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Garten der Steine EarthCache

Hidden : 3/10/2011
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

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Geocache Description:

Über 170 Findlinge aller Größen und Farben aus der Region befinden sich in idyllischer Lage oberhalb des Auetals. Sie wurden vor Tausenden Jahren mit den Gletschern der Eiszeit aus Skandinavien an die Elbe geschoben und zeugen von den Anfängen dieser Landschaft.




Ein Findling, auch Erratischer Block genannt, ist ein heute meist einzeln liegender sehr großer Stein, der durch Gletscher während der Eiszeiten in seine heutige Lage transportiert wurde. Der Name "Erratischer Block" entstammt der Tatsache, dass die Eiszeiten bis zum Ende des 19. Jahrhunderts nicht bekannt waren und sich Geologen diese verirrten Steine, die rein garnichts mit dem sie umgebenden Gestein gemeinsam hatten, erklären konnten.

12 Schautafeln erklären leicht verständlich und anschaulich die Herkunft der Findlinge. Die Informationen sind sowohl für Spaziergänger als auch Hobby-Geologen spannend und lebendig aufbereitet. Der Steingarten ist nicht nur zum Angucken da. Kinder dürfen alles befühlen und auch auf die Steinhaufen klettern. Das Eiszeitalter begann vor etwa zweieinhalb Millionen Jahren und dauert noch an. Es umfasste mindestens drei Kaltzeiten, die Elster-, Saale- und Weichsel-Kaltzeit. Dazwischen gab es Warmzeiten, deren Klima dem heutigen Klima ähnlich war. Unsere Landschaft um Harsefeld wurde im Wesentlichen in der Saale-Kaltzeit geprägt. Die Gletscher der letzten Vereisung in der Weichsel-Kaltzeit haben die Elbe nicht mehr erreicht. >

Frage 1: Angenommen wir würden die Erdgeschichte auf ein Jahr Komprimieren. Was begann dann am frühen Nachmittag des 2. Weihnachtstages? (s. Tafel 3)

> Riesige Gletscher bedeckten mit ihren schildförmigen Eismassen während des Eiszeitalters Teile der nördlichen und südlichen Kontinente der Erde. In Nordeuropa besaß dieses so genannte Inlandeis eine Mächtigkeit von bis zu 4000 Metern. Die Gletscher waren ständig in Bewegung und flossen mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 750 Metern pro Jahr nach Süden. Auf Grund ihrer ungeheuren Masse hobelten die Gletscher Gesteinsbrocken vom Untergrund ab. Dabei wurde der felsige Untergrund in Skandinavien zum Teil um viele Meter erniedrigt. Das abgetragene Gestein wurde über Hunderte von Kilometern transportiert und dabei weiter zerkleinert, an den Kanten abgerundet und überschliffen. Gröbere Gesteinsbrocken blieben nach dem Abschmelzen der Gletscher an Ort und Stelle auf der Grundmoräne liegen oder waren zuvor mit den Endmoränenwällen aufgeschoben worden. Wir bezeichnen sie als Findlinge, da sie zwar zahlreich auf der Harsefelder Geest zu finden sind, aber ihrem Ursprung nach eigentlich nicht hierher gehören. Einiger der Findlinge sind so typisch, dass man an Hand ihres Aussehens ihren Herkunftsort bestimmen kann. Dadurch konnte nachgewiesen werden, dass der Findlinge ursprünglich aus Schweden, Finnland, der Ostseesenke und zum Teil auch aus Norwegen stammen. Forscher nennen solche typischen Findlinge Leitgeschiebe. Durch die Untersuchung der Leitgeschiebe lassen sich Aussagen über die Bewegungsrichtung und Ausbreitung der verschiedenen Gletscher der Eiszeit machen. >

Frage 2: Woher kommt der Findling Nr. 20? (s. Tafel 4) >

Gesteine entstehen aus Gesteinsschmelzen oder aus kleinen Körnchen. Durch Bewegungen innerhalb der Erdkruste werden Gesteine häufig wieder in die Tiefe versenkt. Hier werden sie unter Druck und Hitze in andere Gesteine umgewandelt. Manchmal werden sie sogar aufgeschmolzen. Gelangen Gesteine an die Erdoberfläche verwittern sie durch Wind, Wasser und Frost. Übe Jahrmillionen entsteht so ein „Kreislauf der Gesteine“. Im Inneren der Erde ist es sehr heiß. Gesteine liegen dort in flüssiger Form vor. Geschmolzenes Gestein nennt man Magma. Durch Vulkane oder Spalten in der Erdkruste gelangt das Magma in kältere Bereiche und erstarrt. Gesteine, die aus Magma entstanden sind, nennt man Magmatische Gesteine oder Erstarrungsgesteine. Die bekanntesten Beispiele für Magmatische Gesteine sind Granit und Basalt. Granit: Granit ist ein magmatisches Gestein mit richtungslos-körniger Struktur. Es setzt sich aus Feldspat (meist Alkalifeldspat und Plagioklas), Quarz und Glimmer sowie kleinen Anteilen weiterer Minerale wie Hornblende, Augit, Zirkon, Apatit, Magnetit, Ilmenit und Titanit zusammen. Basalt: Basalt ist das verbreitetste vulkanische Gestein. Es ist ein feinkörniges, dichtes und dunkles, graues bis schwarzes Gestein. Es enthält Feldspäte, vor allem Plagioklas, aber auch Alkalifeldspäte, Quarz und Foide oder Feldspatvertreter (das sind Minerale, die in silicatarmen, basischen Magmen die „Feldspäte vertreten”); Nebengemengteile sind Hornblende, Pyroxene, Biotit (siehe Glimmer), Olivin, Magnetit, Ilmenit und Apatit. Basalt sondert oft bei der Erstarrung der Lava schöne polyedrische Säulen ab, die senkrecht zur Abkühlungsfläche stehen. Er bildet Kuppen und mächtige Decken und Plateaus (siehe Trapp). Basalt ist ein besonders zähes und wetterfestes Gestein, es wird zu Gleisschotter und Splitt verarbeitet. Der Findling mit der Nummer 94 ist aus Ablagerungen von Gesteinslawinen, die bei einem Vulkanausbruch entstehen, entstanden. Solche Lawinen werden als "pyroklastische Ströme" bezeichnet. Sie sind extrem heiß, schnell und bestehen aus heißen, halbfesten Gesteinsbruchstücken, Lavafetzen, Asche und großen Mengen heißer Gase. Im bodennahen Teil des Stroms, der Glutlawine, wird das Gesteinsmaterial transportiert. Daraus entsteht dieser Stein. Gleichzeitig steigt nach oben eine Glutwolke auf, die aus Gasen und feinster Asche besteht. >

