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Bergsturz Köfels

A cache by Fred Bull Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 02/23/2011
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:


Der Bergsturz von Köfels - ein Meteoriteneinschlag?


Allgemeine Erklärung

Ein Bergsturz ist eine Fels- und Schuttbewegung aus Bergflanken. Bei Bergstürzen verhält sich das Gestein großräumig „wasserähnlich“ und kann sogar an gegenüberliegenden Hängen „aufbranden“. Die Ablagerungsgebiete können Volumina von Millionen Kubikmetern und Flächenausdehnungen von mehr als 0,1 km² erreichen. Bergstürze sind groß dimensionierte Felsstürze mit teils verheerenden Auswirkungen. In den zurückbleibenden Schuttmassen können sich zudem kleinere Seen bilden.

Eine Sonderart von Felssturz ist der Eissturz mit weit überhöhter Schadensfläche, da das Eis (zusammen mit Schutt) weiter transportiert wird, das Eis dabei durch die Reibungshitze schmilzt oder gar verdampft und damit ein Effekt ähnlich dem bei einem Luftkissenfahrzeug hervorrufen kann.

Bergsturz von Köfels

Im frühen Holozän fand ein einschneidendes Erlebnis im Ötztal statt. Ein riesiger Bergsturz. Das Besondere dieses Bergsturzes ist, dass er als größte Massenbewegungung im alpinen Kristallin gilt.

Das Gesamtvolumen des Bergsturzes betrug 3.28 km3 welches auf einer Gleitfläche von etwa 10 km2 ins Tal donnerte.


Messungen der TU Wien im Bereich der Maurachschlucht haben ergeben, dass die alte Talsohle in 400 m Tiefe liegt, die Grenzschicht der alten Talfüllung auf etwa 100 m Tiefe. Über dieser zweiten Grenzschicht lagert jetzt sandiges Gestein, welches durch die enormen Drücke und Temperaturen entstand. Aufgrund des fehlenden Grundwassers gedeihen in diesem Bereich nur Föhren.

Bei der Talfahrt des Bergsturzmaterials stellte die gegenüberliegende Bergflanke ein Hindernis dar. Dort prallten die Massen mit voller Wucht aneinander.



Im Bereich der Mündung des gegenüber liegenden Tales in das Ötztal befand sich eine Geländestufe, die das herankommende Material in einen unteren und einen oberen Teil zerlegte. Der untere Teil wurde durch die Wucht des Aufpralls regelrecht zermahlen, der obere Teil bewegte sich noch weit mit ungebremster Geschwindigkeit ins Tal hinein. Dort stauten die Felsmassen den Bach auf. Dieser musste sich in Folge ein neues Bachbett suchen und stürzt heute als Stuibenfall - höchster Wasserfall Tirols – in das Umhausener Talbecken. Durch den Bergsturz wurde das gesamt Ötztal abgeriegelt und die Ötztaler Ache aufgestaut.


Draufsicht Ötztal vor dem Bergsturz


Draufsicht Ötztal nach dem Bergsturz


Vorkommen von Köfelsit

Eine weitere Besonderheit dieses Bergsturzes ist das Vorhandensein von Bimsstein. Dieser Umstand konnte lange Zeit nicht erklärt werden.


Im Jahr 1895 wurde der
Ötztaler Pfarrer Adolf Trientl, der auch Naturkundler war,darauf aufmerksam, dass Zimmerleute zum Holzschleifen heimischen Bimsstein verwendeten, dessen Herkunft der angefragte Innsbrucker Geologieprofessor Adolf Pichler auf die Tätigkeit eines örtlichen Vulkans zurückführte. Diese Theorie ließ sich aber nicht erhärten. Der „Bimsstein“ aus dem Ötztal wird heute nach seinem Fundort Köfels als Köfelsit bezeichnet.


Köfelsit


Köfelsit (aufgeschnitten)

Weitere Bergstürze im Ötztal

Der Tschirgant Bergsturz
Nach eingehenden Untersuchungen wurde auch für den Tschirgant Bergsturz der Gletscherrückgang respektive der fehlende Gegendruck als Auslöser festgestellt. Das Alter wird auf rd. 3000 Jahren datiert. Die Bergsturzmasse bedeckt eine Fläche von 13 km² und ist somit sogar größer als jene von Köfels, das Volumen beträgt aber nur 240 Millionen m³. Zweigt man heute vom Inntal ins Ötztal ab, durchquert man diese Tomalandschaft, die heute nur einen monotonen Kiefernwald trägt und für weitere Nutzungen unbrauchbar ist. Nördlich von Umhausen ereigneten sich die Bergstürze von Habichen und Tumpen, die aber beide um mindestens 2 Größenordnungen kleiner sind als jener von Köfels.

Der Habicher Bergsturz
zeichnet für die Entstehung des Piburger Sees verantwortlich, der die gesamte Talsohle an seinem südlichen Ende versperrt. Zwischen Habichen und Tumpen muss heute eine 80 Meter hohe Steilstufe überwunden werden, die das Resultat des Bergsturzes darstellt.

Die Vernichtung von Sodom und Gomorrah

und der altgriechische Mythos vom Sturz Phaetons, des Sohnes von Helios, in den Fluss Eridanus, nachdem er die Kontrolle über den Sonnenwagen seines Vaters verloren hatte:

Es gibt verschiedene Untersuchungen, deren Theorien davon ausgehen, dass ein riesiger Komet in Köfels eingeschlagen ist. Ausgegangen sind die Theorien von einer sumerischen Tontafel, die von einem Kometen berichtet, der über den mesopotamischen Himmel zog. Er soll in Köfels in die Gamsspitze eingeschlagen und dort explodiert sein. Das würde die Bimssteine erklären, die hier gefunden wurden.

(weitere Infos...)

Quellen:
Bergsturz Wikipedia
TU-Wien Untersuchungen
Naturpark Ötztal
Asteroidentheorie


Logbedingungen

Schicke mir die Antworten per Mail und warte nicht auf die Logerlaubnis. Sollte etwas nicht passen, melde ich mich.

Bitte in den Logs keine Hinweise auf die unten gestellten Fragen.


(1) Vor wie vielen Jahren ereignete sich der Bergsturz von Köfels? (Hier gibt es unterschiedliche Zeitangaben. Ich bin mit einer der beiden zufrieden)

(2) Mit welcher Erdbebenstärke (Megatonnen oder nach Richter) war der Bergsturz vergleichbar?

(3) In welches Tal bewegte sich der Bergsturz hinein? (Es ist nicht das Ötztal) Fängt mit H an...

(4) Welche zwei geologischen Gegebenheiten außer Köfelsit, die man heute noch sieht, brachte der Köfelser Bergsturz hervor? Denkt dabei an Becken oder Fälle...

(5) Wie heißt die Stelle, wo die Ötztaler Ache sich durch die sandigen Ablagerungen des Köfelser Bergsturzes grub?

(6) Gehe zu N47° 06.960 E010° 56.151, stelle dich zum Geländer der Ötztaler Ache und blicke flussaufwärts. Du siehst eine Felswand des Bergsturzes. Wie hoch ist die Felswand ungefähr?

Auf Grund fehlender Info-Tafeln vor Ort ist die Zuhilfenahme des Internets erlaubt. Frage 6 ist nur vor Ort zu lösen.
Parkplatz vorhanden.

Freiwillig: mach ein Foto von dir oder deinem GPS-Gerät vor dem Bergsturz. Das Foto ist aber keine Logbedingung.


An Earthcache by 2011

Additional Hints (No hints available.)



 

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