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Entenlochklamm – Tiroler Ache – Schmugglerpfad - Maria Klobenstein
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Vor 285 Millionen Jahren
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Die Chiemgauer Alpen
größeres Bild
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Die Chiemgauer Alpen sind ein geologisches Durcheinander. Das macht ihr Bild abwechslungsreich und da und dort so phantastisch. Diese Höhenzüge und Bergstöcke am Nordrand der Kalkalpen bestehen aus Material sehr verschiedenen Alters. Schmale, kantige West-Ost-Kalkzüge liegen zwischen sanften Schiefer- und Mergelrücken.
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Bachsteine aus dem Bachbett der Tiroler Ache
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Alle Gesteinsschichten des alpinen Mesozoikums sind hier beisammen. Da gibt es alpinen Buntsandstein aus dem Trias, Muschelkalk, Partnachschichten. Wettersteinkalk, Dolomit, Kössener Mergel und Oberrätkalk bis zu den jungen Jurakreideschichten. Alle diese Schichtgesteine der alpinen Formationen des Chiemgauer Raumes sind einst in der Nähe der Nordküste eines warmen alpinen Mittelmeeres abgelagert worden. Vor etwa 285 Millionen Jahren fing das an.
Zwei Faktoren trugen in der geologischen Entwicklung zur wesentlichen Unterscheidung der Kalkvoralpen gegenüber den Hochalpen bei:
Erstens die geringen Mächtigkeiten der geologischen Schichten. Was in den Kalkhochalpen steht, war oft 1000 Meter dick aufgewachsen. Was hierin den Kalkvoralpen ist, hat selten mehr als 150 Meter.
Zweitens die ungleich stärkere Faltung und Störung der Gesteinsverbände. Die schmächtigeren und weicheren Schichtpakete der Kalkvoralpen konnten dem Faltungsdruck weniger standhalten als die mächtigen starren Felsblöcke der Kalkhochalpen. Die Faltenzüge sind an diesem Nordrand der Alpen stark gequält und vielfach gestaucht.
Die Gebirgsbildung hat vielleicht vor etwa 140 Millionen Jahren begonnen und etwa 60 Millionen Jahre gedauert. Gewaltige Decken schoben sich übereinander. Die am nördlichsten liegende Decke mit einem schmalen, stark gepressten Faltenzug säumt den Nordrand der Kalkvoralpen. Über sie schob sich von Süden her eine nächsthöhere tektonische Einheit mit gleichmäßigerem Faltenbau im West-Ost-Verlauf. Eine weitere Decke, die sogenannte tirolische Einheit legte sich noch mal obenauf. Ein Wettersteinkalkzug kennzeichnet die Stirn dieser Decke vom Pendling über Hochschartenwand und Hochkienberg und Rauschberg bis zum Staufen hinüber. Der dieser Front nördlich vorgelagerte Wettersteinkalkzug der Kampenwand stellt eine intensivere Auffaltung älterer Triasschichten dar. Der Hauptdolomitenzug von Geigelstein und Hochplatte bis zum Hochfelln bildet ihre Ränder. Das alles ging sehr langsam, und der Vorgang dauert womöglich heute noch an. Indes haben aber Frost, Wind und Wetter und die Arbeit des Eises der ehedem vielen großen und kleinen Tal- und Kargletscher das Bild der Voralpenlandschaft so gestaltet, wie wir sie heute wechselvoll vor uns haben.
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Mündungsdelta der Tiroler (C)Ache: In ganz Mitteleuropa einzigartig ist dieses
sich natürlich entwickelnde Flussdelta (auch Vogelschutzgebiet)
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Tiroler Ache
In den Kitzbühler Alpen entspringen die Flüsse, die später als Tiroler Ache unweit von Übersee / Grabenstätt im Achendelta in den Chiemsee münden. Zwischen den Orten Jochberg und Mittersill südlich von Kitzbühel entspringt auf dem Pass Thurn ein Gebirgsfluss, die Jochberger Ache, der, nachdem er sich mit anderen Bächen vereinigt hat, nördlich von Kitzbühel als Kitzbühler Ache bezeichnet wird. In weiten Teilen führt sein Verlauf parallel zur österreichischen Bundesstraße 161 in Richtung Norden. In St. Johann in Tirol vereingen die von Osten kommende Pillersee Ache mit der Kitzbühler Ache zur Großen Ache (auch: Großache). Die Pillersee Ache hat ihre Quelle bei Walchau zwischen Leogang und Fieberbrunn und geht aus dem Schwarzachbach hervor.
