Bei diesem Gedenkstein handelt es sich um einen der ersten Opfer der innerdeutschen Grenze. An dieser Stelle wurde Volkspolizei-Wachtmeister Siegfried Apportin am 2. Juli 1950 erschossen. In der Polytechnischen Oberschule Siegfried Apportin bin ich zur Schule gegangen. Von dieser Schule stammt auch der Findling der 2002 hier her umgesetzt wurde.
Wenige hundert Meter weiter in Richtung Norden liegt neben dem Kolonnenweg ein Findling mit einer Inschrift: „Siegfried Apportin, 30.11.1930-2.7.1950“. Der Gedenkstein erinnert an einen der ersten Toten an der innerdeutschen Grenze. Siegfried Apportin hatte sich als junger Mann zum Dienst bei der Grenzpolizei verpflichtet. Er war in Palingen stationiert. Am Abend des 2. Juli 1950 geht er zum letzten Mal mit einem Kameraden auf Streife. Weitere Zeugen gibt es nicht. Gesichert ist, dass ein Schuss des Kollegen den 19-Jährigen aus nächster Nähe trifft. Die Kugel durchschlägt die Halsschlagader. Siegfried Apportin verblutet. Der Kamerad setzt sich in den Westen ab. In einer Lüdersdorfer Gedenkschrift von 1977 wird der Schütze als „Verräter“ und „Handlanger des deutschen Imperialismus“ bezeichnet. Er habe den Auftrag gehabt, Apportin zur Fahnenflucht zu überreden. Doch der Angesprochene sei standhaft geblieben. Da habe ihn der Kamerad niedergeschossen. Der Täter sei nie verurteilt worden. Westdeutsche Quellen hingegen belegen, dass der Schütze vor dem Lübecker Landgericht wegen „vorsätzlicher Tötung“ angeklagt wurde. 1951 wurde Leo K. wegen „fahrlässiger Tötung“ zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Die Strafe hatte er bereits durch die Untersuchungshaft verbüßt. 26 Jahre später erhielt die Polytechnische Oberschule in Wahrsow den Namen „Siegfried Apportin“ und den Gedenkstein, der seit 2002 neben dem Kolonnenweg liegt.
(Quelle: Lübecker Nachrichten, ln-online/lokalesvom 04.11.2009 00:00 Wanderung durch die Geschichte)

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