Das Notsignal
Als ich mich letzte Woche bei
einem der Bunker-Caches am Obersalzberg auf dem Rückweg in dem
alten Stollensystem verirrte, habe ich eine erstaunliche Entdeckung
gemacht.
Durch einen Abwasserschacht
querte ich in einen weiteren unscheinbaren Nebenschacht, der mich
tiefer in den Berg führte. Am Ende befand sich ein Raum, der halb
unter Wasser stand. Dennoch lagen hier zahlreiche alte Akten, die
aber alle so durchfeuchtet waren, dass sie schon bei der kleinsten
Berührung zerbröckelten. Da alles noch so vollständig eingelagert
war, vermute ich, dass dieser Raum bisher noch nie entdeckt wurde.
Nur eine Akte war wenigstens noch zum Teil lesbar, da sie zusammen
mit einem Tonband in einem Plastikbehälter mit der Aufschrift
„TOP SECRET – LEVEL 10“ gelagert war. Ich
versuchte den englischen Text zu entziffern und wollte dabei meinen
Augen nicht trauen.
Offensichtlich befand ich mich
in einem Geheimarchiv der Amerikaner. Als die US-Truppen 1945 den
Obersalzberg besetzten, machten sie eine sensationelle Entdeckung.
Sie fanden Aufzeichnungen, wonach die Nationalsozialisten Kontakt
zu Außerirdischen hatten. Ein Raumschiff befand sich bereits auf
dem Weg zur Erde und eine Landung war für das Jahr 1956
geplant.
Die US-Militärverwaltung verhängte sofort wieder ein Zugangsverbot
für das ehemalige Sperrgebiet. Öffentlich wurde dies mit dem
Vorwand begründet, den dort immer mehr umgreifenden
Plünderungen Einhalt zu gebieten. Erst 1949, als die höchst
brisanten Dokumente gesichert waren, konnte das Gelände wieder frei
gegeben werden.
Einige Gebäude wurden jedoch für die Forschungsarbeiten zu diesem
Fall vereinnahmt. Am Obersalzberg entstand so eine als
Erholungszentrum für die amerikanischen Streitkräfte getarnte
Einrichtung unter dem Namen „Armed Forces Recreation
Centers“. In Wahrheit stand hier das Wort
„Recreation“ für den Versuch, die Kommunikation zu dem
außerirdischen Raumschiff wieder herzustellen - also zu
„rekreieren“.
Es entstand wohl die größte Hauptaußenstelle der amerikanischen
Geheimdienstabteilung für extraterrestrische Lebensformen. Die
geheimen Bunkeranlagen der Nationalsozialisten waren der ideale Ort
um unbemerkt ein ganzes Arsenal an Technik zu entwickeln und zu
verstecken.
Bald gelang es tatsächlich mit den Geräten der Nationalsozialisten
Signale der Außerirdischen zu empfangen.
Doch die Ingeneure bemühten sich noch bis in das Jahr 1956
vergeblich, die empfangenen Signale zu entschlüsseln. Aus den
Aufzeichnungen der Nationalsozialisten ging nur das Jahr, nicht
aber den Tag hervor. Also waren die Ufologen zunächst gezwungen
ohnmächtig zu warten. Im Mai dieses Jahres erkannten sie dann aber,
dass die Qualität der empfangenen Signale sich besserte, und auf
Grund der Phasenverschiebung im Dopplereffekt waren Sie in der
Lage, den Ankunftszeitpunkt für den 06.10.1956 um15:34 Uhr vorher
zu sagen.
Es folgte ein dramatischer Militäreinsatz unter höchster
Geheimhaltungsstufe. Unbemerkt waren zahlreiche Truppen postiert
worden, die auf Befehl die Zugänge von Hallturm, Marktschellenberg
und die alpinen Wege geschlossen hätten. Geplant war ein
vollständiger Isolationsgürtel um Berchtesgaden. Den nichts
ahnenden Einwohnern hätte man den Ausbruch einer Säuche
vorgetäuscht und sie unter Quarantäne gestellt.
Doch dazu kam es nicht, denn der Einsatz misslang.
Die Radare registrierten keine unbekannten Flugobjekte, kein
Raumschiff, keine außergewöhnlichen Erscheinungen, …
nichts.
Das einzige was an diesem regnerischen Tag passierte war die
Tatsache, dass sich um 15:46 Uhr das Signal nochmals signifikant
änderte.
Ab diesen Zeitpunkt war es zyklisch und sich fortan immer wieder
wiederholend. Es gab keine Phasenverschiebung mehr und die Qualität
blieb gleich, so dass man annehmen musste, dass sich das Objekt
nicht mehr bewegte. Doch niemand konnte das Signal deuten oder
bestimmen wo es genau herkam. Auch zahlreiche groß angelegte
Suchaktionen blieben ohne Erfolg. Zwei Tage später Endete das
Signal plötzlich und fortan wurde nie wieder ein vergleichbares
empfangen.
Erst 40 Jahre später wurde 1996 das Programm „Armed Forces
Recreation Centers“ erfolglos aufgegeben, die
Forschungsergebnisse im Pentagon eingelagert und die Gebäude an den
Freistaat Bayern übergeben.
Ich konnte kaum glauben was
ich da las und nahm das Tonband und die Akte mit zurück.
Auf dem Rückweg aus dem Bunker bin ich jedoch ausgerutscht und wäre
fast in einen senkrechten Stollen abgestürzt. Ich konnte mich
gerade mit einer Hand festhalten. Aber um wieder hochzuklettern,
war ich gezwungen die Akte in den Stollen fallen zu lassen. Ich
konnte nur das Tonband retten. Erst nach Stunden hatte ich dann
endlich einen Ausgang gefunden.
Natürlich will ich Euch das
Signal nicht vorenthalten:
http://www.youtube.com/watch?v=9qdHsSdM5QA
Vielleicht gelingt es ja Euch,
das Ufo doch noch zu finden.
Viel Erfolg !
IIPatrickII