Die Große Ache fließt von St. Johann weiter bis nach Kössen, an der Grenze zwischen Tirol und Bayern. Zusammen mit dem Kohlenbach passiert die Ache am Klobenstein die Grenze und wird auf der deutschen Seite als Tiroler Achen bezeichnet. Durch die wildromantische Gebirgsbachschlucht schlängelt sich die Ache und wird aufgrund ihrer Strömung und ihres Flussbettes ein gerne von Wassersportlern genutzter Fluss: Rafting, Kanu, Kajak, Canyoning heißen die Sportarten, die im Fluss ausgeübt werden.
Fluss zweier Länder ist die Ache übrigens erst seit 1505/1506. Zuvor gehörte auch das Quellgebiet zu Bayern. Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg mussten Kaiser Maximilian die bis dato zu Bayern gehörenden Ämter Kufstein, Kitzbühel, Rattenberg und das Gebiet des Zillertals abgetreten werden.
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Schmugglerweg entlang der Tiroler Ache
Schmuggler, die über Jahrhunderte „heiße“ Waren über die bayerisch-österreichische Grenze brachten, wählten für ihre Machenschaften nicht die Hauptstraßen.
Sie schlugen vielmehr Pfade weitab von Grenzkontrollen ein. Einen solchen Schmugglerweg frequentieren jene Wanderer, die den Wasserlauf der Tiroler Ache von Kössen in der Tiroler Region Kaiserwinkl flussabwärts bis nach Ettental, Schleching im bayerischen Chiemgau verfolgen. |

Wallfahrtskirche Maria Klobenstein
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Wallfahrtskirche Maria Klobenstein
Die Wallfahrtskirche Maria Klobenstein liegt nördlich der Gemeinde Kössen, kurz vor der Grenze zu Bayern. Der Abstieg von der Straße aus ist in wenigen Minuten zu bewältigen, allerdings für Rollstuhlfahrer wenig geeignet, da es sich um einen naturbelassenen Waldweg mit eingelassenen Stufen handelt. In der großen Wallfahrtskirche, welche aus 2 miteinander verbunden Kapellen besteht, ist der Altar mit der "Schwarzen Madonna" zu finden. Unterhalb davon liegt noch eine kleine Lourdes-Kapelle, in welcher das als heilig geltende Quellwasser in einen kleinen Brunnen plätschert und auf Wunsch hier auch entnommen werden kann. Direkt daneben findet sich der Namensgeber - der Klobenstein. Wahrscheinlich liegt dem Ursprung der Verehrung dieses Ortes ein keltisches Heiligtum zugrunde. Den sogenannten "Durchschlupfsteinen" werden mehrere Fähigkeiten nachgesagt - zum Beispiel soll es der Fruchtbarkeit dienlich sein hindurch zu wandern oder er mache "gehörnte" Ehemänner auf ihr Schicksal aufmerksam indem diesen nach Durchschlupfen oder -gehen Hörner wachsen. |
Quellen:
Geologie der Chiemgauer Alpen
Verlauf der Tiroler Ache
Schmugglerweg
Maria Klobenstein
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Logbedingungen:
Schicke mir die Antworten per Mail und warte nicht auf die Logerlaubnis. Sollte etwas nicht passen, melde ich mich.
Bitte in den Logs keine Hinweise auf die unten gestellten Fragen.
( 1 ) Welche Gesteinsschichten des alpinen Mesozoikums sind in den Chiemgauer Alpen vertreten und wo sind sie einst abgelagert worden?
( 2 ) Was ist die „tirolische Einheit“?
( 3 ) Wie lang ist die Tiroler Ache auf bayrischem Gebiet?
( 4 ) Schätze die Höhe des Durchschlupfsteines!
( 5 ) Wie breit war die Entenlochklamm einst an den engsten Stellen und warum hat man sie verbreitert?
( 6 ) Schätze die Länge der Brücke über die Entenlochklamm!
Auf Grund fehlender Tafeln vor Ort ist es erlaubt, das Internet zu Hilfe zu nehmen. Das Schätzen der Brücke und des Steines ist nur vor Ort möglich bzw. erlaubt.
Freiwillig: Mach ein Foto von dir oder deinem GPS-Gerät in der Entenlochklamm (irgendwo zwischen Kössen und Ettental). Es ist keine Logbedingung, ich würde mich aber trotzdem freuen.
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