EarthCache

Die Erde bebt - eine Spurensuche

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Hidden : 1/8/2011
In Nordrhein-Westfalen, Germany
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size: not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Wusstest Du, dass es in der Kölner Bucht genauso häufig zu Erdbeben kommt, wie z.B. in Japan? Hättest Du gedacht, dass bei uns die Erde realtiv häufig bebt?

Dieser EarthCache möchte Dir erklären, warum dem so ist und sich mit Dir auf Suche nach den Spuren dieser Bebeben begeben. Dazu führt Dich der Cache an einen Ort, der ansonsten primär aus anderen Gesichtspunkten besucht wird. Bevor wir allerdings dorthin kommen, versuchen wir uns dem Thema langsam zu nähern. Was ist eigentlich die Kölner Bucht?
Als Kölner Bucht wird die dicht besiedelte und von Flüssen durchzogene Ebene bezeichnet, die zwischen den Städten Bonn, Aachen und Düsseldorf/Neuss liegt. Sie befindet sich im Südwesten Nordrhein-Westfalens und bildet den natürlichen südlichen Abschluss des Niederrheinischen Tieflands und den Übergang in das rheinische Schiefergebirge. Zu ihr werden die Landschaften der Voreifel und des Bergischen Landes gerechnet.


Lage der Kölner Bucht (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Bucht)

Wieso kommt es nun zu Erdbeben in der Kölner Bucht?
Die Beben in der Kölner Bucht entstehen dadurch, dass die afrikanische Platte (die afrikanische Platte ist eine der größten Kontinentalplatten (bzw. tektonischen Platten) der Erde. Sie erstreckt sich unter dem gesamten afrikanischen Kontinent sowie unter einem Teil der umliegenden Meere) südlich von Italien gegen die eurasische Platte drückt. Dieser Druck wird weitergeleitet. Hierdurch entstanden die Alpen, und es ergeben sich in Mitteleuropa Druck- und Zugspannungen (Pfeile) in der Erdkruste. Übersteigen diese Spannungen die Festigkeit der Gesteine im Untergrund, so kommt es zum Bruch der Gesteine, die sich in Schwächezonen, wie der Kölner Bucht, als Erdbeben entladen. Im Zuge dieser Erdbeben senkt sich die Kölner Bucht langsam ab.

Forscher halten in der Kölner Bucht Erdbeben mit einer Stärke von bis zu 6,4 auf der Richterskala für möglich. Es treten hin und wieder Erdbeben auf, die für internationale Verhältnisse relativ „schwach“ ausfallen. Trotzdem ist diese Region das aktivste Erdbebengebiet Deutschlands mit den heftigsten Beben. Ein starkes Erdbeben (ca. 5,5 bis 6,0 auf der Richterskala) tritt durchschnittlich etwa alle 200 Jahre auf. Durch ein stärkeres Beben gefährdet wären Städte wie Aachen, Bonn, Düren, Düsseldorf, Grevenbroich, Heinsberg, Koblenz, Köln, Leverkusen sowie Orte in den Niederlanden (Roermond, Maastricht, Sittard) und Belgien (Eupen, Lüttich).
Mehrmals im Monat gibt es in der Kölner Bucht Kleinbeben, die in der Regel nicht gespürt werden, beispielsweise im November 2005: Mersch (Jülich) und Eschweiler (2. November, Stärke 0,7 bis 1,2), Alsdorf-Blumenrath (11. November, Stärke 0,7), Erp (13. November, Stärke 1,0), Bergheim-Niederaußem (16. November, Stärke 0,9), Roermond (19. November, Stärke 1,2), Bad Ems (21. November, Stärke 2,2), Mersch (22. November, Stärke 0,8). Weitere Infos über alle aktuellen Beben findest Du auf einer Übersichtsseite der Erdbebenstation Bensberg, die sich mit der Erforschung der Erdbeben in der Kölner Bucht beschäftigt.

Auf detailliertere Erklärungen, wie Erdbeben entstehen und wie sie gemessen werden, soll an dieser Stelle verzichtet werden. Eine sehr schöne kleine Erdbebenkunde findet sich auf der Webseite der Erdbebenstation Bensberg.


