
„Es sind keine Helden, es sind
Männer,
die nach Hause
wollten!“
Der Kessel
von Halbe bezeichnet die Einkesselung deutscher Truppen durch
die Rote
Armee gegen Ende des
Zweiten
Weltkrieges im Gebiet der
Ortschaft Halbe.
Nach dem Zusammenbruch
der
9. Armee
im Raum Frankfurt (Oder) und bei Cottbus wurden die kaum noch kampffähigen Reste in einem
Waldgebiet zwischen Märkisch Buchholz und Halbe, südöstlich von Berlin,
durch Truppen der Roten Armee eingeschlossen. Entscheidend für die Schließung des
Kessels waren Befehle aus dem Führerhauptquartier, die einen
rechtzeitigen Rückzug nicht erlaubten. Diese Verzögerung
ermöglichte der sowjetischen Armee, den Kessel zu
schließen.
Der erfolgte Ausbruch aus dem Kessel war zwar bei
isolierter Betrachtung ein militärischer Erfolg, angesichts der
Gesamtumstände handelte General Busse (Befehlshaber der
eingeschlossenen 9. Armee) jedoch unverantwortlich, als er das
Kapitulationsangebot der sowjetischen Truppen nicht annahm. Er tat
dies in der Erkenntnis des bereits verlorenen Krieges nämlich nur,
um durch einen Ausbruch nicht in sowjetische, sondern in
westalliierte Gefangenschaft zu geraten. Dabei dürfte ihm bewusst
gewesen sein, dass die Chancen gering waren, gegen die Übermacht
der Roten Armee den Ausbruch aus dem Kessel zu erreichen, dies aber
auf jeden Fall nur mit hohen Verlusten möglich sein würde. Bedenkt
man, dass der größte Teil der aus dem Kessel entkommenen Zivilisten
letztlich doch im sowjetischen Einflussbereich verblieben sein
dürfte, ist die Überführung von 25.000 deutschen Soldaten in die
westalliierte anstatt in die sowjetische Gefangenschaft mit 60.000
Menschenleben bezahlt worden.
Pfarrer Teichmann aus Halbe fand für diese sinnlos kämpfenden
Soldaten die folgenden Worte:
„Es sind keine Helden, es sind Männer,
die nur nach Hause
wollten!“
Quellen: Wikipedia, Brandenburgische Landeszentrale für
politische Bildung
Zur
Historie:
Meine
ausführlichen, geschichtlichen Recherchen,
über den Kessel von Halbe, General Busse, Wenck und Marschall
Konjew,
den drei Ausbruchsversuchen der 9. Armee,
Funksprüche zwischen der 9. Armee, der 12. Armee und der
Reichskanzlei,
die gefundenen Tagebucheinträge gefallener deutschen Soldaten
und Zeitzeugenberichte der Einwohner von Halbe,
das Leid der Zivilbevölkerung… usw
entsprechen nicht den Geocaching-Richtlinien.
Wer Näheres wissen will, was sich hier zwischen dem 25. und 26.
April
1945 im Detail zugetragen hat,
der besucht die Raiffeisen-Tankstelle von Halbe und nimmt ein
Buch in die Hand.
Um den Cache finden zu können, ist dies aber nicht von
Belang.
Viele Grüße Waldfuchs & JüCo