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Steinhardter Erbsen - Steinhardt peas EarthCache

Hidden : 1/23/2011
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Steinhardter Erbsen – Earthcache

Jeder Schüler in der Region hat im Heimatkunde-Unterricht die folgende Geschichte gelernt :

Die Legende von den Steinhardter Erbsen

Vor langer langer Zeit lebte ein reicher, aber hartherziger Bauer in Steinhardt. Im Frühling fuhr er hinaus auf seinen Acker um Erbsen zu saeen. Als die Arbeit fast fertig war, kam ein armer, alter Mann zu ihm, grüßte freundlich und bat höflich um so viele Erbsen , das er und seine Familie eine Suppe davon kochen könnten. Höhnisch wies der reiche Bauer den Bettler ab. Eher sollten seine Erbsen zu Stein werden, bevor er auch nur eine Handvoll verschenken würde. Traurig wandte sich der Alte ab und ging. Fluchend säte der Bauer weiter. Sein Sack auf der Schulter wurde jedoch nicht leichter, sondern immer schwerer. Da bemerkte er mit Entsetzen , dass die Erbsen sich in runde Steine verwandelt hatten. Aber auch die Erbsen, welche er bereits gesät hatte, waren inzwischen rundliche Steine geworden. Noch heute findet man in den Äckern und Weinbergen rund um Steinhardt jene seltsamen Steingebilde, die der Volksmund Steinhardter Erbsen nennt.


….. jetzt wollen wir mal die Fakten zusammentragen :

Mainzer Becken ist die Bezeichnung für ein tertiäres Meeresbecken, welches vor ca. 38 bis 12 Millionen Jahren den Raum des heutigen Rheinhessens einnahm. Der Einbruch des Rheintalgrabens, der im Eozän (50 – 38 Mio.) begann und sich während des Oligozäns nach Norden fortsetzte, war von seitlichen Erweiterungen begleitet. Die bedeutendste von ihnen war das Mainzer Becken, eine flache, bis ca. 50 m tiefe Bucht des Meeresarmes, der im Tertiär das damalige Nordmeer mit dem Tethysmeer (Südmeer) verband.

Der vortertiäre Untergrund des Mainzer Beckens besteht überwiegend aus Gestein des Erdaltertums. In den Randbereichen (also den ehemaligen Küstenzonen) stehen Rhyolith, vulkanotektonischen Ursprungs aus dem Perm (Kreuznach, Neu-Bamberg, Rheinhessische Schweiz), bzw. Taunusquarzit und Schiefer aus dem Devon an (Hunsrück, Taunus, Rochusberg). Es liegen hier neuzeitliche (tertiäre) Schichten direkt auf solchen des Erdaltertums.


Es kam im Tertiär zu zwei langandauernden Meeresbildungen, dem Oligozänmeer (38 - 25 Mio.) und dem Miozänmeer (25 – 12 Mio.) mit einer dazwischen liegenden Phase der Verlandung.

Wir wollen uns hier mit dem Oligozänmeer beschäftigen, da es für den Raum um Bad Sobernheim und die Entstehung der Steinhardter Erbsen von entscheidender Bedeutung ist.

Das Oligozänmeer (Tertiär / ca. 30 Mio. Jahre)


Das Oligozänmeer überflutete das Gebiet des heutigen Rheinhessischen Hügellandes und brandete gegen die harten Quarzite des Rheinischen Schiefergebirges und die Ausläufer des Kreuznacher Ryolithmassivs. Ein Meeresarm verband das Mainzer Becken mit dem Nordmeer und dem tropisch warmen Südmeer. Die mittlere Jahrestemperatur lag damals bei 18 °C, gegenüber 10,5 °C heute. Das Meer und die Uferzonen wären durchaus mit der heutigen Karibik vergleichbar: Subtropische Temperaturen, sandige Buchten mit Palmen und Lorbeerbäumen und im Wasser Krokodile, Meeresschildkröten, Seekühe und neben vielen anderen Fischarten zahlreiche Rochen und Haie. Am Land lebten Flamingos, Pelikane, Nashörner, Tapire, Affen und Elefanten.

Das Oligozänmeer lagerte am Beckenboden folgende Schichten ab: zunächst Tone, dann Sande, dann Mergel und schließlich Süßwasserschichten. In den Küstenbereichen wurden der Untere und Obere Meeressand abgelagert.

Diese Sande haben sich teilweise verfestigt und es haben sich Sandstein- und Barytkonkretionen gebildet. Wenn Pflanzen und Tiere in diesem oxidierenden Milieu verwesen, bildet sich Schwefelwasserstoff, der mit Bariumchlorid zu Schwerspat (Baryt) reagiert. Dabei wird der Sand um die Fossilien mit eingeschlossen. Bei den Einschlüssen handelt es sich um Koniferenzapfen und Äste, Zapfen von Lärchen, Kiefern und Fichten sowie Pflanzenreste ( Holz ), die meist in Baryt umgewandelt werden. Durch diese Prozesse sind die sogenannten Steinhardter Erbsen in Ufernähe in warmen, bariumchlorid-führenden Thermen entstanden …..