Die Lithosphärenplatten der Erde (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kontinentalplatte)

Nach diesen Informationen stellt sich nun die Frage, welche Spuren diese Beben - zumindest die stärkeren - in der Vergangenheit hinterlassen haben. Um diese Frage zu beantworten begeben wir uns in das Praetorium. Das Praetorium war der Amtssitz des Statthalters in der Hauptstadt Köln der römischen Provinz Niedergermanien. Es handelte sich um den bedeutendsten offiziellen Bau der Stadt und den wichtigsten römischen Palast am Rhein. Entdeckt wurde es bei den Bauarbeiter des Spanischen Baus und kann heute als Teil der Archäologische Zone / Jüdisches Museum besucht werden. Bitte beachtet folgende Öffnungszeiten und Eintrittspreise:

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr.
Jeden ersten Donnerstag im Monat, 10 bis 22 Uhr.

Eintrittspreise
Erwachsene: 3,50 Euro
Ermäßigt (für Auszubildende, Schüler und Studenten über 18): 3,00 Euro
Außerdem haben alle Kölner Kinder bis 18 Jahre, alle Schülerinnen und Schüler inklusive zwei Begleitpersonen je Schulklasse, KölnPass-Inhaberinnen und -Inhaber und Geburtstagskinder mit ihrem Wohnsitz in Köln am Tag ihres Geburtstags freien Eintritt.


Blick ins Praetorium

Ich empfehle sehr, sich das Praetorium nicht nur aus dem Blickwinkel dieses Earthcaches anzuschauen. Auch wenn wir uns im folgenden mit den dort zu sehenden Spuren eines stärkeren Erdbebens zur Römerzeit beschäftigen, gibt es im Praetorium noch viel mehr zu sehen und zu entdecken.

Wenn Du mal darauf achtest, wirst Du feststellen, dass im Praetorium in vielen Bereichen deutliche Fundamentschäden zu erkennen sind. Ein Beispiel siehst Du auf dem nachfolgenden Foto. Dort ist zu sehen, wie die Fassade mitsamt dem aufgehenden Mauerwerk zerbrochen und der nördliche Teil sich um mehr als 20 cm gesenkt hat. Dieser Riss ist dass Ergebnis eines stärkeren Erdbebens vermutlich zwischen 780 und 790. Gleiches gilt für den Umstand, dass viele Mauern des Praetoriums stark geneigt sind. Das Schadensbildes zeigt, dass es hier keine langsame statische Setzung gegeben hat, sondern durch Erdbebeneinwirkung eine Bodenverflüssigung eingetreten ist.

Lies Dir die Infotafel im Praetorium mit dem Titel "Interdisziplinäre Untersuchungen in der Archäologischen Zone Köln" durch und mache Dich auf die Spurensuche nach weiteren Hinweisen auf längst vergessene Erdbeben (ein Besuch des römischen Abwasserkanals lohnt sich in diesem Hinblick auch)...


Der Riss im Fundament als Folge eines Erdbebens zur Römerzeit

Weitere Infos zum Thema können auf folgenden Links gefunden werden:

Webseite der Erdbebenstation Bensberg
Infos der Stadt Köln über das Praetorium
Wikipedia-Artikel über das Erdbebengebiet Kölner Bucht
Wikipedia-Artikel über Plattentektonik


Um diesen Earthcache zu loggen, beantworte bitte folgende Fragen mithilfe der Infotafel "Interdisziplinäre Untersuchungen in der Archäologischen Zone Köln" per Email (Du brauchst nicht auf eine Logfreigabe zu warten, ich melde mich, wenn etwas nicht stimmt):

  • Welche maximale Neigung hat die östliche Hälfte des Praetoriums bedingt durch die Erdbebeneinwirkung?
  • Welche Schäden lassen sich im römischen Abwasserkanal beobachten?
  • Wie viele Schadensbeben wurden in den letzten 300 Jahren in der Niederrheinischen Bucht erfasst?
  • Was zeigt Abbildung 1?


Quellen: Wikipedia; Webseite der Erdbebenstation Bensberg

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Last Updated: on 4/24/2017 12:32:06 AM Pacific Daylight Time (7:32 AM GMT)
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