpbqre hagre jjj.gurpnpuvatcynpr.pbz!

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)