Iwan Popowitsch und seine Matrjoschka
Es war einmal ein russischer Soldat namens Iwan Popowitsch. Der diente in der sowjetischen Armee im fernen Moskau. Eines Tages wurde er in die Fremde versetzt. Er sollte von nun an in Deutschland in Sachsen-Anhalt seinen Dienst tun.
Von seiner Frau erhielt er eine Matrjoschka. Sie sollte ihn an seine daheim gebliebenen Lieben erinnern. Von seiner lieben Frau und den vier kleinen Töchtern nahm er schweren Herzens Abschied und versprach seiner Frau, gut auf die Matrjoschka achtzugeben.
Seine Reise ging zuerst nach Halle. Dort machte er mit seinem Bataillon Zwischenstation. Ein paar Tage später ging es zu seinem Einsatzort nach Raguhn. Mitten im Wald abseits jeglicher Zivilisation war sein Standort. Zwei lange Jahre sollte er hier Dienst tun. Oft musste er im Postenhäuschen Wache schieben. Da es dort so einsam war, nahm er heimlich seine Matrjoschka mit.

Der Soldat litt sehr unter Heimweh. Immer wenn es am Schlimmsten war, holte er seine Matrjoschka hervor und dachte an seine Lieben.
Eines Tages wurde er plötzlich zu einem anderen Dienst eingeteilt und da er sie in „seinem“ Postenhäuschen versteckt hatte, blieb sie dort zurück. Dann kam plötzlich der Befehl zur Heimkehr aller sowjetischen Bataillone. So kehrte der Soldat heim zu seiner Familie und die Matjoschka blieb in Raguhn.
Natürlich stellt sich jetzt die Frage, wo ist die Matjoschka? Ist sie immer noch in dem alten Postenhaus? Wenn Du Glück hast findest Du sie.
Viel Spaß wünschen euch
