Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte
die Steinkohleförderung in der Saargegend einen, wie man heute
sagen würde, Boom.
Man brauchte viele Arbeitskräfte,
um das reichhaltig vorkommende "Schwarze Gold" aus den zahlreichen
Kohlegruben der Region, fördern zu können.
Die große Preisfrage: Wohin mit
all den aus ganz Deutschland angeworbenen Bergleuten und ihren
Familien?
Die Lösung des Problems war
schnell gefunden.
Es gab massenhaft Waldflächen in
der Region, die man für eine Bebauung ins Auge fasste.
So entstand auch der kleinste der
Dudweiler Ortsteile: Herrensohr (saarl. Kaltnaggisch; engl. Cold
Naked)
Man erwarb 3 Waldbezirke,
Herresohr, Bärendick und Felsenborn, gelegen auf 2 Hügeln, die man
rodete um das nötige Bauland zu gewinnen.
Die Waldgebiete waren einst
Jagdwälder der Grafen von Nassau-Saarbrücken, wovon der Flurnamen
"Herresohr = Herrenjagd" zeugt
Diese 3 Bezirke wurden im
Grundbuchamt Dudweiler unter dem Namen "Herrensohr"
eingetragen.
1856 wurden die ersten 18 Häuser
der neuen Siedlung erbaut. Das Gründungsjahr
Herrensohrs.
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Auf dem östlichen Hügel siedelten
verhältnismässig viele Hessen, weshalb der Berg als "Hessenberg"
bekannt ist.
Nachdem dann durch relativ viele
Typhusfälle, verursacht durch das Wasser der 3 öffentlichen Brunnen
auftraten, wurde, beginnend auf dem westlich gelegenen Hügel eine
Rohrleitung verlegt. Der "Brunnenberg" war geboren.
155 Jahre jung ist Herrensohr in
diesem Jahr. Vieles hat sich verändert, manches ist gleich
geblieben.
Aber, wie kam Herrensohr zu dem
Spitznamen "Kaltnaggisch"?
Nun, die einen sagen, Zugreisende,
die zur Gründungszeit des Ortes an den gerodeten Waldflächen
vorbeifuhren, hätten den Ausspruch getätig: "Hui, wie ist es hier
kalhl und nackisch...
Forscher sagen jedoch, das Wort
"Kaltnaggisch" hätte weder was mit kahl, noch mit nackt zu tun. sie
sagen, das Wort sei abgeleitet vom keltischen "Galnack", was soviel
wie steile Höhe, bzw. Berghang bedeutet.
Nun aber genug geschichtliches,
los geht die Tour de Kaltnaggisch :-)
Wir starten an der evangelischen Kirche des
Örtchens - Die Kreuzkirche.
Diese findet Ihr bei
N 49° 16.426 E 007° 01.011
Das Sakralbauwerk wurde in den Jahren 1908/1909
nach Plänen des Architekten Eduard Arnold erbaut.
Links neben der Kirche findet Ihr ein sehr altes
Häuschen, eines der ältesten des Hessenberges.
Quersumme der Hausnummer = A
Weiter geht es zu Stage 2, der Kindertagesstätte
Herrensohr, die auch ich 3 Jahre lang besucht habe.
N 49° 16.451 E 007° 00.943
Vor der Kita steht ein Kunstwerk. Was es
darstellen soll? Das frage ich mich seit 35 Jahren :-) Vorschläge
im Log sind willkommen.
Aber, was es auch ist. Die Frage lautet: Wieviele
Rauten befinden sich an der Spitze des "Dings" ( nur die
horizontalen Rauten !! ) ?
Anzahl der Rauten = B
Nicht weit davon weg, befindet sich
bei
N 49° 16.405 E 007° 00.875
der Herrensohrer Marktplatz, Stage 3
Vor 25 Jahren gab es hier noch einige Geschäfte,
heute schafft es nur noch ein Laden am Marktplatz den
Lebensmittelriesen zu trotzen.
Wenn Ihr auf das rechte Schaufenster schaut
seht Ihr die Reklame eines großen Eisherstellers.
Anzahl der Buchstaben = C
Nun folgt der Marktstrasse hinauf zu Stage 4, der
Grundschule Herrensohr, auch bekannt als Theodor-Heuss-Schule, wo
ich in den 80er Jahren die Schulbank drückte.
Auf den beiden Schulhöfen findet im Sommer das
jährliche Kaltnaggischer Dorffest statt. Auch andere große Feste,
wie die 150 Jahr-Feier, die durch einen großen Festzug durch den
Ort begleitet wurde, fand hier statt.
Hier fand auch im Jubiläumsjahr 2006 ein riesiges
Klassentreffen ehemaliger Schüler statt, moderiert von einem, quasi
aus Funk und Fernsehen , bekannten Kaltnaggischer , Michael
Friemel, zu dem auch Ex-Kaltnaggischer aus der ganzen Welt
anreisten.
Die Schule findet Ihr bei
N 49° 16.479 E 007° 00.657
Der Schulhof ist also für jeden da. Fast für
jeden.
Wer darf den Schulhof nicht betreten?
Anzahl der Buchstaben = D
Weiter geht es zur nächsten Sehenswürdigkeit,
Stage 5
Begebt Euch zu
N 49° 16.445 E 007° 00.632
Hier seht ihr die katholische Pfarrkirche St.
Marien. Im Jahr 2011 begeht die Kirche ihr 110.
Jubiläum.
Auch ein Jubiläumsgeschenk ist die Kohlelore, die
vor Euch steht. Aber wann wurde diese Lore gestiftet?
Quersumme der Quersumme des Jahres ( JJJJ )
= E
Stage 6 findet Ihr bei
N 49° 16.361 E 007° 00.917
Ihr befindet Euch nun am Fuss des
"Brunnenberges", den Ihr allerdings nicht erklimmen müsst. Bin ja
kein Schinder :-)
Stattdessen findet Ihr noch eine Zahl für Eure
Finalkoordinatenberechnung
An der Telefonzelle seht Ihr (auch schon von
weitem) eine gut lesbare vierstellige Nummer
Die Telefonzelle ist leider weg. Daher: F =
6
Nun neigt sich unsere Rundreise auch schon fast
dem Ende entgegen und wir begeben uns zum Friedhof
Dort wird mittels eines Denkmals eines schweren
Unglück gedacht:
Am 7.März 1885 kam es in der Grube Camphausen zu
einer schweren Schlagwetterexplosion, bei der 180 Bergleute den
getötet wurden und 30 weitere verletzt wurden.
Das Denkmal findet Ihr auf dem Friedhof
Herrensohr Öffnungszeiten beachten: November bis Februar 8 - 17 Uhr
März 8 - 18 Uhr April 7 - 19 Uhr Mai bis August 7 - 20 Uhr
September 7 - 19 Uhr Oktober 8 - 18 Uhr an folgenden
Koordinaten:
N 49° 16.148 E 007° 00.361
Eine Familie hat es bei dem Unglück besonders
schwer getroffen. Familie Butz. An wieviele Bergleute diesen
Namens wird an dem Denkmal erinnert?
Anzahl minus 3 = G
Das Final findet Ihr nun bei
N 49° 16. ( G ) (A + D ) (( B x C + F) /
F)
E 007° 00. (( A + B )/ E) ( E + F - A ) ( A + G
)
Die Klammern nicht miteinander multiplizieren.