Don Quichotte – Das verhexte Wirtshaus
Es war an einem jener Tage, an dem sich Don Quichotte mit seinem wackeren Knappen Sancho Pansa auf die Suche nach neuen Abenteuern in der weiten Eifel machte.
Sie waren schon lange unterwegs an diesem Tag und hatten so manches Abenteuer erlebt. Doch wer Schläge austeilt, kriegt auch Schläge. Er und Sancho Pansa hatten überall gelbe, blaue und grüne Flecke. Sie hinkten und hatten Beulen. Und beiden zusammen fehlten neun Backenzähne. Auch Rosinante und der Esel waren strapaziert und ruhebedürftig. Und so beschloss man, ein paar Tage in einem Wirtshaus zu bleiben, das am Wege, nahe dem rauschenden Pommerbach lag. Don Quichotte hielt dieses Wirtshaus jedoch für die gewaltige Winneburg mit ihren hohen Zinnen.
Sie aßen und bezogen ihre Kammern, Don Quichotte legte sich aufs Bett und kurz darauf schlief er erschöpft ein. Jetzt war es so, dass der Wirt in jener Kammer seinen Wein lagerte. Riesige Weinschläuche aus gegerbten Ochsenhäuten hingen von der Decke hinab. Unser tapferer Ritter schlief schlecht und träumte noch viel schlechter. Im Traum war es ihm als wären die Weinschläuche Riesen und Zauberer die in seine Kammer kamen, um ihn umzubringen. Da packte er den Degen, der neben dem Bett lag, sprang mit einem Satz aus den Federn und hieb und stach auf die prallen Ochsenhäute ein, dass der Rotwein aus allen Löchern und Nähten spritzte.
Sancho Pansa, der Wirt und ein paar Gäste wurden von dem Getöse geweckt, zündeten Kerzen an, gingen dem Lärm nach, rissen die Kammertür auf und erstarrten vor Schreck. Der Fußboden war rot. Der Ritter war rot. Sein Bett war rot. »Hilfe!« schrie Sancho Pansa. »Mein Herr wird ermordet! « Denn er und die Gäste glaubten, der rote Wein sei Blut. Nur der Wirt wusste es besser und begann zu zetern. »Mein schöner, guter, teurer Rotwein! « rief er wütend und wollte dem Ritter in den Arm fallen. Doch der focht wie der Teufel und stieß immer neue Löcher in die Weinschläuche. Erst als sie bis auf den letzten Tropfen leergelaufen waren, konnte man Don Quichotte mühsam zu Bett bringen.
Während die Gäste in ihre Zimmer zurückgingen, jammerte der Wirt in seiner Stube, bis der Morgen graute. Don Quichotte war davon nicht abzubringen, dass die Weinschläuche Riesen und Zauberer gewesen seien und dass er viel eher Lob als Vorwürfe verdiene. Schließlich gab Sancho Pansa dem Wirt für den vergossenen Rotwein heimlich ein paar Goldstücke, und somit waren alle zufrieden. Der Wirt hatte sein Geld. Der Ritter hatte seine Riesen und Zauberer. Und die Gäste hatten ihren Spaß.
Der Cache ist Bestandteil einer kleinen Serie über Don Quichotte und ist auch Station eines Multis mit einem tollen Final (GC2KEWB). Die Geschichte ist an den original Roman von Miquel de Cervantes angelehnt, die auch von Erich Kästner nacherzählt wurde. Wir haben uns nur erlaubt die Erzählung in die wunderschöne Eifel zu verlegen, in der sie genauso gut hätte stattfinden können.
Im Tal ist der GPS Empfang sehr schlecht, ich hatte beim ermitteln der Koordinate jedesmal andere Ergebnisse. Der HINT ist aber so eindeutig, dass es kein Problem sein dürfte die Dose zu finden.
