Deutsch:

Zwischen Ober- und Untertürkheim erstreckt sich einer der größten Weinberghänge Stuttgarts, der die Lagebezeichnung "Altenberg" führt. In den Jahren 1968 bis 1971 wurden dort im Zuge der Rebflurbereinigung 34 Hektar neu "geordnet", was die Landschaft jedoch völlig veränderte. Wasserstaffeln, Pflasterwege, Weinberghäuschen und Trockenmauern wurden entfernt und Klingen verfüllt. Danach wurde das Gelände geebnet und mit Rebstöcken bepflanzt. Nur der Dautenfels wurde als ökologische Insel inmitten der Weinhänge als geologisches Naturdenkmal erhalten.
Der Dautenfels zeigt eine auffällige Kreuzschichtung und besteht aus grobkörnigem, roten Stubensandstein, was auf wechselnde Strömungsrichtungen bei der Ablagerung der Sandsteine vor mehr als 200 Mio. Jahren schließen lässt. Das Zusammenspiel geringfügiger Gesteinsunterschiede und mikroklimatischer Bedingungen führten zu einer wabenförmigen Verwitterung, auch "Steingitter" oder "Bröckellöcher" genannt. Die Wand selbst ist angewittert und wird als Kluftfläche bezeichnet. Die Sandsteinblöcke lagern auf Tonsteinen und kriechen dadurch ganz allmählich zu Tal. Die Klüfte erweitern sich dabei langsam zu Spalten. Da die Blöcke gegen das Tal geneigt sind, sind einige bereits während der Rebflurbereinigung umgekippt.
Gemessen an des in der Umgebung anstehenden Stubensandsteins ist der Dautenfels an der tiefsten Stelle. Denn auch der viel höher liegende Württemberg und noch weiter oben die Egelseer Heide sowie der Kappelberg bestehen aus Stubensandstein. Verwerfungen spielen auch hier eine Rolle. Im Bereich Nordwest-Südost verlaufen tektonische Störungen, in dessen Bereich der Dautenfels liegt. Von der Egelseer Heide über den Württemberg zum Mönchberg sinken die Gesteinsschichten treppenartig ab. Der Dautenfels zählt zu der am tiefsten abgesunkenen Gesteinsscholle.
Das Garten-, Forst- und Friedhofsamt hat auf dem Felsen einen Aussichtsplatz eingerichtet, unter welchem man das Summen und Zirpen der Insekten sowie unter Weinlauben den Ausblick genießen kann. Von hier aus überblickt man den Stuttgarter Hafen, die Wangener Höhe und das Neckartal. Nicht nur ihr könnt diesen Flecken genießen, sondern auch die Untertürkheimer Weingärtner wissen ihn zu schätzen. Letztere feiern hier jeden Sommer ihr "Felsenfest".
(Diese Informationen sind dem Buch "Naturdenkmale Stuttgart" von Ulrike Kreh entnommen.)
Die beiden Spalten, von denen ich Bilder in die Gallerie eingestellt habe und deren Entstehung im zweiten Absatz des deutschen Teils beschrieben wird, sind Beispiele, denn es gibt noch ein paar mehr davon. Wie viele Spalten könnt ihr rund um den Dautenfels herum insgesamt erkennen?
Schaut euch die beiden Spalten hinter den beiden Bänken an und schätzt Höhe und Breite der größeren davon.
Nicht nur die Grabkapelle Württemberg wurde aus Sandstein gebaut. Neben der Treppe beim Zugang zum Aussichtspunkt könnt ihr ein weiteres Beispiel entdecken, was aus Sandstein so alles gebaut werden kann. Wie lautet der exakte Name dieses Beispiels?
Die Ergebnisse dieser Aufgaben lasst ihr mir im Anschluss per e-Mail über mein Profil zukommen. Mit dem Abschicken dieser e-Mail erteilt ihr euch selbst die Logfreigabe.
Macht noch ein Foto von euch und/oder euerem GPS am Dautenfels und fügt es euerem Log bei – dies ist jedoch freiwillig und keine zwingende Logbedingung.
English:

One of the largest vineyards called "Altenberg" is located between Obertürkheim and Untertürkheim. From 1968 to 1971 34 hectares of the vineyards were newly arranged. Thus the landscape changed completely. Only the Dautenfels remained as an ecological island and was determined as a geological monument.
The Dautenfels shows a peculiar crosswise arrangement in layers and consists of coarse-grained red so called Stubensandstein (sandstone, that was formerly used to clean streets and wooden floors). This is suggestive of changing flow directions while the accumulation of sandstone more than 200 million years ago. The interaction of minor differences of the stone and micro-climatic conditions lead to honeycomb pattern weathering. The sandstone blocks are seated on mudstone. Thus they by and by crawl towards the valley. Thereby fissures slowly grow to cleavages.
As measured by the Stubensandstein in the environment the Dautenfels is located at the lowest spot. Even the higher located Württemberg, the Egelseer Heide and the Kappelberg consist of Stubensandstein. Here throw of faults play a role too. From north-west to south-east tectonic faults are passing by. The Dautenfels is located in this zone. From Egelseer Heide via Württemberg to Mönchberg the rock layers sink like stairs. The Dautenfels belongs to the lowest sunken stone clod.
The office for gardens, forests and graveyards installed a viewpoint on the rock. There you can enjoy the buzzing and chirping of insects as well as the view. This point allows a view over the harbour of Stuttgart, the Neckar valley and the elevation of Wangen.
(The given information were taken from the German book "Naturdenkmale Stuttgart" written by Ulrike Kreh. The translation was done by myself.)
I took photographies of two of the cleavages mentioned in the second passage of the Englisch description. These two are an example because there are more cleavages to discover. Circle the Dautenfels and count the total number of cleavages.
Look for the two cleavages behind the two benches. Estimate the height and the width of the larger one.
Not only the monument ontop the Rotenberg was built with sandstone. Near the stairs you can discover another example that was built with sandstone. What exactly is its name?
Send me an e-mail with your results via my profile. Sending this e-mail is giving clearance for logging this earthcache.
Add a picture of you and/or your GPSr in front of the Dautenfels to your log – but this is voluntary and not necessary for logging this earthcache.