Bis zur Eingemeindung im Jahre 1972 war Berneck die zweitkleinste Stadt Württembergs. Heute gehört sie politisch zur Stadt Altensteig.
Zwischen zwei tief eingeschnittenen Tälern, dem Köllbachtal und dem Bruderbachtal, liegt auf einem Felssporn die Burg unter dem Schutz der Schildmauer, des Hohen Mantels, der zum Wahrzeichen Bernecks geworden ist. Der Zeitpunkt, an dem die Burg Berneck gegründet wurde, kann nur ungefähr aus allgemeinen historischen Zusammenhängen und aus der ältesten Bausubstanz abgeschätzt werden: um 1050 ~ 1100.
Für die Lage der Bernecker Burg dürften in erster Linie strategische Gründe maßgebend gewesen sein. Sie war von drei Seiten durch steil abfallende Talhänge geschützt und war von Südosten her durch die steile Schlosssteige zugänglich welche von der Stadtmauer und Burg herab leicht gesperrt werden konnte. An der verwundbaren Stelle im Nordwesten, wo der Talhang zum "Köpfle" hin hoch über Stadt und Burg weitersteigt, wurde eine Schildmauer errichtet, der sog. "Hohe Mantel". Bei allen Burgen auf Bergspornen, an welche sich rückwärts ein höherer Hang anschliesst, sieht man diese "natürliche" Angriffseite durch eine quer stehende hohe Mauer abgeschlossen, die man Schildmauer nennt, weil sie, wie ein Schild den Mann, die hinter der hohen Mauer liegenden Burggebäude und Stadthäuser deckt. Eine Burg war zuvorderst und hauptsächlich ein Wehrbau im öffentlichen Interesse, manchmal auch Schutzbau für die Bevölkerung in Kriegszeiten, also ein öffentliche-rechtlicher Wehr-, Amts- und Verwaltungsbau. So anfänglich auch die Burg Berneck. Mit der Zeit wurde die Burg dann aber zur Familienburg und bot wohl ab 1200 den Herren von Berneck ein Heim. Bisher ist die Burg Berneck zweimal abgebrannt, aber nicht anläßlich von Belagerungen, sondern durch ganz "normale", verheerende Schloßbrände 1559 und 1660. Der Neubau des heutigen "Oberen Schlosses" 1846/47 auf den Grundmauern des ursprünglichen Schlosses war, so weit bekannt, wohl ein normaler Neubau und hatte nichts mit einem Brand zu tun. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
So weit zur offiziellen Geschichte Bernecks. Doch man munkelt, dass sich fern ab von allen dokumentierten Geschichten eine Art Familiendrama auf der Burg abspielte: Dem Burgherren war im Jahr 1293 seine Frau bei der Geburt von Applonia, der gemeinsamen Tochter, verstorben. Der Burgherr trauerte sehr um seine geliebte Frau und steckte dann in den ersten Jahren all seine Liebe und Leidenschaft in seine Tochter und seine Aufgaben als Vater und Burgherr. Doch als seine Tochter zur Frau heranwuchs, merkte er immer deutlicher, wie sehr ihm eine Frau an seiner Seite fehlte. Also machte sich der Burgherr auf, eine Frau für sich zu finden. Als er nach einiger Zeit wieder auf die Burg zurückkehrte, hatte er eine Frau von makelloser Schönheit bei sich und ehelichte diese. Doch die reine Haut, die stechenden Augen, der rote Mund und die glänzenden Haare, dies alles sollte nur über den verdorbenen Charakter hinweg täuschen. Der Burgherr war Blind vor Liebe und sah daher nicht, was seine Tochter so eindeutig sah: Diese Frau, ihre Stiefmutter, war nur auf Geld, Ruhm und Macht aus! Ihren Vater konnte Applonia vor dieser gierigen Frau nicht schützen aber den Schmuck ihrer Mutter, wollte sie ihrer Stiefmutter nicht überlassen. Sie überlegte sich ein Versteck, außerhalb der Burgmauern und versteckte Hinweise auf dem Weg zu ihrem "Schatz".
