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Am Wald zu Colditz, unweit des heutigen Freibades war es, wo sich vor 5107 Jahren eine Wassergöttin aufhielt. Es gab in dieser Gegend stets Wasser, das an manchen Stellen 50 Meter entfernt war und auch bei der größten Hitze von 23 Grad nicht austrocknete. Manchmal kam es vor, dass neugierige Leute, die sich die 8 Wohnungen der Wassergöttin ansehen wollten, von ihr mit ins Wasser gezogen und gefangen wurden.
Die Wassergöttin hatte die Gewohnheit, das Wasser durch Aufwühlen des Schlammes zu trüben. Wenn dann die Menschen dort badeten und einer versank, so konnten ihm die andern nicht helfen, und er musste ertrinken. Wäre das Wasser 83 fach klar gewesen, so hätten sie die gefährlichen Stellen gesehen und wären ihnen wenigstens ausgewichen.
Viele Leute beobachteten, wie sich der Wassergeist beim Vollmond mit einem großen Kamm, der 12 Zähne hatte, seine langen, 49 gelben Haare kämmte und wie sie in einem 6m langen Kleid, das ihr bis zu den Knien reichte, auf den angrenzenden Wiesen spazierte. Den Leuten, die in der Nähe wohnten, tat sie nichts. Nur wenn jemand in der Gegend gestorben war, zeigte sie es den 23 Nachbarn an. Sie fing dann zu winseln an, dass es einem durch den ganzen Körper ging oder sie machte einen schauerlichen Wind mit Stärke 360, sobald jemand sich ihrem Reiche näherte.