Salzburgs lange Geschichte ist in vielen Teilen der Stadt bis heute
spürbar. Besonderen Einfluss auf die Entwicklung der Stadt hatten
die Befestigungsanlagen, die teils heute noch erhalten sind. Erste
hölzerne Palisaden rund um die Bischofsstadt gab es bereits ab der
Jahrtausendwende, die erste eigentliche Befestigung ist aber erst
auf dem Stadtsiegel von 1249 zu sehen. In zwei weiteren Etappen im
15. Jahrhundert (Bauernaufstand und Gefahr der Türkenbelagerung)
und im 17. Jahrhundert (Dreißigjähriger Krieg) wurde die Stadt und
ihre Befestigungsanlagen erweitert bis zum Stand aus der Abbildung
um 1720. Das Ende vieler Teile der Stadtmauern, Bastionen und Tore
bildete die Aufhebung der Stadt als Festung durch Kaiser Franz
Josef I. im Jahr 1860. Einige Stadttore sind der voranschreitenden
Stadterweiterung entgangen und stehen noch heute, an einige
erinnern Gedenktafeln und einige weitere sind nur noch auf alten
Gemälden zu finden.
Dieser Mystery Cache führt dich durch mittelalterliche Gassen,
entlang längst vergessener Stadtmauern zu acht teils noch
erhaltenen, teils seit Jahrhunderten verschwundenen
STADTTOREN.
Alle gesuchten Tore liegen im Dreieck zwischen den Koordinaten N47
48.450, E13 03.100; N47 48.200, E13 02.240 und N47 47.810, E13
03.100. Du solltest dir zumindest 2 Stunden Zeit nehmen.
Allgemeine Hinweise zum Berechnen: Bei der Umwandlung von
Buchstaben in Zahlen werden Umlaute als zwei Buchstaben gewertet
(zB Ä = AE) und ß als ss.
Die Headerkoordinaten sind kein Hinweis auf das erste gesuchte
Stadttor.
Dieses ehemalige Stadttor wurde um 1630 unter Erzbischof Paris
Lodron fertiggestellt und war, wie zu dieser Zeit üblich, nach
einem Heiligen benannt. Ebenso war der auf der stadtzugewandten
Seite liegende Platz bis 1849 nach diesem Heiligen benannt. Der
heutige Name des Platzes beginnt mit dem selben Buchstaben wie der
frühere.
Begib dich zum ehemaligen Stadttor, wo du eine Gedenktafel findest.
Im Winkel von ca. 155 Grad siehst du ein Tor. An diesem Tor ist ein
Zeichen angebracht. Zähle die roten "Blätter" am Schild, dies ist
die Zahl A. Wer noch an der Stadtgeschichte interessiert ist,
findet im Innenhof, der sich hinter dieser Tür befindet, einen Teil
der alten Stadtmauer. Restauriert und wieder zugänglich ist dort
der alte Wehrgang. ACHTUNG: der Hof ist nur an Wochentagen zwischen
8:00 und 17:00 Uhr geöffnet!
Dieses Tor war im Gegensatz zum ersten lange Zeit kein eigentliches
Stadttor, also nicht für den Zugang zum weiterführenden Straßennetz
gedacht, sondern als Zugang zum Fluss. Durch dieses sogenannte
Tränktor gelangte man zur Zeit Wolf Dietrichs auf den damaligen
Fisch- und Fleischmarkt.
Auf der damaligen stadtabgewandten Seite findest du eine
Hausnummer. Notiere sie als Zahl B.
Finde die lateinische Entsprechung dieser Inschrift:
Erzbischof Paris aus dem Grafengeschlecht von Lodron gebietet, dass
dieses Tor, das durch scarpierten Fels, durch den eingeschnittenen
Graben und den angebauten Wall geschützt und aus Finsternis und
Enge aufgeführt wurde, Johannes dem Täufer, dem Vorläufer des
Herrn, geweiht sei.
Am Ende der Inschrift siehst du eine römische Jahreszahl. Wandle
sie in eine arabische Zahl um berechne die Summe = C
Nur noch der eine Teil dieses Doppeltores besteht heute. Früher
führte eine Brücke von der linken Altstadtseite durch diesen Bogen
zur rechten Stadtseite. Doch diese Brücke bestand nur vier
Jahre.
Am Tor findest du eine blaue Tafel. Die obere Zahl hinter dem Komma
ist D.
Das fünfte Tor war nach einer nahegelegenen Kirche benannt, die
1861 abgetragen wurde.
In der Mitte des Torbogens befindet sich ein Wappen mit dem Namen
des Erbauers und dem Baujahr. Wandle die Buchstaben in der zweiten
Zeile nach gewohntem Muster in Zahlen um (zB A=1, B=2 etc.) und
bilde die Summe. Dies ist die gesuchte Zahl E.
Es überspannte die Hauptverkehrsroute durch die rechte Altstadt bis
1617. Danach verlor dieses Tor seine Bedeutung und wurde
abgetragen. Die Zinnen der Stadtmauer links des ehemaligen Tores
sind von N47 48.140, E13 02.800 noch heute zu sehen.
Gesucht ist der Name der alten, sehr engen Gasse entlang der
ehemaligen Wehrmauer, die von diesem Tor bis zur Salzach führte.
Wandle die Buchstaben nach gewohntem Muster in Zahlen um (zB A=1,
B=2 etc.) und bilde die Summe. Dies ist die gesuchte Zahl
F.
Der Grundriss dieses Tores ist aus Stein gebaut. Finde ihn in der
Stadt. An der südlichen Hausfassade oben siehst du:
- Das Wappen Paris Lodrons = 35
- Einen Pferdekopf = 50
- Eine Sonnenuhr = 85
Die Zahl hinter dem richtigen Objekt ist G.
Kaum zu glauben, aber auch an den Koordinaten des Finals stand
früher ein Stadttor:
N47 F x E x A - F x D x B + G x B + C
E13 (E x A + A) x D
Viel Spaß beim Schnüffeln in der Salzburger Geschichte!
Ob du richtig stehst, siehst du wenn das Licht an geht ;-)
Geochecker.com.
Dieser Cache ist Teil einer neuen Serie zu Geschichte in Salzburg.
Notiere dir die Bonusnummer im Final und löse auch die anderen
Caches der Serie "Salzburgs Geschichte"
GC2N9WJ.