Einiges schrieb sie auch in ihr Tagebuch:
[...] meinen Vater kann ich nicht vor ihrer Gier bewahren, doch meiner Mutter Schmuck werde ich ihr nicht überlassen. In einem kleinen Kästchen, verweilt der Schmuck nun gut versteckt etwas außerhalb des Burggemäuers. Ich habe das Versteck durch Rätsel gesichert. Auf dem Weg zu meinem Schatz, muss man Hinweise suchen und "Rätsel" beantworten. Die Hinweise habe ich versteckt und die Rätsel verrate ich nur dir, liebes Tagebuch. So wird es meiner Stiefmutter unmöglich sein, Mutters Schmuck an sich zu reisen.
Die Idee, den Schmuck so zu verstecken, kam mir, als ich vom Markt zurück zur Burg ging und auf der ersten Bank an der Zugangssteige die Aussicht genoss. Dort ist auch ein Hinweis versteckt, der den Weg zu "Station 2" weißt. Dort findet man einige Informationen zu meiner Heimat, der Burg. Unter anderem ein Bildnis mit der Aufschrift "Auskragende Erhöhung".
Um "Station 3" zu finden, müssen die Sucher meines Schatzes die Dicke der Schildmauer herausfinden und davon nur die Zahl vor dem Komma als "A" nehmen. "Station 3" findet sich dann an folgendem Punkt: N 48° 36. 3[A + 3][ A -1] ; E 008° 36. 8[ [ A + 2 ][ A x 3] und dort findet sich ein kleiner Hinweis, welcher Richtung und Entfernung zum Nächsten Hinweis ("Station 4") weist. Hach, liebes Tagebuch, wie ich diese Umgebun hier liebe!
Daher habe ich bei "Station 4" eine kurzweilige Rast eingelegt und in nächster Nähe meiner Sitzgelegenheit den nächsten Hinweis versteckt.
Dort wo ich "Station 5" festlegte, folgte ich dann dem Gässle, was die Sucher meines Schatzes auch tun sollten. Auf diesem Weg kam ich an Fundamentresten eines alten Gebäudes vorbei, am Baum gegenüber ermittelte ich die Farbe im "Wanderschild" und nahm die Anzahl der Buchstaben als "B" und folgte weiter dem Gässle.
Als mir die nächste Bank unter kam, verzichtete ich, trotz wunderbarer Aussicht auf die Heimat, auf eine Pause und machte mich an den Abstieg. Während meines Weges ins Tal, entdeckte ich zur linken Hand eine Art Gewölbekeller. Er schien verlassen und ich nahm die Zahl der durchgängigen , horizontalen metallernen Streben als "C" und machte mich dann weiter auf ins Tal.
Der schmale Weg, welchen ich bewandelte, mündete in einer breiten Straße auf welcher die schnellen Kutschen fahren. Dieser Straße folgte ich rechter Hand weiter hinab ins Tal bis ich auf den Marktplatz kam. Dort angekommen, erfrischte ich mich am Brunnen und machte mich dann weiter in Richtung des Fackelplatzes auf.
Mein Weg führte mich vorbei an einem See, wo ich auch Reiher entdeckte, an welche sich ein Fuchs anschlich. Die Zahl der Reiher nahm ich als "D".
Nun fehlt noch eine Zahl um herausfinden zu können, wo ich den kostbaren Schatz versteckt habe. Diese Zahl entspricht der einstelligen Quersumme meines Geburtsjahres addiert mit der Zahl "zwei". (= "E")
Den Schatz versteckte ich dann an folgender Stelle: N 48° DC. 1DA E 008° DC. E[ B - 4 ]1
Achtung Änderungen 22.04.2017 - Formel für Station 3 hat sich geändert, Hint hinzugefügt - Ermittlung des Wertes B den neuen Gegebenheiten angepasst (Wert hat sich NICHT verändert)