Die Grube Anna-Elisabeth ist ein über 500 Jahre altes, stillgelegtes Silber- und Vitriol-Bergwerk
auf dem Gebiet der Stadt Schriesheim an der Bergstraße im Rhein-Neckar-Kreis.
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Bergbaugeschichte
Historisch
Urkundliche Erwähnung fand die Grube Anna-Elisabeth erstmals im Jahre XXXX. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war sie als silberförderndes Bergwerk in Betrieb. Zu einer ersten Grubenschließung kam es 1545. Zwar erging bereits 1551 eine neue Bergordnung, die Grube blieb jedoch noch weitere 150 Jahre geschlossen, bevor 1701 die Bergbautätigkeiten wieder aufgenommen wurden. Diesmal wurde Vitriolerz, namentlich Eisenvitriol abgebaut. 1817 wurde der Bergbaubetrieb endgültig eingestellt. Alle nachfolgenden Pläne zu einer neuerlichen bergbautechnischen Nutzung der Grube zerschlugen sich. 1943 bis 1945 wurde das Bergwerk als Luftschutzbunker genutzt, danach verfiel es und die Schächte und Stollen wurden teilweise verfüllt .

Neuzeit
Vor dem Hintergrund der Bedrohung durch städtebauliche Maßnahmen und angeregt durch eine Gruppe engagierter Schriesheimer Bürger wurden 1985 das Bergwerk und die Außenanlagen aus dem 18. Jahrhundert unter Denkmalschutz gestellt. Aus der Initiative ging später der Bergwerksvereins Schriesheim e.V. hervor. In den folgenden Jahren erfolgte die mühselige Öffnung der alten Schächte und Stollen und bereits 1988 konnte ein erster Stollen, der Mittelstollen, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Seit dieser Zeit steht die Grube Anna-Elisabeth als Besucherbergwerk allen interessierten Besuchern offen.
1993 begannen sehr aufwändige und teure Sanierungsarbeiten am Sudhaus, das als Museum eröffnet werden sollte. 21. November 1997 fand die Gründung des Bergwerkvereins Schriesheim statt. 2005, zum Anlass des 20. Bergwerksfestes richtete der Bergwerksverein Schriesheim e.V., die Stadt Schriesheim und der Landesverband der Bergmannsvereine und bergmännischen Musikvereine Baden-Württemberg e.V. den 3. Baden-Württembergischen Bergmannstag in Schriesheim aus. Mit circa 1000 geladenen Gästen und 30.000 Besuchern (Presseangabe) ein Highlight der Vereinsgeschichte. Höhepunkt des bergmännischen Abends war der große bergmännische Zapfenstreich auf dem Festplatz. Hunderte Trachtenträger machten die Zeremonie zu einem optischen Erlebnis. 2010 wurde das 25. Bergwerksfest gefeiert; seit seiner Öffnung haben mehr als 155.000 Besucher das Bergwerk besichtigt.

Vitriol
Vitriol ist die veraltete Bezeichnung für die kristallwasserhaltigen Sulfate (Salze der Schwefelsäure) von zweiwertigen Metallen in der Chemie, zum Beispiel das Zinkvitriol (Zinksulfat, ZnSO4 · 7 H2O, weißer Vitriol, Mineral Goslarit), das Eisenvitriol (Eisen(II)-sulfat, FeSO4 · 7 H2O, grüner Vitriol, Mineral Melanterit) und das Kupfervitriol (Kupfersulfat, CuSO4 · 5 H2O, blauer Vitriol, Mineral Chalkanthit).
Gewinnung
Vitriole kommen als Oxidationsprodukte in sulfidischen Buntmetall-Erzlagerstätten vor. Sie werden durch Auffangen der Vitriol-haltigen Sickerwässer und durch Auslaugen von verwittertem, oxidiertem Buntmetallerz gewonnen. Eisenvitriol wird auch aus der Restlösung gewonnen, die nach Abscheiden von Kupfer aus Kupfersulfat-haltigen Wässern durch Zementation mit metallischem Eisen anfallen.
Verwendung
Vitriole wurden schon seit langem gewonnen und für verschiedene Zwecke verwendet: Eisenvitriol in der Stofffärberei (Eisenbeizen, Indigoküpe), zur Herstellung verschiedener Farbstoffe (z. B. Berliner Blau zur Schwarzfärbung von Leder), zur Herstellung von Tinte (Eisengallustinte), zur Desinfektion Kupfervitriol zur Desinfektion, zur Holzimprägnierung, zur Konservierung von Tierhäuten (Balg) bis zur Verarbeitung zu Leder, zur Beizung von Getreidesaat, zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten (Bordelaiser Brühe im Weinbau), zur Unkrautbekämpfung, zur Herstellung von Mineralfarben und organischen Farbstoffen Zinkvitriol in der Kattundruckerei. Wie die Anspielung der Bezeichnung Vitriol auf den Stein der Weisen zeigt, war Vitriol in den Parawissenschaften ein beliebter Stoff. Er fand beispielsweise Verwendung in der Waffensalbe oder im Pasilalinisch-sympathetischen Kompass
Und nun zu den Fragen:
1. Wann wurde die Grube Anna-Elisabeth erstmals erwähnt?
2. Von welchem lateinischen Wort leitet sich die Bezeichnung Vitriol ab?
3. Wie heißt das Gemisch aus Kupfervitriol und Eisenvitriol?
4. Wie bezeichnet man das im 16. Jahrhundert entwickelte Gerät, das die Förderleistung merklich erhöhte? Die Bezeichnung findet man auf einer Hinweistafel in der Nähe des Grubeneingangs.
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