Granit auf dem Kälberstein
Lausitzer Granit
Lausitzer Granit (im geologischen Sprachgebrauch Lausitzer
Granodiorit) ist die Gruppenbezeichnung für ein Nutzgestein, das in
vielen Steinbrüchen der Ober- und Westlausitz gewonnen wurde. In
den meisten Fällen handelt es sich im geologischen Sinne um einen
Granodiorit von grauer Farbe mit einer an Sprenkelung erinnernden
Struktur.
Lagerstätte und Petrographie
Der Lausitzer Granodiorit ist das wichtigste Nutzgestein im
Lausiter Granitoid-Komplex (Lausitzer Antiklinalzone) und bildete
sich bei magmatischen Vorgängen. Dieses Massiv entstand im
Präkambrium während der Cadomischen Orogenese und zählt deshalb zu
den ältesten Gesteinsvorkommen Sachsens. In der geologischen
Fachsprache wird in Hinsicht auf sein Vorkommen vom Westlausitzer
Granodiorit gesprochen.
Der Haupttypus des als Werkstein gewonnenen Materials ist ein im
frischen Zustand hellgraues mittelkörniges Gestein. Die
Glimmersorte Biotit tritt in Form schwarzer Einsprenglinge deutlich
hervor. Als weiteres typisches Strukturmerkmal treten in
zahlreichen Steinbrüchen dunkle Einlagerungen auf, Xenolithe
genannt, die oft eine schlierige Binnenstruktur haben. Ihre Größe
schwankt zwischen wenigen Quadratdezimetern bis zu Dimensionen über
einen halben Quadratmeter.
Zu den mineralischen Hauptbestandteilen zählen Quarz, Feldspäte
(Orthoklas, Plagioklas, Mikroklinperthit) und der Glimmer Biotit.
Ferner findet sich Pyrit, das für die spätere Gelbfärbung des
Gestein mitverantwortlich ist, wenn es der Witterung ausgesetzt
wurde. Weiterhin sind in geringen Anteilen Magnetit und Apatit
vertreten. Durch eingelagerte Xenolithe sind dunkle mafische
Minerale partiell enthalten.
Bei den meisten abgebauten Sorten handelt es sich um einen
Biotit haltigen Granodiorit. Dieser Glimmer trägt durch
fortschreitende Alteration (Zersetzung durch Witterungseinflüsse)
ebenfalls zu Gelbfärbung des Gesteins bei. In wenigen Fällen,
vorzugsweise in einigen Westlausitzer Lagerstätten, ist ein weitere
Glimmersorte, der Muskovit, enthalten und das Gestein wird dann als
Zweiglimmer-Granodiorit (Anatexit) bezeichnet.
Die gewonnenen sächsischen Sorten sind in der Hauptsache
mittelkörnig. Grobkörnige Sorten treten östlich von Kamenz und
Schwarzkollm auf.
Der Granit um Šluknov ist etwas gröber im Korn und
farblich dunkler. Einen Teil dieser Vorkommen rechnet man zum
Rumburker Granit, der nach seinem modalen Mineralbestand zwischen
Syeno- und Monzogranit steht.
Gewinnung
Das Vorkommen der abgebauten Sorten von Lausitzer Granit
befinden sich vorwiegend auf sächsischen Gebiet und in geringeren
Umfang auf tschechischer Seite zwischen Rumburk und
Šluknov.
Neben der allgemeinen Gruppenbezeichnung Lausitzer Granit waren
und sind unter den Anwendern auch konkretere
Herkunftsbezeichnungen, wie beispielsweise Demitzer Granit oder
Kamenzer Granit und weitere Namen üblich. Welcher Werkstein
schließlich unter dem Hauptgruppennamen Lausitzer Granit in den
Handel kam, ist bei der langen Steinarbeitertradition von
zeitgenössischen Einflüssen und Sichtweisen abhängig, da parallel
auch genauere geographische Herkunftsbezeichnungen üblich waren.
Trotzdem hat sich der allgemeine Begriff in der Fachsprache der
Anwender, Architektur- und Regionalhistoriker sowie in der damit
verbundenen Literatur eingebürgert. Die Schwierigkeiten einer
genauen Unterscheidung nach optischen und
petrographisch-mineralogischen Merkmalen zwischen vielen
Abbaustellen rechtfertigen diesen Oberbegriff.
Granodiorit
Granodiorit ist ein eng mit dem Granit verwandtes magmatisches
Gestein, das weltweit verbreitet ist und unter den Plutoniten der
Erdkruste einen Anteil von 34 Prozent hat. Es kommt auf allen
Kontinenten vor.
Gesteinsbeschreibung
Es handelt sich um ein meist grob- und mittelkörniges, massiges
Gestein von weißgrauer bis grauer Farbe. Porphyrartig ausgebildete
Granodiorite mit ungleichkörnigem Gefüge können bei den Feldspäten
Korngrößen von mehreren Zentimetern erreichen. Die Mineralkörner
erscheinen richtungslos angeordnet, bei näherer Untersuchung lässt
sich jedoch oft ein magmatisches Einregelungsgefüge bei den
Feldspäten erkennen. Auch Gefüge tektonischen Ursprungs sind
durchaus nicht ungewöhnlich.
Logbedingung:
(N 51°04.339 - E 014°27.303) die Infotafeln am Lausitzer
Granit
Ermittelt die Antworten zu den folgenden Fragen vor Ort mit
Hilfe der Informationstafel.
Für die Antwort 3, schaut euch die Steine am Kälberstein genau
an?
Wenn Ihr möchtet, ladet bitte ein Loggfoto hoch - wir freuen uns
darüber!
Schickt bitte vor dem Loggen Eure
Antworten an unseren GC-Account und loggt direkt
online;
wir melden uns, falls es Probleme mit
den Antworten geben sollte.
Logs ohne Antwortmail werden
gelöscht.
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Nenne die hier aufgeführten Granitarten!
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Wie liegen die sogenannten "Bänke"?
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Beschreibe die Oberfläche der Steine, die du hier
vorfindest!
Viel Spaß.