
Geschichte:
Die Armee bezog nach der Mobilmachung vom 1./2. September 1939
eine Bereitschaftsaufstellung im Mittelland. In dieser
Ausgangsaufstellung waren die Heereseinheiten so gruppiert dass sie
bei einem Überfall sofort nach allen Richtungen hätten Front machen
können. Aufgrund des Operations Befehles Nr. 2 vom 4. Oktober 1939
besetzte die Schweizer Armee die Limmatstellung, um einen Angriff
aus dem Norden und eine Umgehung der Maginotlinie durch die Schweiz
aufhalten zu können. Die Limmatlinie erstreckte sich vom Becken von
Sargans über Walensee – Linth – Zürichsee –
Limmat – Bözberg – Hauenstein bis zum Gempenplateau -
mit Schwergewicht zwischen Zürichsee und Hauenstein.

Da die Schweizer einen Durchbruch der deutschen Wehrmacht an der
schwach besetzten Schweizer Westgrenze nach Frankreich nicht
verhindern hätten können, traf Guisan mit Frankreich ein geheimes
Abkommen (Manöver H), das französischen Divisionen erlaubt hätte,
in die Schweiz einzumarschieren und vorbereitete Abwehrstellungen
auf dem Gempenplateau zu besetzen. Das Abkommen war insofern
neutralitätsrechtlich korrekt, weil kein Automatismus bestand und
die französischen Truppen erst nach einem deutschen Angriff und
einem bundesrätlichen Hilfsgesuch in Marsch gesetzt worden
wären.
Am 11. Mai 1940 verfügte der Bundesrat die zweite
Kriegsmobilmachung: 450.000 Mann, 100.000 freiwillige
Frauenhilfsdienstpflichtige und ebenso viele Angehörige von
Ortswehren rückten in den Aktivdienst ein. Die deutschen Erfolge im
Westfeldzug und der Zusammenbruch Frankreichs veranlassten General
Henri Guisan Anfang Juni 1940, die Limmatstellung von Basel bis
Genf zu verlängern, was zu einer dünn besetzten, linearen
Rundumstellung der Armee führte. Am 23. Juni 1940 - zwei Tage nach
der Kapitulation Frankreichs - gab Guisan den Befehl zur
Einstellung der Befestigungsarbeiten in den bisherigen Stellungen.
Nur noch letzte Fertigstellungsarbeiten sollten durchgeführt
werden. Bereits Mitte Juni 1940 hatten die Rückmärsche aus der
Limmatstellung begonnen.
Ab dem 25. Juni 1940 war die Schweiz auf allen Seiten von den
Achsenmächten eingeschlossen. Weil die im Vorsommer 1940
behelfsmässig bezogene verlängerte Limmatstellung auf die Dauer
nicht gehalten werden konnte, entschloss sich General Guisan am 10.
Juli 1940 das Gros der Armee ins Reduit national zurückzuziehen und
die Schweiz in der Tiefe gestaffelt zu verteidigen: in der
Grenzzone, in vorgeschobenen Stellungen (Jura, Mittelland,
Limmatstellung) und im Reduit in den Schweizer Alpen. Am
Rütlirapport vom 25. Juli 1940 gab er den Plan bekannt, im Falle
eines Angriffs der Achsenmächte die Verteidigung der Schweiz auf
das Gebiet der Hochalpen mit den wichtigen Passübergängen, vor
allem dem Gotthardmassiv zu konzentrieren und alle Zufahrten zu den
Bergen notfalls zu zerstören. Rund 120.000 Mann wurden in den
befestigten Stellungen an den Grenzen und in den vorgeschobenen
Stellungen belassen, während sich das Gros der Armee mit rund
350.000 Mann ins gut zu verteidigende Gebirge zurückzog.
Im Frühjahr 1944 wurde die Limmatstellung wieder aktuell, weil
der General in Betracht zog, dass die Armee aus politischen und
militärischen Gründen gezwungen sein könnte, den Zentralraum des
Reduit zu verlassen, um einem Gegner den Stoss durch das Mittelland
zu verwehren.
Zitiert aus Wikipedia.

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Die Wüstlings