Alte Zeiten -Grieben-
"Pilzort", bis 1820 Kommuniondorf: drei
Höfe (V,X,XI) und die Büdnerei 1 gehörten zu Mecklenburg-Schwerin,
die übrigen zum Bistum Ratzeburg. Weit
zurückreichende
Siedlungsspuren (auf
Urnenscherben aus vorwendischer Zeit, Steinpackungen mit
Urnenscherben, eine Lochaxt aus der jüngeren Bronzezeit ).
Ungewöhnlich breites
Angerdorf, in der
Längsrichtung von einem Bach durchflossen, zwei parallele
Dorfstraßen, die nur an der äußeren Seite mit Häusern besetzt sind.
Vor den südlichen
Wöhrden breitet sich die große Brinckfläche aus.
1237 bestätigt Bischof Ludolf dem Kloster Rehna den Zehnten aus dem
Dorf. Grieben gehörte ursprünglich zum großen
Güterkomplex der von Bülow. 1313 dotierte Johann von
Bülow zu Wedendorf eine Vikarie in der Klosterkirche zu Rehna mit
2½ Hufen aus Grieben. 1341 verkaufte Fürst
Albrecht von Mecklenburg den Brüdern Reimer, Heinrich
und Vicke von Bülow u.a. das Eigentum, Höchstes Gericht und Bede
des Dorfes. Der Bischof erwarb Grieben 1376
von Dankwart von Bülow. 1525 hatte das Dorf
21 Hufen, von denen die Priorin in Rehna fünf besaß. 1649 gab es
insgesamt zehn Bauernstellen und fünf Kätner. Im Jahre
1652 beschwerten sich die Griebener und
Lübseerhager, daß ihr Dienstgeld von zwölf auf zwanzig Rthlr.
erhöht worden sei. Man darf wohl darauf schließen, daß die
Hauswirte um diese Zeit sich bereits von den
Kriegslasten wieder etwas erholt und leistungsfähiger geworden
waren. Nachdem 1820 die Mecklenburg-Schwerinischen
Besitzanteile in Grieben und Lübseerhagen gegen die
Ratzeburgische Enklave Bennin ausgetauscht worden waren, erfolgte
1822 die Regulierung; Feldmark von 458 ha. Eine
Schule bestand seit 1768.
1939 gab es 141
Einwohner, 1946 waren es 349. War Grieben durch den zweiten
Weltkrieg selbst kaum betroffen, so brachte die Nachkriegszeit auch
hier einschneidende
Veränderungen.
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www.pfhl.de