Vor etwa 190 Mio Jahren zu Beginn der Stubensandsteinzeit, wurde hier und auch an anderen Stellen des Keuperlandes ein harter Kalksandstein abgelagert, der hier deutlich am Edenbachwasserfall sichtbar ist. Unter dieser "Platte" liegen leicht erodierbare Gesteine wie mürbe Sande und die dunkelgrauen weichen Schichten der Oberen Bunten Mergel, die hier von sog. Steinmergelbänckchen durchsetzt sind. Entstanden sind diese Ablagerungen in unterschiedlichsten Gewässern unter Wüstenklima. Im bewegten Wasser wurde Sand, im stehenden Mergel und Tonstein abgelagert. Der Sand kam, von Flüssen angeschwemmt, aus dem sog. Vindelizischen Gebirge im östlichen Alpenvorland . Die Grenze des Unteren Stubensandstein zu den Oberen Bunten Mergeln wird auch dadurch sichtbar, dass die unter den Sandsteinfelsen vorkommenden lehmigen Schichten vom Wasser abgetragen werden und in den entstehenden Hohlraum die Sandsteinbrocken nachstürzen; so erklärt sich auch die eindrucksvolle Kesselbildung des Edenbachfalles.
Charakteristisch ist das scharfe Knie der Wieslauf, ein sog. Ablenkungsknie. Vor vielen Millionen Jahren floss eine von Norden her kommende, höherliegende Ur-Wieslauf in das Wassersystem der Donau, die danubische Richtung. Mit der tektonischen Absenkung des Rheingrabens stieg das Gefälle aller Rheinzuflüsse, die somit viel stärker rückschreiternd erodieren konnten. Somit wurde die Ur-Wieslauf vom Rheinsystem angezapft und fließt von nun an in die rheinische Richtung. Solche derart bedeutenden Vorgänge haben erst in geologisch junger Zeit in ca. 1 Mio Jahren zur Bildung und Prägung der heutigen Landschaftsformen geführt.

Beide Täler, Wieslauf- und Edenbachtal, stehen unter besonderem Schutz. Vor allem die geologischen Bildungen als auch der wertvolle Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere in diesem kühlen Habitat mit hoher Luftfeuchte sind schutzwürdig.
Aufgrund der vielen Wasserfälle hier in der Gegend kam die Laufenmühle so zu ihrem Namen, da Lauf(f)en etwa soviel heißt wie schneller Abfluss oder Wasserfall.
Logbedingungen
Beantworte mir bitte folgende Fragen:
1.) Auf welcher Höhe etwa befinden sich die Wasserfälle (Meereshöhe)?
2.) Vor wie vielen Millionen Jahren floss die Ur-Wieslauf?
3.) Wenn man den Untergrund wenige Meter rechts der Tafel etwas genauer betrachtet, kann man vielleicht erahnen, dass sich hier vor gar nicht allzu langer Zeit etwas verändert hat, an dem die Wasserkraft der Wieslauf augenscheinlich nicht ganz unbeteiligt war. Was ist hier vor einiger Zeit passiert?
4.) [optional] Mache ein Foto von dir und/oder deinem GPS an den Wasserfällen.
Die Antworten bitte an mich. Ihr dürft dann sofort loggen und müsst nicht auf eine Freigabe warten. Logs ohne versendete Antworten werden gelöscht.
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Quellen
karte.wanderwalter.de
www.schwaebische-waldbahn.de