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Kohlenmeiler Traditional Cache

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Hidden : 3/28/2011
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Kohlenmeiler in Weiherhammer

Schon im Mittelalter verschlang die Metallerzeugung ganze Wälder. Zum Gewinn
einer Tonne Roheisen in einem spätmittelalterlichen Hochofen waren acht Tonnen
Holzkohle erforderlich, zu deren Herstellung 30 Tonnen Holz verbraucht wurden.
Dies ist eine Holzmenge, die in einem Buchenwald von rund fünf Hektar jährlich
nachwächst. Bei der Meilerverkohlung wurde gesundes, lufttrockenes Holz von etwa
zwei Meter Länge senkrecht oder waagrecht möglichst dicht um einen Feuerschacht
in der Mitte aufgeschichtet.

Dann dem Holzstoß eine luftdichte und feuerfeste Decke aus Rasen, Laub, Moos
schließlich feuchter, lehmiger Walderde aufgesetzt und der Meiler unten oder oben
am locker mit Reisig, Kienspänen, Hobelspänen und Birkenrinde beschichtete
Feuerschacht entzündet. Der Meiler musste auf eine Temperatur von 300 bis 350 Grad
erhitzt werden, so dass sich Wasser, Teer, Kohlensäure, Kohlendioxid, Wasserstoff
und Kohlenwasserstoff verflüchtigten und der Kohlungsprozess einsetzte, wobei der Köhler
durch Veränderung des Windzuges ab Abglimmen wie das Auflodern zu verhindern hatte,
damit der Meiler nicht erlosch oder das Holz zu Asche verbrannte. Ein kleiner Meiler
brannte etwa fünf bis sechs Tage, die großen bei günstiger Witterung etwa vier, bei
schlechter fünf Wochen.

Wichtig und gefährlich
Der Beruf des Köhlers war damals entsprechend bedeutend. Als wichtiger, aber fern von
den Gemeinschaften der Menschen im Wald lebender Mann war er seinen Zeitgenossen,
nach entsprechenden Märchenüberlieferungen zu urteilen, nicht ganz geheuer. Der Qualm
war damals schon als gesundheitsschädlich von den Köhlern gefürchtet. Heute ist bekannt,
dass die häufigste Todesursache der Meilerbrenner Lungenkrebs und Hautkrebs waren.
Der letzte Meiler in der Umgebung war der von Kohlenbrenner Josef Bertelshofer,
der 1911 bei Mantel brannte.

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