Frage 3: Wie heißt dieser Stein? (Nr. 94)

> Sedimentgesteine sind durch Ablagerung und spätere Verfestigung von Einzelkörnern entstanden. Aus Sand entsteht so Sandstein. Aus den Kalkschalen mikroskopisch kleiner Einzeller entsteht Kalkstein. Sobald Gesteine an die Erdoberfläche gelangen, sind sie der Verwitterung ausgesetzt. Dabei zerfallen sie in Bruchstücke, die vom Wasser oder Windabtransportiert werden. Meist bilden sich im Meer mächtige Lager dieser Sedimente. Im Laufe der Zeit werden sie durch gelöste Mineralien zu Gestein verfestigt. Sandstein: Sandstein ist ein grobkörniges Sedimentgestein, das aus Quarzsand entsteht und durch die Verkittung der Sandkörner verfestigt ist. Bindemittel können Quarz, Calciumcarbonat oder Eisenoxid sein. Die Farbe des Steines hängt weitgehend von dem Bindemittel ab. Eisenoxid führt zu einer roten oder rotbraunen, andere Bindestoffe zu einer weißen, gelblichen oder grauen Farbe. Kalkstein: Kalkstein ist ein Sedimentgestein das hauptsächlich aus den Mineralen Kalzit / Aragonit und Dolomit besteht. Marmor und Kreide sind Formen von Kalkstein . Kreide ist ein feinkörniger, weicher, wenig verfestigter, weißer oder hellgrauer Kalkstein aus den Ablagerungen kleiner Meeresorganismen wie Kalkalgen. Kreidekalk ist fast reiner Calcit (Calciumcarbonat) mit Spuren anderer Mineralien. Nach Härte und Oberflächenstruktur gibt es neben porösen, weichen Kreiden auch feinkörnige, härtere Arten. Kalkstein ist ebenfalls biogenen Ursprungs aber stärker verfestigt als Kreide. Die eigentlichen Gesteinsbildner waren Schnecken und Muscheln die Größe der Kristalle liegt zwischen derjenigen von Kreide und Marmor. >

Frage 4: Welche Fossilien ausgestorbener Tierarten sieht man auf der Tafel 7?

> Durch geologische Prozesse werden Gesteine immer wieder in große Tiefen versenkt oder sie kommen in Kontakt mit aufsteigendem Magma. Durch Hitze und den enormen Druck verändert sich das Mineralgefüge. Es entsteht ein völlig neues Gestein mit anderem Aussehen und neuen Eigenschaften. So entsteht zum Beispiel aus Kalkstein der Marmor. Marmor: Marmor ist ein mittel- bis grobkörniges Gestein, das bei der Metamorphose von Kalkstein entsteht. Hauptbestandteil (bis 99 Prozent) ist Calcit. Durch Fremdbestandteile, die das Gestein bei der Metamorphose aufnimmt, erscheint es braun, gelb, rot, grün, grau oder schwarz gefärbt und weist zum Teil eine Marmorierung auf. Reiner Marmor ist weiß und relativ selten. Die große Lichtdurchlässigkeit verleiht manchen Sorten einen typischen Schimmer. Marmor lässt sich polieren und findet vor allem als Bau- und Bildhauermaterial Verwendung. Eine weitere Gruppe dieser metamorphen Gesteine sind die Gneise. Gneis: Gneis ist ein mittel- bis grobkörniges Metamorphit mit deutlicher Schieferung und zum Teil gebänderter oder lagiger Parallelstruktur. Gneis gehört zu den typischen Gesteinen der Regionalmetamorphose. Die Metamorphose vieler magmatischer und sedimentärer Gesteine führt zu Strukturen, in denen Lagen vorwiegend aus Quarz und Feldspat mit Lagen vorwiegend aus dunklen Mineralien wie Biotit (siehe Glimmer) abwechseln. Gneis enthält mindestens 20 Prozent Feldspat (im Unterschied zum Glimmerschiefer, der weniger enthält). Weitere mögliche Bestandteile sind Muskovit, Hornblende, Cordierit, Granat, Sillimanit. Die Gneise sind meist hell und bräunlich, grau oder rötlich gefärbt.

> Für Logfreigabe beantwortet bitte die Fragen 1 bis 4 und sendet sie an mein Profil: Ein Foto von euch am Amphitheater oder eurem Lieblingsstein wäre schön.
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