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dummbrot: Hier ist wirklich alles zerstört, was wir eingebaut hatten. Bis auf ein Scharnier ist auch nichts mehr von der Installation übrig. Ihn in der gleichen Form wieder aufzubauen ist an dieser Stelle auch so nicht mehr möglich.
Daher überlassen wir den Ort wieder der Natur und den "Zufallsfindern" die sich wundern, warum mitten im Wald ein Grabstein steht und eine Gedenktafel.
Danke für die vielen freundlich Logs - wir haben uns gefreut!

CU
die dummbrots

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Doppelt Historisch

A cache by dummbrot Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 1/16/2011
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: regular (regular)

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Geocache Description:


Doppelt historisch

 

An dieser geschichtsträchtigen Stelle findet ihr sowohl eine Begräbnisstätte der ehemaligen Herren des Schlosses Gartrop, als auch eine Wallburg aus dem Hochmittelalter (9. oder 10. Jh.). Selbige wurde erstmals schriftlic erwähnt durch Gustav Ebe in „der deutsche Cicerone: Führer durch die Kunstschätze der Länder deutscher Zunge.“ (1897)

 

„Im Gartroper Busch liegen zwei größere Wallburgen: die größere am Mühlenbach besteht aus zwei Hügeln mit hufeisenförmigem Wall umgaben; die kleinere bildet eine rechtwinklige 5 Meter hohe Aufschüttung, die wieder von einem hufeisenförmigem Wall umgeben wird.“

 

Als Wallburg werden im deutschsprachigen Raum Wallanlagen aus ur- und frühgeschichtlicher Zeit, einschließlich des frühen Mittelalters bezeichnet.

 

Die Umwallung bestand aus einem Wall als solchem, oder einer darin eingearbeiteten Mauer aus Steinen oder Holzstämmen. Reine Steinmauern sind in unseren Breitengraden eher selten. Die Mauer, bzw. der Wall konnte mehrere Meter hoch sein und hinderte fremde am Betreten. In der Regel vorhandene Gräben sind heute zwar häufig durch Erosion verfüllt, an dieser Anlage kann man sie jedoch noch erahnen. Zumindest der Wassergraben und die Erhöhungen sind deutlich Erkennbar.

 

Innerhalb der Wälle lag mitunter eine Freifläche, die groß genug war, ein Dorf samt Tieren aufzunehmen, obgleich Spuren von Gebäuden sehr selten sind. Aufgrund der Größe der hiesigen Wallanlage kann davon ausgegangen werden, dass hier kein ganzes Dorf Schutz gefunden hat. Die Größe mancher Wallanlagen lässt vermuten, dass sie als Fluchtburgen dienen.

 

Hier bei dieser Anlage ist jedoch zu vermuten, dass sie als vorgelagerte Befestigung diente.

 

Auf einem der Wallhügel steht ein Grabstein der ehemaligen Herren des Schlosses Gartrop.. Der Wallhügel wurde offensichtlich als Begräbnisstätte der Familie Quadt-Hüchtenbruck von 1821 bis 1823 genutzt wurde. Nach dem dort befindlichen Grabstein wurden dort nur zwei weibliche Familienmitglieder bestattet.

Zum einen die Gräfin Gertrud von Quadt-Hüchtenbruck, geb. Freiin von Nagell zu Ampsen sowie die Äbtissin Reichsfreiin Dorothea von Quadt Wickrath gen. Hüchtenbruck.

 

Hier ein kurzer historischer Hintergrund zu den Herren des Schlosses Gartrop:

Die Namen auf dem Grabstein lassen auf eine Zugehörigkeit zur Familie Hüchtenbruck schließen, welche durch Heirat um 1400 mit der letzten Erbin des alten Rittergeschlechtes de Gardapen das Anwesen rund um Gartrop erwarb. Die Hüchtenbrucks vermehrten den Besitz und stiegen allgemein im Ansehen, bis sie in die Dienste des Kurfürsten von Brandenburg und der Könige von Preußen traten. Sie stiegen dort zu Drosten, Erbkämmeren(1609), Amtmännern und Räten auf.  1646-1650 wurde die Gerichtsbarkeit u.a. für Gartrop, Rodelöw, Bühl, Heeren und Gahlen auf sie übertragen. Die männliche Linie starb mit Albrecht Georg Frh. von Hüchtenbruck zu Gartrop 1716 aus. Er setzte noch zu Lebzeiten seinen Enkel Wilhelm Albrecht Freiherr Quadt von Wickrath zu Zoppendorf zum Erben ein, da er selbst nur zwei Töchter hatte. Jedoch unter der Auflage, die beiden Familienwappen zu vereinen.


Das Ansehen der Familie erlitt keinerlei Schaden. Sie stand weiterhin in der Gunst der preußischen Herrscher.

Die Familie der Reichsfreiherren von Quadt zu Wickrath und Hüchtenbruck stellten mit den Erbmarschällen Dyck und Ehreshoven die einflussreichsten Vertreter Preußens im Rheinland dar.

1805 ging der Besitz durch Eheschließung in den Besitz des niederländischen Obersten Freiherr von Nagell über, da wieder ein männlicher Nachfahre fehlte. 1993 wurde das Schloss erstmals privat ohne die dazugehörigen Ländereien verkauft. Nach einigen Besitzerwechseln ist das Schloss nun seit 2003 in privater Hand und wird Schritt für Schritt saniert.


Nach unserer Einschätzung gehörte die auf dem Grabstein aufgeführte  Gräfin Gertrud von Quadt Hüchtenbruck zum Familienstamm der Nagell.

 

Die Äbtissen Reichsfreiin Dorothea von Quadt Wickrath gen. Hüchtenbruck könnte ihr Amt im Prämonstratensern-Orden Wesel, dem Damenstift Oberndorf, das sich auch „hohes Kloster“ nannte, geführt haben. 1802 wurde das Kloster aufgehoben. Von dem Bau blieb nichts übrig.

 

 

Allgemeines:

Es muss nicht gegraben werden. Ein gutes Auge oder feines Gespür reicht aus, den Cache zu finden. Mit dem Auto kann man nicht bis zum Cache fahren, plant bitte gute zehn Minuten Fußmarsch zum Cache ein und vergesst in der Berechnung nicht den Rückweg. Viel Spaß!!!

 

Parken könnt ihr zum Beispiel hier:

 

N: 51°40.153   E: 006°50.270

 

 oder ihr kommt auf einer Radwanderung am Kanal hier vorbei und macht einen kleinen Abstecher.

 

Additional Hints (No hints available.)



 

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