         

…. und in der näheren Umgebung von Steinhardt wurden diese Sande abgebaut. Auf den Feldern und in den Weinbergen kann man die Steinhardter Erbsen auch heute noch finden.

Die Fossilien, die hier gefunden werden, sind auch im Heimatmuseum Bad Sobernheim ausgestellt.

Nun zum Cache selbst:

Dein Cachemobil kannst Du direkt an den Parkplatz-Koordinaten abstellen. Bitte respektiert, dass die Feldwege für den landwirtschaftlichen Verkehr vorbehalten sind.

Die Bitte um eine Foto ist nur eine optionale Bitte und nicht notwendig, um die Logbedingungen zu erfüllen. Es wäre schön, wenn Du oder etwas von dir (z.B. dein GPS-Gerät) auf dem Foto zu sehen wäre.

Logbedingungen:

  1. Man findet in den Steinhardter Erbsen Äste, Zapfen und Nadeln eingeschlossen. Beschreibe mit Deinen eigenen Worten wie Blätter von Pflanzen in den Steinhardter Erbsen aussehen.


  2. Neben der Fundstelle in Steinhardt gibt es weltweit nur einen weiteren Ort, an dem Holz zu Baryt versteinert ist. Wie heißt diese Fundstelle, die nicht in Deutschland liegt? ( Diese Frage ist vor Ort nicht lösbar!!! )


  3. Inge und ich haben einen kleinen Spaziergang gemacht und dabei auf den umgepflügten Feldern Steinhardter Erbsen gesucht und gefunden. Wir haben Barytknollen ( eher oval – siehe Bild ) und Steinhardter Erbsen ( eher rund – siehe Bild ) gefunden. Außerdem sind uns dabei die abgelagerten Sande aufgefallen. An den Cache-Koordinaten = Stage 1 musst Du nach Südwesten schauen. Dort kannst Du den abgelagerten Sand erkennen. Schätze die Höhe des abgelagerten Sandes an der Stelle, die auf dem Bild markiert ist. Diese Höhe in vollen Metern musst Du uns nennen.

Bitte maile uns die Antworten zu den Fragen und wenn Du möchtest, lade ein Foto mit Euch, Euren GPS und der tollen Aussicht zu Deinem log hoch. Bei richtiger Lösung sende ich Euch die Logfreigabe! Logeinträge ohne Logfreigabe werden gelöscht! JEDER CACHER MUSS DIE FRAGEN BEANTWORTEN UND AN UNS SCHICKEN UND ZWAR DANN, WENN ER AUCH SEINEN LOG HOCHLÄDT. Keine Gruppenantworten. Keine Ausnahmen. Wenn wir einen log löschen, dann kann es durchaus sein, dass Ihr diese Anweisung nicht beachtet habt. Gerne könnt Ihr dann die richtigen Antworten schicken und danach wieder loggen.

Bitte keine Messages - Messages kommen nicht an - EMAIL ERBETEN!!!

Wichtiger Hinweis: Die Steinhardter Erbsen sind auf den Feldern und Weinbergen zwischen den Cache-Koordinaten und dem Ort Steinhardt zu finden. Es ist aber weder zum Beantworten der Fragen, noch zur Erstellung des Fotos notwendig, die Felder und Weinberge zu betreten und/oder Zäune zu überklettern! Sollte es euch dennoch reizen ( da man teilweise Steinhardter Erbsen in den Felder und Weinbergen finden kann ), eine Erkundungstour zu machen, dann respektiert die Landwirte. Weder Groundspeak, einer der Earthcache-Reviewer oder wir übernehmen Verantwortung für euer Tun und Handeln! Eventuelles Betreten geschieht somit auf eigene Gefahr!

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Steinhardt peas – Earthcache


Each student in the region has learned in local history lessons, the following story:

The legend of the Steinhardt peas

A long time ago, there was a rich but hard-hearted farmer who lived in Steinhardt. In spring he went out into his field to sow peas. As his daily work was almost finished, a poor old man came to him, greets and asked him politely to so many peas, which he and his family needs to cook a soup. Scornfully the rich farmer rejected from the beggar. Rather should be his peas out of stone before he would give only a handful to the beggar. Sadly, the old man turned away and left. Cursing further the farmer starts over sowing. But the sack on his shoulder was not lightweight but rather heavier. Then he noticed with dismay that the peas had been transformed into round stones. And the peas, which he had already sown have also become rounded stones. Even today one finds in the fields and vineyards around Steinhardt those strange rock formations, which is called the vernacular Steinhardt peas.


…… now let's gather the facts

Mainzer Becken is the term for a tertiary sea basin which took the place of today’s Rheinhessen about 38 to 12 million years ago. The fall in of the Rheintalgraben which started in the eozaen (50-38 million years ago) and spreaded north was accompanied by lateral expansions. The most considerable of them was the Mainzer Becken, a shallow up to 50 metres deep bay of the arm of the sea which connected the northern sea with the Tethyssea (southern sea) in the tertiary.

