Villa Weil ehem. DFB-Zentrale
Diese denkmalgeschützte, großbürgerliche, neoklassizistische Villa
in der Zeppelinallee 77 ließen der Unternehmer Hermann Weil und
seine Frau Rosa erbauen. Weil und sein Sohn Felix waren bekannte
Mäzene in Frankfurt am Main. Die Villa überstand unzerstört den
Zweiten Weltkrieg. Der Deutsche Fußballbund kaufte und nutzte die
Villa als seine Zentrale bis zum Neubau in Frankfurt-Sachsenhausen.
Nach erneutem Umbau war die Werbefirma Lintas/Unilever, jetzt DSB+K
Hauptmieter dieser Villa.
Villa Wertheimer
liegt in der Zeppelinallee 69 und wurde erbaut für den Bankier
Wertheimer. Er stammte aus der einflussreichen Großfamilie der
Wertheims, denen u.a. das Bankhaus E. & L.Wertheimer gehörte
und zu deren Ahnen Samson Wertheimer zählt.
Villa Herxheimer
liegt in der Zeppelinallee 47 und wurde für Karl Herxheimer gebaut.
Er war ein führender Dermatologe seiner Zeit und gehört zu den
Mitbegründern der Universität in Frankfurt. Er beauftragte 1911 den
damaligen Stararchitekt Bruno Paul (1874-1968) mit Bau der Villa.
Der Mitbegründer des Werkbundes baute ein Gesamtkunstwerk. Der
äußere Stil lehnt sich am Klassizismus und am deutschen Biedermeier
an. Der zwegeschossige Baukörper ist dreigeteilt, wobei sich
zwischen beiden vorspringenden schmalen Eckbauten ein breiterer
eingezogener Mittelbau befindet. Als führender Innenarchitekt
plante er auch den Innenausbau. 1942 wurde der Hausherr, vielfacher
Mäzen Frankfurts, als 80-Jähriger aus Frankfurt nach Theresienstadt
deportiert und dort umgebracht. Seine Ehefrau wurde in Auschwitz
ermordet. Die Villa wurde nach dem Krieg bis 1968 Sitz des
britischen Konsulats, dann für 25 Jahre Sitz einer Werbeagentur.
Heute ist die Villa Geschäftssitz von Rechtsanwälten und
Stiftungen.
Villa Sonneck
liegt in der Zeppelinallee 38, im sogenannten
„Diplomatenviertel“. Die Villa wurde erbaut für Henry
Theodore Böttinger, geschäftlich erfolgreicher Schwiegersohn von
Friedrich Bayer, Mitbegründer der Bayer AG Leverkusen. Als
Architekt nahm er sich den damals sehr bekannten Ernst von Ihne
(1848-1917), der in Frankfurt auch die Villa Bonn (Siesmayerstraße
12) baute und in Kronberg den Witwensitz der Kaiserin Victoria, das
Schloss Kronberg.
Villa Leonhardi
Die wohlhabende Kaufmannsfamilie Leonhardi aus Frankfurt ließ sich
1806 außerhalb der ehemaligen Frankfurter Landwehr auf dem Gelände
der Stadt Bockenheim eine Gartenvilla errichten. Architekt war
Nicolas Alexandre Salins de Montfort. Bereits 1824 mussten sie
wegen Konkurs die Villa verkaufen. Ab 1842 gehörte die Liegenschaft
dem Bankier Wilhelm Hermann Carl von Erlanger, der zahlreiche
bauliche Veränderungen vornahm, wie u.a. auch einen großen
Orangierieanbau. 1905 wurde das Gebäude abgebrochen, die Front des
Mittelpavillons mit der Sandstein-Säulenhalle dem Palmengarten zur
Verfügung gestellt. Sie diente lange Zeit dem Tennisclub im
Palmengarten als Vereinslokal. 1987 beschloss der Magistrat die
Wiederherstellung des Gebäudes in seiner historischen Form in der
Zeppelinallee am westlichen Rand des Palmengartens. Heute wird die
Villa Leonhardi als Café-Restaurant und Vortragssaal
genutzt.
und viele Konsulate, u.a. von Portugal, der Republik Türkei,
Indonesien, Frankreich, Griechenland