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Granit auf dem Kälberstein EarthCache

Hidden : 3/10/2011
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Granit auf dem Kälberstein

Lausitzer Granit

Lausitzer Granit (im geologischen Sprachgebrauch Lausitzer Granodiorit) ist die Gruppenbezeichnung für ein Nutzgestein, das in vielen Steinbrüchen der Ober- und Westlausitz gewonnen wurde. In den meisten Fällen handelt es sich im geologischen Sinne um einen Granodiorit von grauer Farbe mit einer an Sprenkelung erinnernden Struktur.

Lagerstätte und Petrographie

Der Lausitzer Granodiorit ist das wichtigste Nutzgestein im Lausiter Granitoid-Komplex (Lausitzer Antiklinalzone) und bildete sich bei magmatischen Vorgängen. Dieses Massiv entstand im Präkambrium während der Cadomischen Orogenese und zählt deshalb zu den ältesten Gesteinsvorkommen Sachsens. In der geologischen Fachsprache wird in Hinsicht auf sein Vorkommen vom Westlausitzer Granodiorit gesprochen.

Der Haupttypus des als Werkstein gewonnenen Materials ist ein im frischen Zustand hellgraues mittelkörniges Gestein. Die Glimmersorte Biotit tritt in Form schwarzer Einsprenglinge deutlich hervor. Als weiteres typisches Strukturmerkmal treten in zahlreichen Steinbrüchen dunkle Einlagerungen auf, Xenolithe genannt, die oft eine schlierige Binnenstruktur haben. Ihre Größe schwankt zwischen wenigen Quadratdezimetern bis zu Dimensionen über einen halben Quadratmeter.

Zu den mineralischen Hauptbestandteilen zählen Quarz, Feldspäte (Orthoklas, Plagioklas, Mikroklinperthit) und der Glimmer Biotit. Ferner findet sich Pyrit, das für die spätere Gelbfärbung des Gestein mitverantwortlich ist, wenn es der Witterung ausgesetzt wurde. Weiterhin sind in geringen Anteilen Magnetit und Apatit vertreten. Durch eingelagerte Xenolithe sind dunkle mafische Minerale partiell enthalten.

Bei den meisten abgebauten Sorten handelt es sich um einen Biotit haltigen Granodiorit. Dieser Glimmer trägt durch fortschreitende Alteration (Zersetzung durch Witterungseinflüsse) ebenfalls zu Gelbfärbung des Gesteins bei. In wenigen Fällen, vorzugsweise in einigen Westlausitzer Lagerstätten, ist ein weitere Glimmersorte, der Muskovit, enthalten und das Gestein wird dann als Zweiglimmer-Granodiorit (Anatexit) bezeichnet.

Die gewonnenen sächsischen Sorten sind in der Hauptsache mittelkörnig. Grobkörnige Sorten treten östlich von Kamenz und Schwarzkollm auf.

Der Granit um Šluknov ist etwas gröber im Korn und farblich dunkler. Einen Teil dieser Vorkommen rechnet man zum Rumburker Granit, der nach seinem modalen Mineralbestand zwischen Syeno- und Monzogranit steht.

Gewinnung

Das Vorkommen der abgebauten Sorten von Lausitzer Granit befinden sich vorwiegend auf sächsischen Gebiet und in geringeren Umfang auf tschechischer Seite zwischen Rumburk und Šluknov.

Neben der allgemeinen Gruppenbezeichnung Lausitzer Granit waren und sind unter den Anwendern auch konkretere Herkunftsbezeichnungen, wie beispielsweise Demitzer Granit oder Kamenzer Granit und weitere Namen üblich. Welcher Werkstein schließlich unter dem Hauptgruppennamen Lausitzer Granit in den Handel kam, ist bei der langen Steinarbeitertradition von zeitgenössischen Einflüssen und Sichtweisen abhängig, da parallel auch genauere geographische Herkunftsbezeichnungen üblich waren. Trotzdem hat sich der allgemeine Begriff in der Fachsprache der Anwender, Architektur- und Regionalhistoriker sowie in der damit verbundenen Literatur eingebürgert. Die Schwierigkeiten einer genauen Unterscheidung nach optischen und petrographisch-mineralogischen Merkmalen zwischen vielen Abbaustellen rechtfertigen diesen Oberbegriff.

Granodiorit

Granodiorit ist ein eng mit dem Granit verwandtes magmatisches Gestein, das weltweit verbreitet ist und unter den Plutoniten der Erdkruste einen Anteil von 34 Prozent hat. Es kommt auf allen Kontinenten vor.

Gesteinsbeschreibung

Es handelt sich um ein meist grob- und mittelkörniges, massiges Gestein von weißgrauer bis grauer Farbe. Porphyrartig ausgebildete Granodiorite mit ungleichkörnigem Gefüge können bei den Feldspäten Korngrößen von mehreren Zentimetern erreichen. Die Mineralkörner erscheinen richtungslos angeordnet, bei näherer Untersuchung lässt sich jedoch oft ein magmatisches Einregelungsgefüge bei den Feldspäten erkennen. Auch Gefüge tektonischen Ursprungs sind durchaus nicht ungewöhnlich.

Logbedingung:

(N 51°04.339 - E 014°27.303) die Infotafeln am Lausitzer Granit

Ermittelt die Antworten zu den folgenden Fragen vor Ort mit Hilfe der Informationstafel.

Für die Antwort 3, schaut euch die Steine am Kälberstein genau an?

Wenn Ihr möchtet, ladet bitte ein Loggfoto hoch - wir freuen uns darüber!

Schickt bitte vor dem Loggen Eure Antworten an unseren GC-Account und loggt direkt online;

wir melden uns, falls es Probleme mit den Antworten geben sollte.

Logs ohne Antwortmail werden gelöscht.

  1. Nenne die hier aufgeführten Granitarten!

  1. Wie liegen die sogenannten "Bänke"?

  1. Beschreibe die Oberfläche der Steine, die du hier vorfindest!

Viel Spaß.

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