The pre-tertiary subsoil of the Mainzer Becken predominately consists of rock from earth’s antiquity. In the former coastal zones rhyolith of volcanoetectonic origin from the perm (Kreuznach, Neu-Bamberg, Rheinhessische Schweiz) respectively Taunusquarzite and slate from the devon (Hunsrück, Taunus, Rochusberg) are located. There are modern (tertiary) layers placed directly on those from the earth’s antiquity here.

Now two long lasting tertiary marine formations take place, the oligozänocean (38-25 mya) and the miozänocean (25-12 mya) with an intermediate phase of sedimentation.

We will here deal with the oligozänocean only, as it is for the area around Bad Sobernheim and the genesis of the Steinhardt peas important.

The oligozänocean ( tertiary / 30 mya )

The oligozänocean flooded the area of the Rheinhessen hills and surged against the hard quartzites of the rhenish slate mountains and the foothills of the Kreuznacher ryolithmassif. An inlet connected the Mainzer Becken with the northern ocean and the tropical warm southern ocean. The average annual temperature at this time were 18 ° C, compared to 10.5 ° C today. The sea and the shoreline would be comparable to today's Caribbean subtropical temperature:, sandy beaches with palm trees and laurel trees. In the water have lived crocodiles, sea turtles, manatees and other fish species, among many many stingrays and sharks. In the country have lived flamingos, pelicans, rhinos, tapirs, monkeys and elephants.

The oligozänocean deposited the following layers on the basin floor : at first hand tone, then sand, then clay, and finally fresh water layers. In the coastal areas marine sands were sedimented.

Those sands have partially solidified themselves and have formed sandstone and barite concretions. When plants and animals in this oxidizing environment decay, it forms hydrogen sulfide, which reacts with barium chloride to heavy spar (barite). The surrounding sand is trapped by the fossils. The inclusions are conifer cones and branches, cones of larch, pine and spruce trees and plant remains (wood), which are mostly converted to barite . These processes are responsible for birth of the so-called "Steinhardt peas“ build up most likely near the shore in warm, barium chloride leading spas ...

         

.... and in the vicinity of Steinhardt these sands have been mined. In the fields and in the vineyards you still can find the Steinhardt peas today.

The fossil to be found in this area are shown in the Heimatmuseum Bad Sobernheim in an exhibition.

Some more information about the cache:

At best park your caching car close to the parking coordinates. Please respect that the unpaved roads are reserved for agricultural needs and traffic.

The request for a picture is only an optional request, and not necessary to meet the log conditions. It would be nice if you or something from you (such as your GPS device) could be seen in the photo.

Log conditions:

  1. You can find branches, cones and needles trapped in the Steinhardt peas. Describe in your own words how leaves from plants will look like in the Steinhardt peas.


  2. Beside the reference location in Steinhardt, the world has only one other place where petrified wood turns to barite. Name this location, which is not in Germany? ( An answer to this question can not be found on-sight!!! )


  3. Inge and I took a little walk. On the plowed fields we were looking for Steinhardt peas and we found some. We have found barite “bulbs“ ( more oval – check the picture ) and Steinhardt peas ( more rounded – check the picture ). Furthermore we have noticed the deposited sand. At the cache-coordinates = stage 1 you have to look to the southwest. There you can see the accumulated sand. Estimate the height of the deposited sand at the spot marked on the image. This height in meters you have to tell us.

Please mail us the answers to the questions and if you like upload a foto of you, your GPS and the scenic view with your log. When the answer is correct, you will receive the permission to log the found! Entries without permission will be deleted! EVERY CACHER LOGGING A FIND MUST SEND ANSWERS AT THE SAME TIME AS THE FOUND LOG. No group answers. No exceptions. If I delete your log, it will be due to a failure to follow this instruction. You can then send the answers and re-post your find at the same time.

Don't use messages - MESSAGES DON'T WORK - EMAIL REQUIRED!!!

Important Note: You can still find the Steinhardt peas in the fields and in the vineyards between the cache coordinates and the village of Steinhardt. But it is not necessary to enter the fields and vineyards and / or to climb over fences to answer the questions of the cache or to take the photo! If you decide to go and search for the Steinhardt peas (because you can find some Steinhardt peas in the fields and vineyards), then respect the farmers. Neither Groundspeak, any Earthcaching reviewer nor we as yogman will take responsibility for your actions and deeds! Entering the area is at your own risk!


q The most exciting way to learn about the Earth and its processes is to get into the outdoors and experience it first-hand. Visiting an Earthcache is a great outdoor activity the whole family can enjoy. An Earthcache is a special place that people can visit to learn about a unique geoscience feature or aspect of our Earth. Earthcaches include a set of educational notes and the details about where to find the location (latitude and longitude). Visitors to Earthcaches can see how our planet has been shaped by geological processes, how we manage the resources and how scientists gather evidence to learn about the Earth. To find out more click HERE.

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