Felsenkeller Traditional Cache
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Diesen geschichtsträchtigen Ort musste ich mit einem Cache würdigen, er befindet sich aus Sicherheitsgründen nicht auf dem Gelände sondern an den angegebenen Koodinaten.
Der Felsenkeller ist ein ehemaliges Ballhaus im Leipziger Stadtteil Plagwitz. Er befindet sich auf dem Eckgrundstück Karl-Heine-Straße 32 / Zschochersche Straße 14.
Der Felsenkeller wurde 1842 von Carl Wilhelm Naumann gekauft. Damals war er noch ein Böhmescher-Gut in der Gemeinde Plagwitz. C. W. Naumann ließ dort einen „Felsenkeller“ in das Erdreich graben. Hier lagerte er ab 1843 das in der „Kleinen Funkenburg“ gebraute Bier bis zur endgültigen Reife.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde das heutige Gebäude im Stil des Neobarocks, einer Stilrichtung der Architektur, der Bildhauerei und mit Vorbehalt der Musik von den Architekten A. H. Schmidt (1858-1942) und A: Johlig (1857-1937) als Ersatz für den alten, nördlich gelegenen Felsenkeller errichtet und im Jahr 1890 eröffnet. Das augenscheinlichste Merkmal dieses Gebäudes ist der zweistöckige Eckturm mit der barocken Kuppel. Das Gebäude erhielt seinen Namen nach dem seit 1844 etwas weiter nördlich befindlichen Alten Felsenkeller, der abgebrochen wurde.
Bauherr war die Brauerei Carl Wilhelm Nauman. Um die Zeit des 19 Jahrhunderts umfasste der Bau einen Gebäudekomplex mit 1000 Plätzen, Terrassen, Veranden sowie einer großzügig angelegten Gartenanlage.
Der Felsenkeller diente unter anderem als Konzert- und Ballsaal, ab 1980 wurde im Saal das Felsenkellerlichtspiel betrieben. Neben der eigentlichen Nutzung als Vergnügungsstätte diente der große Festsaal im Erdgeschoss auch als Versammlungslokal bei politischen Veranstaltungen, vor allem der der Leipziger Arbeiterbewegung. So sprach hier am 12.02.1905 der SPD-Politiker K. Liebknecht (1871-1919) vor 2500 Arbeitern, am 14.05.1920 die KPD-Politikerin C. Zetkin (1857-1933), und auf Wahlkundgebungen am 25.10.1926, am 19.06.1930 und am 05.09.1930 der KPD-Vorsitzende E. Thälmann (1886-1944). Am 23.03.1946 wurde im „Felsenkeller“ die Stadtorganisation der Leipziger FDJ gegründet. Vom 29. Bis 31.03.1946 fand im „Felsenkeller“ ein Bezirksparteitag der Leipziger SPD statt, dessen 537 Delegierte am 30.03.1946 die sofortige Vereinigung mit der Leipziger KPD beschloss, die gleichzeitig auf einem Kreisparteitag im Schleußiger „Elstertal“ tagte. Damit entstand die Leipziger Kreisorganisation der SED.
Anfang der 1980er Jahre wurde der „Felsenkeller“ teilweise rekonstruiert. Bis zum Fall der Mauer diente er als Kulturzentrum, Gaststätte und Vergnügungslokal.
Im Herbst 2005 begann die Renovierung und Restaurierung des Innenbereiches. Im ersten Bauabschnitt wurden dem großen Saal mit den beiden Seitenschiffen und dem Foyer durch Sanierung wieder Leben eingehaucht.
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