Antiquariate und Flohmärkte haben eine
seltsame, aber unwiderstehliche Anziehungskraft. Man fühlt sich wie
in einem Sog von Unbekanntem. Handel und Wandel, geheimnisvolles
Vergangenes lässt sich dort finden. Neulich war es wieder mal
soweit, ein Flohmarkt wurde angepriesen und die Zeit erlaubte es,
einen kurzen Spaziergang darüber zu machen. Wie immer gab es hier
und da etwas Interessantes und auch Sachen, die auf einem
Recyclinghof besser aufgehoben wären. Ein Händler hatte Bücher zum
Päckchen geschnürt und bot sie gleich Bündelweise an. Man fühlte
sich glatt wie in Buchheim (Hildegunst von Mythenmetz lässt
grüßen). Der Händler hatte aber etwas Vertrautes und zu gleich
Fremdartiges an sich. Er war nicht aufdringlich und die Preise
lagen im Limit, also erwarb ich ein Bündel. Mehr so auf´s Gradewohl
hin. Die Buchrücken ließen auf gediegene Buchbindekunst schließen,
kein Paperback oder Romanzeitungsartiges. Bei 8cent das Kilo beim
Altpapierhändler und dem Bündelpreis von 3 Euro konnte nicht viel
schief gehen.
Beim Auspacken
der 7 Bücher fiel ein schmales Buch auf, dessen Einband im Bündel
nicht aufgefallen war und das auch schon arg mitgenommen schien.
Die anderen Bücher machten einem besseren Eindruck, zumindest die
Einbände würden im Regal schick aussehen, das Lesen der Bücher
konnte getrost in die kalte Jahreszeit verschoben
werden.
Es schien
schon in so mancher Tasche gewesen zu sein, die Flecke auf den
ersten Seiten waren eindeutig Kaffee, Tee und Sonstiges. Überall
waren Randnotizen, Zeichnungen und zunächst unverständliche Zeichen
und Hyroglyphen. Ein Autor oder Verlag war nicht auszumachen, das
Papier seltsam fest, eher wie Papyrus, die Schrift wie geprägt und
nicht gedruckt.
Die
Geschichte war unzusammenhängend aber spannend. Es war von einem
Weltmittelpunkt die Rede, unermessliche Schätze sollten in alten
Gemäuern, gar Pyramiden, verborgen sein. Über die Jahrhunderte von
Ort zu Ort getragen und immer wieder verborgen. Vom Raub der
Sabinerinnen war die Rede, die Türken bei Wien und auch die
Angelsachsen waren erwähnt. Es kamen sogar russische Begriffe
aus der Weltraumforschung darin vor! Leider war die Geschichte
chronologisch nicht nachvollziehbar, so als ob Seiten oder ganze
Kapitel fehlten oder falsch geheftet waren und irgendwie erinnerte
der Buchaufbau an die unendliche Geschichte. Immer wieder tauchten
Zahlenreihen und Formeln auf und immer mit Umschreibungen von Orten
oder Himmelsrichtungen. Auch war hin und wieder von Stonemen die
Rede und von Pharaos Curse. Alles sehr seltsam. Die Ortsangaben
waren widersprüchlich, mal war von einem „Trockenen
Berg“ die Rede, dann von einem Hügel voller bewaffneter
Grenadiere.


Im 8.
Jahrhundert hatten die Daleminzen die Schatulle mit den
alchimistischen Dokumenten in ihren Besitz gebracht. Irgendwann, so
um 928 muss dann die Schatulle aus ihrer Hauptburg Gana, die durch
Brandschatzung zerstört wurde in den Gau Nisan geraten sein. Hier
verliert sich die Spur der Schatulle vorerst in den Wirren der
Zeiten. 1221 hat Wolfaz de Breule die Schatulle nach de Lampregtizvalde
geschafft und sie dort verborgen.
Über den Verbleib der Schatulle
berichtet ein codiertes Kapitel des Buches. Der Code sah fast wie
Brailleschrift aus, oder erinnert an Lochstreifencode. Ein guter
Bekannter setzte das per Computer in heute verwendbare Daten um.
Was dabei herauskam ist so erstaunlich, dass sich der Weg hier her
gelohnt hat! Die Schatulle ist tatsächlich da! Nach so langer Zeit
noch! Und der Inhalt verspricht Unglaubliches!

Hinweise für
Suchende:
Die
Schwierigkeit besteht sicherlich nicht im Lösen des Wherigo
, sondern im Finden des Final und dem
Loggen! Bitte bedenken, gefunden ist noch nicht geloggt! Es ist
zwar nicht notwendig, Journalismus und/oder Ägyptische Geschichte
studiert zu haben, aber ratsam ist es. Mindestens das kleine
Einmaleins der Pharaonen sollte man „drauf“ haben. Die
Lokalität wird konsequent von den Telefonfirmen ignoriert, so dass
vor Ort mit den 3w nicht viel los ist.
Die Cartrige findet ihr hier:
http://www.wherigo.com/cartridge/details.aspx?CGUID=9b5d214a-56d9-4a1d-9ae8-a7ef071f8fe1