Weilheimer Städtlesgeschichte 3: Stadtgründung Traditional Cache
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Weilheimer Städtlesgeschichte 3: Stadtgründung
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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Das Städtchen Weilheim kann auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurückblicken. Einige besondere Stationen der Stadtgeschichte sollen mit dieser kleinen Serie nachgezeichnet und in Erinnerung gerufen werden. Dazu gehören:
- Weilheimer Städtlesgeschichte 1: Die Villa
- Weilheimer Städtlesgeschichte 2: Die Urkirche
- Weilheimer Städtlesgeschichte 3: Stadtgründung
- Weilheimer Städtlesgeschichte 4: Marienkapelle
- Weilheimer Städtlesgeschichte 5: egelschberger see
- Weilheimer Städtlesgeschichte 6: Somnambulismus
- Weiheimer Stadtspaziergängle (Multi)
- Weilheimer Städtlesgeschichte BONUS
Als Quelle war mir das neu erschienene, von Manfred Waßner herausgegebene Stadtbuch ’Weilheim’ eine große Hilfe.
Nicht vergessen: In jedem Cache findet ihr eine Zahl für die BONUS-Koordinaten.
Im Jahre 1319 wurde Weilheim durch Graf Ulrich von Aichelberg zur Stadt erhoben, befestigt und gewann durch das Marktrecht rasch an Bedeutung. 1334 verkaufte Graf Brun von Kirchberg den Ort für 7.500 Gulden an die Grafen von Württemberg. Um 1370 verpfändeten die Württemberger diesen Besitz an die Herren von Lichtenstein. 1432 wiederum verkauften Peter von Liebenstein und sein Schwiegersohn Kaspar von Schlat die Pfandschaftsrechte an Hans von Wernau. Dieser übertrug das Pfand später an seinen Vetter Eitel. Von dessen Söhnen löste Württemberg die Pfandschaft 1478 schließlich wieder aus.
Mit der Stadterhebung war auch eine Ummauerung Weilheims als Schutz notwendig geworden. Der Mauergürtel, der bis heute in Teilen erhalten geblieben ist, bezog nicht die gesamte alte Dorfsiedlung mit ein, sondern umfasste nur einen Kernbezirk um die Peterskirche und ließ die ’Oberhofen’ (Richtung Neidlingen gelegen) und ’Unterhofen’ (Richtung Holzmaden/Bissingen gelegen) genannten Ortsteile außerhalb der ummauerten Stadt. Dafür waren außer finanziellen auch topographische Gründe ausschlaggebend: So war das später ummauerte Areal durch die Bachläufe von Lindach, Kohlesbach und Schmidbach eh schon auf drei Seiten geschützt, so dass nur im Norden ein zusätzlicher Schutzgraben angelegt werden musste.
Zwei vorspringende Stadttore bildeten den Zugang in die Stadt. Vor dem “Unteren Tor“ nahe dem Kirchplatz vereinigten sich die von Bissingen, Jesingen und Göppingen kommenden Straßen, durch das “Obere Tor“ wurde die Straße nach Neidlingen und Wiesensteig weitergeführt. Die Mönchsgasse zwischen Unterer Grabenstraße und dem neu gestalteten Bertoldsplatz beim Rathausneubau führte zu einem kleinen Tor, dem “Mönchstörchen“. Dieses wurde als Ausgang zu den Wiesen und Weinbergen rund um die Limburg genutzt. Alle Tore sind in der Zwischenzeit abgerissen, lassen sich aber vor Ort recht gut vorstellen.
Die weitgehend erhalten gebliebene Nordmauer lässt sich in die Zeit der Stadtgründung datieren. Dafür spricht die Schießscharte am Mauerstück an der ehemaligen Zehntscheuer (Kirchgasse 7). Auch die ’Schlüsselscharten’ am Turm der Peterskirche sind als Einrichtung zur Verteidigung der Stadt zu interpretieren. Sie sind ein Kennzeichen für die seit Ende des 14. Jahrhunderts in Gebrauch kommenden Handfeuerwaffen. Hier verlief die Stadtmauer übrigens nur 2 Meter vom Kirchturm entfernt!
Additional Hints
(Decrypt)
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Jraa vue vaara fgrug - yvaxf qrf Rvatnatf hagra
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