Altes Malzwerk Traditional Cache
ronnsteff: Wieder weg. Diese Ecke ist einfach zu sehr vermuggelt.Wir machen Platz für was neues. Danke für die zahlreichen Besuche.
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Geschichte Altes Malzwerk Die Erfurter Malzwerke sind ein
traditionsreiches, seit 1990 als GmbH geführtes, Unternehmen in
Erfurt, deren Anfänge bis 1864 zurückgehen. Gründung 1864 gründete
der Seifensiedermeister Johann Georg Wolff (1806-1888) in Erfurt,
das seit dem Mittelalter ein wichtiger Umschlagplatz für
landwirtschaftliche Produkte aus dem Thüringer Becken war, einen
Getreidegroßhandel, den er unter der Firma J. G. Wolff & Söhne
mit seinen Söhnen Ernst Friedrich (Fritz) und Hermann betrieb. 1869
pachteten sie eine kleine Mälzerei. Wenige Jahre später wurde ein
eigener Neubau in der Straße Am Kochlöffel (heute Am Johannistor)
gebaut, in dem 1873 bereits 60.000 Zentner produziert wurden. Nach
drei Jahren wurde die Malzherstellung verdoppelt und der bestehende
Neubau erweitert. Neubau in der ehemaligen Moltkestraße 1885 Der
wirtschaftliche Erfolg veranlasste 1885 die Inhaber, eine große
Malzfabrik in der damaligen Moltkestraße (heute Thälmannstraße),
Ecke Iderhoffstraße, zu errichten. Zum Zeitpunkt der Entstehung des
ersten Gebäudekomplexes der Mälzerei (Tennen- und Darrhaus) waren
im näheren Umfeld keine Wohngebäude vorhanden. 1887 kam es zur
Teilung des Unternehmens zwischen den Brüdern. Ernst Friedrich
übernahm den neuen Standort Moltkestraße unter der Firma Fritz
Wolff Malzwerke Erfurt, Hermann betrieb den Standort Am Kochlöffel
weiter. In den 1930er Jahren erfolgte eine große Erweiterung im
Stil des Expressionismus. 1940 zählte Malzwolff, wie die Fabrik in
Erfurt genannt wurde, zu einer der bedeutendsten Malzfabriken
Deutschlands mit einer jährlichen Gesamtproduktion von über 300.000
Zentnern. Die ursprüngliche Tennenmälzerei, die große Lagerflächen
und enorme körperlich schwere Arbeit erforderten, konnte später
durch die verbesserte Transporttechnologie (Ketten- und
Schneckenförderer), den Bau von Siloanlagen mit
Getreide-Nachtrocknung und durch den Umbau der Darren modernisiert
werden. Es entstand am Erfurter Nordbahnhof nahe der Magdeburger
Allee eine weitere Mälzerei, die Malzfabrik der Familie Eisenberg.
Diese wurde als AG mit Sitz in Erfurt am 15. August 1918 gegründet,
firmierte später zu Malzfabriken J. Eisenberg & Etgersleben
Aktiengesellschaft, umbenannt am 29. August 1941 in Vereinigte
Malzfabriken Erfurt & Etgersleben AG. Verstaatlichung 1945 1945
wurden die Betriebe enteignet, verstaatlicht und unter dem Namen
VEB Erfurter Malzwerke weiterbetrieben. Der Standort Roststraße (am
Nordbahnhof) wurde Mitte der 60er Jahre durch den Bau eines
modernen Gersten- und Malzsilos sowie eines Produktionsgebäudes
(Weichhaus und Keimkästenanlage) modernisiert, während am Standort
Thälmannstraße die Maschinen der dreißiger Jahre - nach teilweisem
Umbau auf Elektromotorantrieb - zum großen Teil bis zur Stilllegung
der Betriebsstätte im Jahre 2000 noch in Benutzung blieben.
Reprivatisierung und Modernisierung nach 1991 1991 erfolgte die
Reprivatisierung und 1993 die Übernahme durch die Getreide AG
Rendsburg. Danach konzentrierten sich die Investitionen auf die
Betriebsstätte in Erfurt Nord (ehemals Roststraße), um sie zu einer
hochmodernen Mälzerei umzurüsten. In diesem Zusammenhang wurden
bereits 1994 über 8 Mio. Euro investiert. Das Kernstück dieser
Investition ist eine Zweihordenhochleistungsdarre. Das Darrgebäude
wurde in Skelettbauweise mit einer Edelstahl-Innenverkleidung
ausgeführt. Durch den Einsatz von Außenisolierung und
Glasrohr-Wärmeaustauscher verringerte sich der Energieverbrauch
massiv. Eine elektronische Steuerung des Produktionsprozesses
ermöglicht die automatische Be- und Entladung bei geringem
Energiebedarf. Im Jahr 2000 erfolgte für weitere 8 Mio. Euro die
geplante Erweiterung des Malzwerkes mit dem Bau eines Weich-, Keim-
und Darrturmes. Die entstandene Turmmälzerei ist in Kompaktbauweise
errichtet und für eine Charge von 240 Tonnen Braugerste ausgelegt.
Der gesamte Produktionsprozess wird durch ein computergestütztes
Kontroll- und Steuerungssystem überwacht. Auf der obersten Etage
des Malzturmes befinden sich vier Konusweichen aus Edelstahl -
welche über einen Elevator die sortierte und gereinigte Braugerste
zugeführt bekommen. Drei Keimeinheiten mit jeweils 23 Metern im
Durchmesser sind in den darunter liegenden Etagen des Turmes
angeordnet. In der untersten Etage befindet sich eine
Einhorden-Darre. Nach dem Darren gelangt das fertig getrocknete
Malz zum Malzsilo, wo es eingelagert und später für den Versand zum
Kunden vorbereitet wird. Seit dem Januar 2001 läuft die
Turmmälzerei erfolgreich mit voller Produktion. Das Unternehmen hat
mit der Turmmälzerei den Grundstein für eine erfolgreiche
Positionierung im hart umkämpften Mälzereimarkt gelegt und verfügt
somit über eine Hightech-Produktionsanlage, welche bezüglich
Produktionsqualität, Hygienestandards, Energieverbrauch und
Personaleinsatz den internationalem Standard entspricht. 2008 wurde
am Standort eine weitere Turmmälzerei, Keim- und Darrturm, für ca.
15 Millionen Euro errichtet, welche im 4. Quartal 2009 in den
Probebetrieb ging. Heutige Bedeutung Das Unternehmen gehört zu den
wichtigsten Lieferanten vor allem deutscher Brauereien. Die
Gesamtproduktionskapazität der Erfurter Malzwerke GmbH beträgt seit
2010 ca. 120.000 Tonnen Malz (2008: 80.000 Tonnen) pro Jahr. Seit
1996 wird das Unternehmen regelmäßig nach der DIN ISO 9002
zertifiziert. Die seit 2000 nicht mehr produzierende Mälzerei in
der Thälmannstraße ist als ein städtebaulich bedeutendes Ensemble
der Industriearchitektur als Kulturdenkmal ausgewiesen und steht
zum Verkauf.
Additional Hints
(Decrypt)
pn. 2z Uöur
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